Erstmals Leitlinien veröffentlicht Was die WHO zur Vorbeugung gegen Demenz empfiehlt

Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland sind demenzkrank - in den nächsten Jahren wird diese Zahl deutlich steigen. Die WHO hat nun erstmals Leitlinien zur Vorbeugung von Demenz vorgestellt.

Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung stärken auch unsere geistige Gesundheit
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Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung stärken auch unsere geistige Gesundheit


Wer sich mehr bewegt und mit dem Rauchen aufhört, kann damit auch einer Demenzerkrankung vorbeugen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zum ersten Mal entsprechende Leitlinien veröffentlicht und dabei auch auf einen Zusammenhang von Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck mit Demenz hingewiesen. Den Staaten und Akteuren im Gesundheitswesen rät die WHO, in diesen Bereichen gegenzusteuern.

Aktuell leben weltweit laut WHO rund 50 Millionen Menschen mit Alzheimer oder einer anderen

Demenzerkrankung

. In Deutschland sind circa 1,7 Millionen Menschen betroffen. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus schätzt, dass sich die Zahl in den kommenden 30 Jahren voraussichtlich verdreifachen wird. "Wir müssen alles tun, um unser Risiko für Demenz zu verringern," so der Wissenschaftler. Dafür gebe es eine einfache Formel: Was gut ist für das Herz, ist auch gut für das Hirn.

Keine Impfungen oder Heilmittel

"Ein körperlich aktiver Lebensstil ist verbunden mit der Gesundheit des Gehirns", heißt es auch in den neuen Leitlinien. Große Studien hätten gezeigt, dass körperlich aktive Menschen seltener Krankheiten wie Demenz und Alzheimer bekommen. "Physische Aktivität scheint einen vorteilhaften Einfluss auf die Struktur des Gehirns zu haben." Außerdem sei ausreichend Bewegung auch gut gegen Bluthochdruck - und der sei ebenfalls ein Risikofaktor für eine Demenzerkrankung.

Unter Demenz werden verschiedene Erkrankungsformen zusammengefasst, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit sehr stark zurückgeht. Die weitaus meisten Betroffenen haben Alzheimer. Erkrankte verlieren innerhalb von Jahren geistige Fähigkeiten und verändern sich in ihrer Persönlichkeit. Alzheimer führt in der Regel zu Hilflosigkeit und schwerster Bedürftigkeit - sowohl in psychischer als auch in körperlicher Hinsicht. Viele Betroffene erkennen ihre Angehörigen nicht mehr, manche werden aggressiv. Es gibt weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel gegen Alzheimer. Umso entscheidender ist die Vorbeugung der Krankheit.

Kognitives Training und Sport statt Nahrungsergänzungsmitteln

Die WHO empfiehlt neben viel Bewegung und Rauchverzicht auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur Prävention von Demenz. Auch kognitives Training für ältere Erwachsene könnte helfen. Genauso werden Maßnahmen gegen Übergewicht, vor allem im mittleren Alter, empfohlen sowie gegen gefährlichen und gesundheitsschädigenden Alkoholkonsum.

Keinen Nutzen sieht die WHO hingegen in der Einnahme von Vitamin B und E sowie anderer Nahrungsergänzungsmittel. Diese Mittel sollten nicht länger zur Demenzvorbeugung beworben werden dürfen, fordert die WHO.

Das größte Risiko zu erkranken, birgt jedoch weiterhin das Alter. Vor dem 65. Lebensjahr sind nur wenige betroffen, unter den 85- bis 89-Jährigen leidet nach Auskunft der Deutschen Alzheimer Gesellschaft jeder Vierte an Demenz.

Im Video: Diagnose Demenz - Der Kampf gegen das Vergessen

hle/dpa



insgesamt 42 Beiträge
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Seite 1
Susi Sorglos 14.05.2019
1. Mmpf....
Mich beschleicht da ein Verdacht: Interessanterweise werden in diesem Artikel nur wenige mögliche Auslöser geschildert. Wo sind denn bitte die Hinweise auf Zahnfleischbluten-Erreger (Die zu Alzheimer führen), Hinweise auf Fluor (der in Zahnpasta reingepanscht wird gegen Karies), Aluminiumsalze in Deos, die Brustkrebs und mehr auslösen können und ähnliche "Kollateral"-Probleme ?? Warum werden solche Topics ausgespart ? Sie können ja auch dem Leser Hinweise zur Vorsorge geben - aber das fehlt leider völlig.
joke71 14.05.2019
2. Und nicht zu vergessen...
Kondensstreifen von Flugzeugen und die Masernimpfung. Danke für Ihren Beitrag #1
fundador 14.05.2019
3. "Das größte Risiko zu erkranken, birgt jedoch weiterhin das Alter."
Und dann alles tun, um möglichst alt zu werden? Irgendwie widersprüchlich - besser rauchen, kiffen, saufen bis der Sensenmann kommt. Nur ein früher Tod schützt wirklich vor Demens!
new#head 14.05.2019
4.
Wen wundert es, dass mit einer Häufung zu rechnen ist. Wenn immer mehr Menschen 90 Jahre alt und älter werden steigt auch die Anzahl derer die unter einer Altersdemenz leiden.
abuyazid 14.05.2019
5. Beste Vorbeugung
Ist die Samarpan Meditation aus Navsari Indien. Indische Ärzte bestätigen gesundheitlich pos. Effekte der Samarpan Meditation. Auch an Englischen Schulen haben die Behörden grünes Licht gegeben für diese spezielle Meditation.
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