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Schrecken der Kriegsgefangenschaft Darüber spricht man nicht? Mein Vater schon

Kriegsgefangenschaft hinterlässt tiefe Spuren – auch in den Familien und über Generationen hinweg. Der Vater unseres Autors erzählte viel vom Grauen des Krieges und der Lagerhaft in der Sowjetunion.
aus SPIEGEL Geschichte 3/2022
Foto:

Frank Höhne / SPIEGEL Geschichte

Nicht einen Moment in seinem Leben endeten die Haftjahre meines Vaters mit dem Tag, als er aus der Gefangenschaft entlassen wurde. Er geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, und er saß nach Kriegsende in Bautzen ein. Trotzdem ist das nicht allein seine Geschichte. Es ist die Geschichte der Nachwirkungen eines Krieges auf die folgende Generation.

Die Erzählungen meines Vaters, Rolf Justin, geboren 1927 in Schwerin, verstorben im Jahr 2000, sind unauflösbar mit meinen Erinnerungen an ihn verbunden. Dunkle Jahre der Haft verbinden uns.

SPIEGEL GESCHICHTE 3/2022

Kriegsgefangenschaft: Die vergessenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs – wie das Trauma bis heute nachwirkt

Hunger, harte Arbeit und Todesangst dominierten den Haftalltag der etwa 35 Millionen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg, unter ihnen mehr als elf Millionen Deutsche. Die letzten kehrten erst Mitte der Fünfzigerjahre heim – oftmals gebrochen an Körper und Seele. Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE erzählt, warum ihre Traumata in den Familien bis heute nachhallen, welche Qualen Inhaftierte in deutschen Lagern durchlitten, wie intensiv sich die noch junge Bundesrepublik für verurteilte Kriegsverbrecher einsetzte.

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