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06. November 2014, 15:06 Uhr

Ebola

Weltgesundheitsorganisation korrigiert die Fallzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation nennt in ihrem neuesten Report zur Lage in den Ebola-Ländern niedrigere Fallzahlen als in der Vorwoche. Die Krankheit breitet sich in Guinea, Sierra Leone und Liberia dennoch weiter aus.

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zahl der erfassten Ebola-Fälle leicht nach unten korrigiert. Insgesamt gibt es laut dem aktuellen Bericht 13.042 bestätigte oder mögliche Krankheitsfälle. Die Behörde revidierte am Mittwoch die Zahl der bestätigten Toten auf insgesamt 4818, nachdem sie am Freitag noch 4951 angegeben hatte.

Auch in der vergangenen Woche hatte sie die Zahlen nach unten korrigiert. Sie bekräftigte jedoch, dass die Dunkelziffer weiter deutlich über diesen Fallzahlen liegen dürfte.

Die WHO gibt an, dass sie ihre Datenquellen verändert hat und nun nur noch die von den Ländern angegebenen Fallzahlen als Grundlage nehmen. Darauf beruhe die Veränderung bei den genannten Zahlen. Die Organisation hatte schon früher betont, dass sie versuche, die Datenlage zu verbessern und es deshalb zu solchen Änderungen kommen könnte.

Nach Angaben der WHO scheint die Zahl der Neuerkrankungen in Guinea derzeit stabil zu sein, während sie in Sierra Leone weiter steigt und in Liberia sinkt. In allen drei Ländern sei die Krankheit weiterhin weit verbreitet.

In Guinea und Liberia gab es laut dem Bericht je rund 90 neue Ebola-Fälle in der vergangenen Woche. Sierra Leone meldete im gleichen Zeitraum 435 neue Fälle.

wbr/dpa/Reuters

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