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Sowjetische Soldatinnen »Frauen in Uniform sind zu erschießen«

Die Rote Armee setzte als einzige im Zweiten Weltkrieg auch Frauen an der Front ein – von der Wehrmacht als »Flintenweiber« und »Nachthexen« geschmäht. Nur wenige überlebten die Gefangennahme. Und dann drohte ihnen das KZ.
aus SPIEGEL Geschichte 3/2022
Bis zu acht Prozent der Rotarmisten waren Frauen. Nach wenigen Wochen Training – hier ein inszeniertes Foto von 1941 (digital koloriert) – kamen viele von ihnen an die Front.

Bis zu acht Prozent der Rotarmisten waren Frauen. Nach wenigen Wochen Training – hier ein inszeniertes Foto von 1941 (digital koloriert) – kamen viele von ihnen an die Front.

Foto:

akg images

Inmitten des Elends im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück dichteten sowjetische Gefangene neue Verse auf ein russisches Volkslied:

»Nicht weit von Berlin ...
Ein Stück Erde, das Wasser umgibt
darauf leben wir hinter der Mauer
darauf steht das KZ Ravensbrück ...«

Die Frauen, viele von ihnen gefangen genommene Rotarmistinnen, sangen sich mit der letzten Strophe des Liedes Mut zu:

»Macht dem Herzen Mut, russische Frauen!
Denkt daran, dass ihr Russinnen seid!
Habt vor Augen, bald werden wir schauen
unsere russische Erde erneut!«

SPIEGEL GESCHICHTE 3/2022

Kriegsgefangenschaft: Die vergessenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs – wie das Trauma bis heute nachwirkt

Hunger, harte Arbeit und Todesangst dominierten den Haftalltag der etwa 35 Millionen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg, unter ihnen mehr als elf Millionen Deutsche. Die letzten kehrten erst Mitte der Fünfzigerjahre heim – oftmals gebrochen an Körper und Seele. Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE erzählt, warum ihre Traumata in den Familien bis heute nachhallen, welche Qualen Inhaftierte in deutschen Lagern durchlitten, wie intensiv sich die noch junge Bundesrepublik für verurteilte Kriegsverbrecher einsetzte.

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Zwischen 800.000 und einer Million Frauen kämpften auf sowjetischer Seite im Zweiten Weltkrieg, sie stellten bis zu acht Prozent der Roten Armee. Die Soldaten der Wehrmacht reagierten mit Gewaltexzessen auf die uniformierten Kämpferinnen. Ungeachtet der Genfer Konventionen zum Umgang mit Kriegsgefangenen wurden zahlreiche Rotarmistinnen schon bei der Gefangennahme erschossen. Ließ man sie am Leben, kamen die wenigsten von ihnen in Kriegsgefangenenlager. Sie wurden mit Zwangsarbeit geknechtet oder in Konzentrationslager verschleppt. So wie Antonina Nikiforowa.

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