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Anti-Atom-Proteste: Wyhl, Gorleben, Wackersdorf, ...

Foto: Lutz_Rauschnick/ dpa

Historie der Anti-Atom-Proteste Brüder, zur Sonne, zu Wind und Wasser!

Deutschland steigt aus, damit endet wohl auch die Ära der Anti-Atom-Bewegung. In den vergangenen Jahrzehnten widersetzten sich Tausende Deutsche der Strahlkraft, mal mit Gewalt, mal mit kreativer Spontikultur. einestages erinnert an die spektakulärsten Protestmomente.

Noch einmal leuchtete sie tausendfach, die lachende rote Sonne auf gelbem Grund. Am vergangenen Samstag hatten sich in mehr als 20 Städten Demonstranten versammelt, um gemeinsam für den Ausstieg aus der Kernenergie zu protestieren. Allein in Berlin waren es rund 30.000 Atomkraftgegner, die, das Brandenburger Tor im Rücken, die Straße des 17. Juni hinunter zur Parteizentrale der CDU marschierten, um ihrer Forderung nach einem Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomkraft noch einmal Nachdruck zu verleihen.

Es war ein Meer von Fahnen und Bannern, T-Shirts und Buttons mit dem Logo der Anti-AKW-Bewegung - und dieses Mal hatte die Sonne in der Mitte des kreisförmigen Slogans "Atomkraft? Nein Danke!" wirklich Grund für ihre gute Laune. Denn kurz darauf lag das Ausstiegs-Papier der Koalition vor. Die SPD hat bereits ihre prinzipielle Zustimmung signalisiert. Es ist kein Ende von heute auf morgen - aber in absehbarer Zeit und mit breitem politischem Konsens. Nach mehr als 40 Jahren Protestbewegung ist die Abschaltung aller Kernkraftwerke in Sichtweite gerückt.

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Anti-Atom-Proteste: Wyhl, Gorleben, Wackersdorf, ...

Foto: Lutz_Rauschnick/ dpa

Wer hätte damals bei den Protesten gegen den Bau von Kernkraftwerken in Wyhl und Brokdorf oder die Atommülllager in Gorleben und Schacht Konrad damit gerechnet? Wer hätte geglaubt, dass das verheerende Atomunglück in Fukushima und die darauf folgenden Demonstrationen eine andere Wirkung entfalten könnten als der Aufschrei nach Tschernobyl?

In den letzten Dekaden versammelten sich trotzdem immer wieder abertausende Menschen, um ihrem Unmut, ihrer Wut und ihrer Verzweiflung gegenüber der Kernenergie Luft zu machen - und sich Gehör zu verschaffen. Manchmal mit Steinen und Gewalt, viel öfter mit Bannern, Flugblättern und Parolen, mit friedlichen Sitzblockaden und einer ganzen Reihe von kreativen und mutigen Aktionen. einestages erinnert an die spektakulärsten Momente in der Geschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland.

bma/gro
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