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Statue des kopulierenden Gottes Pan, gefunden in Herculaneum
Statue des kopulierenden Gottes Pan, gefunden in Herculaneum
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Sex im alten Rom »Tausend Spiele kennt Venus«

Schamhaftigkeit galt als oberste Tugend der ehrbaren Matrona. Und doch scheint die Fleischeslust im römischen Alltag allgegenwärtig gewesen zu sein, das zeigen erotische Kunst und derbe Graffiti. Trieb es ganz Rom völlig entfesselt?
Von Katja Iken aus SPIEGEL Geschichte 4/2022

Als König Karl III. die 1752 gefundene Marmorskulptur das erste Mal erblickte, sah er sich zu hartem Durchgreifen gezwungen: Besorgt um den Ruf der Antike (und seinen eigenen), befahl der Monarch, das Kunstwerk umgehend zu verstecken. Eilig stopfte der königliche Bildhauer Guiseppe Canart die Skulptur aus der römischen Kaiserzeit in einen Schrank in seinem Schlafzimmer – »und er betheuerte mir, dass seine Frau es nicht gesehen«, schrieb der deutsche Archäologe Johann Winckelmann.

Denn: Die Plastik, entdeckt in Pompejis antiker Nachbarstadt Herculaneum, zeigt den Hirtengott Pan beim Geschlechtsverkehr mit einer Ziege. Das Tier liegt auf dem Rücken, Pan hält es an seinen Hinterläufen fest. Deutlich sind Penis, Hoden und Schamhaar des beseelt dreinblickenden Lüstlings zu erkennen.

SPIEGEL GESCHICHTE: Die letzten Tage von Pompeji – So lebten die Römer im Schatten des Vulkans

Für die Menschen in Pompeji war der Ausbruch des Vesuvs im Herbst 79 n. Chr. eine Katastrophe. Für die Forschung hingegen ein Segen. Die Asche des Vulkans konservierte die stolze Stadt im Moment des Untergangs und ermöglichte es, das Leben der Menschen vor 2000 Jahren zu rekonstruieren.

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Später landete das laut einem Zeitgenossen »höchst unzüchtige, aber schöne Kunstwerk« im »Kabinett der obszönen Objekte« des Archäologischen Nationalmuseums von Neapel: einer 1819 auf Anordnung des bourbonischen Herzogs Franz von Kalabrien errichteten Sammlung erotischer und pornografischer Kunstwerke – die meisten davon ausgegraben in Pompeji.

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