Wunderglaube in Westfalen Wie Karolines Blut zum politischen Zeichen wurde

Sprach Gott durch ihren Körper? Karoline Beller, 14, blutete 1845 aus Händen und Füßen. Viele hielten sie für eine Heilige und pilgerten ins Dorf Lütgeneder – eine Provokation für die Zentralmacht Preußen.
Katharina von Siena: Dieses Heiligenbild der Katharina von Siena hing in der Kirche von Lütgeneder und hat Karoline Beller vermutlich stark beeinflusst

Katharina von Siena: Dieses Heiligenbild der Katharina von Siena hing in der Kirche von Lütgeneder und hat Karoline Beller vermutlich stark beeinflusst

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Erich Lessing / picture-alliance / akg-images

Mit Wundmalen im Bett: In Italien wurde etwa zur gleichen Zeit Maria Domenica Lazzari als Stigmatisierte verehrt

Mit Wundmalen im Bett: In Italien wurde etwa zur gleichen Zeit Maria Domenica Lazzari als Stigmatisierte verehrt

Foto: Maria Domenica Lazzari / Wellcome Collection, Public Domain
»In der katholischen Welt galt Leiden als produktiv und bedeutungsvoll.«

Tine Van Osselaer, Historikerin

Karikatur im Satireblatt »Kladderadatsch«: 1875 wurde Elisabeth Flesch, genannt »Quiessel«, in Saarbrücken bestraft – wegen »religiöser Beschwindelung dummer Personen unter Beistand des Pfaffen«

Karikatur im Satireblatt »Kladderadatsch«: 1875 wurde Elisabeth Flesch, genannt »Quiessel«, in Saarbrücken bestraft – wegen »religiöser Beschwindelung dummer Personen unter Beistand des Pfaffen«

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Universitätsbibliothek Heidelberg

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