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Geschichte-Podcast Hundert Jahre Mord – die Spur des rechten Terrors

Ein fanatischer Rechtsradikaler ermordete 1922 Außenminister Walther Rathenau. Die Parallelen zum rechten Terror von heute sind erschreckend. Hören Sie im Podcast, was die Tat mit dem NSU zu tun hat.

Die »Organisation Consul« bekämpfte in der Weimarer Republik die demokratische Verfassung und wollte eine nationalistische Regierung einsetzen. Dafür verübte sie Anschläge auf Gegner und unliebsame Politiker. 1922 nahm eines ihrer Mitglieder das neben Reichspräsident Friedrich Ebert prominenteste Gesicht der Regierung ins Visier: Walter Rathenau.

Der Außenminister stand damals für die Verständigungspolitik mit den Feinden von einst und zog somit glühenden Hass auf sich. Ihn ermordete am 24. Juni 1922 Erwin Kern, ein Mitglied der »Organisation Consul«. Die Ermittlungsergebnisse wirken auch heute noch aktuell: Dem Attentat lagen Feindbilder, Denkweisen und Sprachfiguren zugrunde, die den demokratischen Rechtsstaat herausfordern.

Was das mit späteren Rechtsterroristen wie dem Lübcke-Mörder oder den NSU-Mitgliedern zu tun hat, erklärt der Historiker Florian Huber in dieser Podcastfolge. Er sieht in den Strukturen und Milieus erstaunliche Parallelen – und ebenso in den Gefühlswelten der Täter.

Über den Podcast

Alle zwei Wochen gibt es einen ausgewählten historischen Artikel und die Geschichte dahinter – erzählt von den Autorinnen und Autoren und der Redaktion von SPIEGEL Geschichte. Zu jeder neuen Ausgabe von SPIEGEL Geschichte können Sie ein ausführliches Gespräch zum Titelthema hören.

Zu allen weiteren Folgen geht es hier entlang.

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