Pflege Fünf Tipps, die das Zuhause von Demenzkranken verbessern

Viele Menschen in Deutschland pflegen ihre dementen Angehörigen. Fünf einfache Tipps können helfen, das Zuhause auf die Krankheit zuzuschneiden - vom Kloschild bis hin zu Teppichen.
Ältere Frau in ihrem Zuhause

Ältere Frau in ihrem Zuhause

Foto: imago/ Westend61

Für Demenzkranke sollte das Zuhause ein Ort der Sicherheit und des Rückzugs sein. Schon kleine Anpassungen können helfen, das Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern, berichtet das Fachmagazin "Pro Alter" . Wichtig sei aber, alles mit dem Betroffenen abzusprechen - und nur umzusetzen, was gewünscht ist.

1. Den richtigen Bodenbelag wählen

Ein blank geputztes Parkett kann bei Menschen mit Demenz Ängste auslösen. Manchmal tippeln sie darüber, weil sie denken, es handle sich um eine Wasser- oder Eisfläche. Besser ist ein Teppich. Das Muster sollte allerdings so gewählt werden, dass der Demenzkranke dort nicht zum Beispiel Tiere sieht, vor denen er Angst haben könnte.

2. Giftiges außer Reichweite aufbewahren

Putzmittel räumt man besser weg. Sie könnten mit Getränken verwechselt werden. Auch bei Blumen ist Vorsicht geboten: Giftige Pflanzen wie Alpenveilchen oder Weihnachtsstern sollten durch ungiftige ersetzt werden (eine Liste giftiger Pflanzen finden Sie auf den Seiten des Universitätsklinkums Bonn ). Ganz entfernen muss man Pflanzen aber nicht. Das tägliche Gießen hilft, den Tag zu strukturieren.

3. Viel Licht reinlassen

Für einen gesunden Schlaf ist der Tag-Nacht-Rhythmus wichtig. Deswegen sollten die Räume möglichst viel Tageslicht bekommen.

4. Orientierung geben

Wenn die Krankheit fortschreitet, finden sich demenzkranke Menschen manchmal auch im eigenen Haushalt nicht mehr zurecht. Symbole an den Zimmertüren erleichtern die Orientierung. Am Schlafzimmer bietet sich zum Beispiel ein Porträtfoto an. Allerdings erkennen sich Demenzkranke nicht immer auf aktuellen Bildern. Dann ist besser, eine Aufnahme aus früheren Zeiten auszuwählen. Für die Badezimmertür eignet sich am besten ein WC-Schild, für den Kühlschrank ein Bild von Lebensmitteln.

5. Nach Jahreszeiten dekorieren

Uhren und Kalender bieten zeitliche Orientierung. Außerdem kann man die Räume je nach Jahreszeit schmücken und auch das Essen entsprechend anpassen. So behält das Jahr seine Struktur.

irb/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.