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»Der Atlas des Teufels« Eine Geschichte der Hölle in Bildern

Wie sieht die Unterwelt aus? Und wie der Satan selbst? Kommt drauf an – unterschiedliche Kulturen hatten ganz unterschiedliche Fantasien. Ein neues Buch gibt Einblicke in die Totenreiche dieser Welt.

Der Heilige Augustinus, er lebte an der Wende zum 5. Jahrhundert, sagte einmal, Gott und der Himmel seien unbeschreiblich, von einer Herrlichkeit, die der menschlichen Vorstellungskraft entflieht. Aber wie sieht es mit dem dunkelsten und furchtbarsten Ort aus, den man sich ausmalen kann?

»Der Atlas des Teufels« gibt eine Antwort darauf. Der Dokumentarfilmer und Kartensammler Edward Brooke-Hitching hat über Jahre im visuellen Gedächtnis verschiedener Kulturen gestöbert und Bilder zusammengetragen, die deren Fantasien vom Jenseits bildgewaltig in Szene setzen. Nicht alle teilen das einfache Schema der Christenheit, das Belohnung im Himmel und Bestrafung in der Hölle vorsieht. Die Unterwelt muss nämlich kein grausamer Ort sein, wenigstens nicht für immer.

Oft genug regiert aber doch das Feuer, kreischen die Dämonen und ächzen die Gequälten auf den Darstellungen jener Welten, in die man nach dem Tod gelangt. Da verspeist der Fürst der Finsternis einen Schenkel oder scheidet gleich einen ganzen Sünder unverdaut wieder aus. Groteske Monster haben immer gute Chancen, Mitglieder des teuflischen Hofstaats zu werden, gefallene Engel sowieso.

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Unbeschreiblich ist die Unterwelt also sicherlich nicht. Ihre Darstellungen geben sogar Auskunft über die Realität der Menschen, die sie schufen. Wer diese Bilder betrachtet, versteht, warum ihre Künstler lieber nicht in die Hölle kommen wollten.

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