Geschichte-Podcast Etwas Besseres als den Tod findest du überall

Millionen Deutsche flohen seit dem 17. Jahrhundert vor Krieg, fehlender Freiheit oder Verfolgung und suchten das Glück in der Ferne. Wie es den deutschen Auswanderern erging, erklärt die Historikerin Simone Blaschka im Podcast.

Mindestens 18 Mal soll es den Ort Hamburg in den USA geben, dazu mindestens 30 Berlins, sieben Heidelbergs, drei Ulms, zwei Stuttgarts. Die Ortsnamen zeugen bis heute von den vielen Menschen aus deutschen Ländern, die in der Neuen Welt ein neues Leben suchten. Und nicht nur nach Übersee zog es Auswanderer: In Russland lockte Zarin Katharina die Große mit Steuererleichterungen, die Reise nach Paris war besonders günstig, in England boten sich berufliche Chancen.

Allein in Richtung USA machten sich zwischen 1816 und 1914 fünfeinhalb Millionen deutsche Auswanderer auf, nach zögernden Anfängen wurde die Auswanderung in dieser Zeit zu einer Art Massenbewegung. In New York entstand ein eigener Stadtteil »Little Germany« mit deutschen Vereinen, deutschen Geschäften, deutschen Restaurants und deutschen Zeitungen, von Hamburg und Bremerhaven brachten große Ozeandampfer die Menschen über den Atlantik, und selbst Menschenhändler entdeckten in der Auswanderung ihre Chancen.

SPIEGEL GESCHICHTE 1/2022

Deutsche Auswanderer: Der große Traum vom neuen Leben

Millionen Menschen wanderten seit dem 17. Jahrhundert aus deutschen Landen aus: Sie suchten das Glück in Russland, England oder Brasilien, in Asien, der Südsee und vor allem in den USA. Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE erzählt, wie es ihnen erging, wie sie ihre neue Heimat prägten und warum manche in der Ferne erfolgreich waren – und dennoch wieder heimkehrten.

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Doch überall willkommen waren die Deutschen nicht: Ihnen schlugen Vorbehalte entgegen, man warf ihnen Unwillen zur Integration vor, und nicht wenige kehrten aus Heimweh oder wirtschaftlichen Gründen in ihre alte Heimat zurück.

Warum Menschen sich entschieden, ihre Heimat und ihre Familien zurückzulassen und auszuwandern, wie es ihnen in der Ferne erging und welche Parallelen es zwischen der Auswanderung von damals und heutigen Migrationsbewegungen gibt, erklärt die Historikerin Simone Blaschka im SPIEGEL GESCHICHTE-Podcast. Blaschka ist Direktorin und Geschäftsführerin des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven.