Ultraschalluntersuchung Ergänzt Röntgen-Mammografie

In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs. Was können Ultraschall, Röntgen-Mammografie und Brust-MRT zur Früherkennung beitragen?
Brustuntersuchung mit einem Ultraschallgerät (Archivbild)

Brustuntersuchung mit einem Ultraschallgerät (Archivbild)

Foto: Stefan Puchner/ picture alliance / dpa

Ultraschall kommt mit dichtem Brustgewebe gut klar. "Eine sehr fettreiche Brust oder eine übergroße Brust können dagegen für den Brust-Ultraschall schwierig zu beurteilen sein", sagt Jens-Uwe Blohmer von der Charité Berlin. Bei dichtem Brustgewebe ist es deshalb immer ratsam, die Röntgen-Mammografie und den Brust-Ultraschall als sich ergänzende Verfahren zu kombinieren.

Der Ultraschall sieht solide Tumore und kann sie von flüssigkeitsgefüllten Zysten unterscheiden. DCIS ist nicht zuverlässig feststellbar. Falsch-positive Befunde, bei denen fälschlicherweise ein Tumor gesehen wird, wo keiner ist, sind beim Brust-Ultraschall keine Seltenheit. Die Leitlinien zum Mammakarzinom (2012 ) sowie zur Früherkennung von Brustkrebs (2008 ) empfehlen den Brust-Ultraschall insbesondere bei dichtem Brustgewebe als ergänzende Maßnahme zur Mammografie. Die Kosten werden von den Krankenkassen nur übernommen, wenn eine Auffälligkeit vorliegt. Sprechen Sie bei dichtem Brustgewebe mit Ihrem Gynäkologen.

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