Foto:

Patrick Mariathasan / DER SPIEGEL

Neues von gestern – der Geschichte-Newsletter Beinah wie eine Zeitmaschine

Die neue Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE heißt »Der Islam im Mittelalter – vom Aufstieg einer neuen Macht«. Sie erzählt die nach Ansicht von Forschenden eigentlich unwahrscheinliche Geschichte der jüngsten monotheistischen Weltreligion.

Liebe Leserin, lieber Leser,

­alle zwei Monate erscheint ein neues Heft von SPIEGEL GESCHICHTE. Wenn die ersten gedruckten Expemplare in der Redaktion ankommen, fühlt sich das jedesmal wie früher an, als man eine Klassenarbeit zurückbekam: Funktioniert das, was man sich vor gefühlten Ewigkeiten, bevor die Druckdaten an die Druckerei geschickt wurden, ausgedacht hat? Sehen die Bilder so gut aus wie am Bildschirm? Versteht man die Überschriften wirklich? Okay, das eigentliche Urteil – die Note, um im Bild zu bleiben – geben natürlich Sie, die Leserinnen und Leser. Aber wenn wir selbst das Heft endlich in den Händen halten und keinen Schreck bekommen, beruhigt das schon mal sehr.

Bei unserem neuen Heft war das zum Glück wieder der Fall, und deshalb wollen wir es Ihnen hier ganz uneingeschränkt empfehlen. Es heißt »Der Islam im Mittelalter – vom Aufstieg einer neuen Macht« und erzählt die nach Ansicht von Forschenden eigentlich unwahrscheinliche Geschichte der jüngsten monotheistischen Weltreligion.

Denn vor genau 1400 Jahren verließ ein Mann namens Mohammed seine Heimatstadt Mekka  und zog nach Medina, wo er Schutz vor seinen Gegnern fand – und Anhänger für seine Offenbarung. Die Hidschra, der Auszug des Propheten aus Mekka im Jahr 622, ist ein entscheidendes Ereignis für den frühen Islam, mit ihr begann die Karriere Mohammeds als politischer Anführer. Von Arabien aus breitete sich das islamische Kalifat binnen weniger Jahrzehnte zu einem riesigen Imperium aus, das bis nach Europa ausgriff.

Wir selbst haben beim Machen dieses Heftes wieder sehr viel Neues gelernt: Der bekannte Islamwissenschaftler Michael Cook erklärt, welche Faktoren den Aufstieg der jungen Religion überhaupt möglich machten . Unsere Kollegin Katja Iken hat aufgeschrieben, warum Mohammeds erste Ehefrau Chadidscha nicht nur seine Chefin war, sondern für den Erfolg seiner Mission ziemlich entscheidend . Der Kollege Frank Hornig war auf Sizilien unterwegs und hat dort nach den Spuren des Emirats gesucht , das nordafrikanische Muslime dort ab 831 etablierten – und von dessen kulturellen Reichtum Zeitgenossen schwärmten.

Wir haben erfahren, dass der islamische Handel mit versklavten Menschen schon im frühen Mittelalter wichtige Routen etablierte , an die später der berüchtigte transatlantische Menschenhandel anknüpfte. Welche ausgefeilte Strategie und Taktik die muslimischen Krieger so erfolgreich machte . Wie das Leben im Bagdad aus »Tausendundeiner Nacht«  ausgesehen haben könnte. Oder warum die Kreuzzüge von den zeitgenössischen Muslimen damals keineswegs als Kampf der Kulturen  wahrgenommen wurden.

Wenn Sie all das selbst lesen wollen, finden Sie hier das gesamte digitale Heft . Die gedruckte Ausgabe finden Sie im Handel: an großen Zeitschriftenkiosken, in großen Supermärkten, per Versand zum Beispiel über Amazon  – oder Sie bitten Ihren örtlichen Buchhandel, die Ausgabe zu bestellen.

Wir sind gespannt, welche Note Sie dem Heft geben – schreiben Sie gerne an spiegelgeschichte@spiegel.de .

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.