Keine Viren mehr nachweisbar US-Kameramann hat Ebola überstanden

Nach der spanischen Krankenschwester hat nun auch der an Ebola erkrankte Kameramann des US-Fernsehsenders NBC die Infektion überstanden. Das Deutsche Rote Kreuz klagt derweil über fehlende Bewerber für den Kampf gegen die Seuche.

Wieder gesund: Kameramann Ashoka Mukpo bei seiner Einlieferung in die Klinik
AP

Wieder gesund: Kameramann Ashoka Mukpo bei seiner Einlieferung in die Klinik


New York/Berlin - Der mit Ebola infizierte Kameramann des US-Fernsehsenders NBC ist geheilt. Das Virus sei in seinem Blut nicht mehr feststellbar, er könne am Mittwoch die Klinik verlassen, teilte das Krankenhaus in Nebraska mit. "Zu viele haben nicht so viel Glück wie ich. Ich bin sehr froh, dass ich lebe", sagte Ashoka Mukpo. Er sei immer noch nicht sicher, wie er sich in Liberia mit dem Virus angesteckt habe, aber er bereue seine Reise nicht. Die Crew um die medizinische Korrespondentin Nancy Snyderman hatte aus Westafrika über die Ebola-Seuche berichtet.

Wenige Stunden zuvor hatten die Ärzte in Madrid die mit Ebola infizierte Krankenschwester für geheilt erklärt. Auch den beiden in Texas erkrankten Pflegerinnen gehe es mittlerweile besser, so die US-Gesundheitsbehörden.

Weil sich die beiden bei einem Patienten angesteckt haben, sind viele Amerikaner besorgt, dass US-Kliniken nicht gut genug auf Ebola vorbereitet seien. In New York haben deshalb Tausende Mitarbeiter des Gesundheitswesens, darunter Ärzte und Krankenschwestern, aber auch Reinigungskräfte und Hilfspersonal, ein Training für den Ebola-Ernstfall absolviert. "Was diese Krankheit vernichtet, sind Wissen, Training und gute Vorbereitung", sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

Am Mittwoch ist zudem der erste Arbeitstag für den neuen Ebola-Beauftragten der US-Regierung. Ron Klain, ehemaliger Stabschef von Vizepräsident Joe Biden, soll die Arbeit der Regierung und Gesundheitsbehörden koordinieren. US-Präsident Barack Obama will sich gleich am Mittwoch mit ihm treffen.

Gesundheitsversorgung "praktisch zusammengebrochen"

Das Deutsche Rote Kreuz sucht derweil für den Einsatz gegen die Ebola-Seuche in Westafrika weitere Freiwillige. Von 483 Bewerbern seien 196 grundsätzlich geeignet, darunter 82 Ärzte. "Das reicht aber bei Weitem nicht aus, um die Kliniken über Monate hinweg zu betreiben", sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der Tageszeitung "Die Welt". Das Personal solle alle vier Wochen ausgetauscht werden.

Die Verhältnisse vor Ort seien katastrophal, beklagte Seiters. Die Gesundheitsversorgung in Sierra Leone, Liberia und Guinea sei "praktisch zusammengebrochen". Er rief daher eindringlich zu Spenden auf: "Wir sind dringend auf Spenden angewiesen. Je mehr wir erhalten, desto mehr können wir auch helfen."

In Sierra Leone betreibt das DRK in der Provinzhauptstadt Kenema ein Behandlungszentrum, das von derzeit 20 auf bis zu hundert Betten erweitert werden soll. In der liberianischen Hauptstadt Monrovia wird das DRK mit Unterstützung der Bundeswehr ab Mitte November ein Behandlungszentrum übernehmen, das derzeit von der Weltgesundheitsorganisation umgebaut wird. Auch hier sollen bis zu hundert Ebola-Kranke versorgt werden.

Spenden für die Ebola-Krisengebiete
Ärzte der Welt e.V.

Stichwort: Ebola

Deutsche Kreditbank (DKB)

IBAN: DE06 1203 0000 1004 3336 60

BIC: BYLADEM1001

Internet: www.aerztederwelt.org

Ärzte ohne Grenzen e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de

Spenden bei Ärzte ohne Grenzen sind nicht zweckgebunden.

Cap Anamur

Stichwort: Ebola

Sparkasse KölnBonn

IBAN: DE85 3705 0198 0002 2222 22

BIC: COLSDE33

Internet: www.cap-anamur.org

Caritas international

Stichwort: Ebola-Hilfe

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33KRL

Internet: www.caritas-international.de

Deutsches Rotes Kreuz

Stichwort: Ebola

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.drk.de

Diakonie Katastrophenhilfe

Stichwort: Ebola

Ev. Darlehensgenossenschaft

IBAN: DE26 2106 0237 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EDG

Internet: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Don Bosco Mondo e.V.

Stichwort: Ebola

Pax-Bank eG

IBAN: DE10 3706 0193 3040 5060 70

BIC: GENODED1PAX

Internet: www.don-bosco-mondo.de

German Doctors e.V.

Stichwort: Ebola-Hilfe

Evangelische Bank

IBAN: DE12 5206 0410 0004 8888 80

BIC: GENODEF1EK1

Internet: www.german-doctors.de

humedica e.V.

Stichwort: Ebolahilfe

Sparkasse Kaufbeuren

IBAN: DE35 7345 0000 0000 0047 47

BIC: BYLADEM1KFB

Internet: www.humedica.org

I.S.A.R. Germany

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE25 3702 0500 0001 1825 00

BIC: BFSWDE33xxx

Internet: www.isar-germany.de

Misereor

Stichwort: Ebola Krise

Pax Bank Aachen

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10

BIC: GENODED1PAX

Internet: www.misereor.de

Oxfam Deutschland e.V.

Stichwort: EBOLA

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE60 3702 0500 0008 0905 01

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.oxfam.de

Plan International Deutschland e.V.

Stichwort: Ebola

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44

BIC: BFSWDE33HAN

Internet: www.plan-deutschland.de

Save the Children

Stichwort: Ebola-Nothilfe

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE92 1002 0500 0003 2929 12

BIC: BFSWDE33BER

Internet: www.savethechildren.de

SOS Kinderdorf

Stichwort: Ebola

Bankhaus Lampe

IBAN: DE84 4802 0151 0003 0200 02

BIC: LAMPDEDDXXX

Internet: www.sos-kinderdorf.de

Unicef

Stichwort: Ebola

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00

BIC: BFSWDE33XXX

Internet: www.unicef.de

Welthungerhilfe e.V.

Stichwort: Ebola-Epidemie

Sparkasse Köln/Bonn

IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15

BIC: COLSDE33

Internet: www.welthungerhilfe.de

World Vision Deutschland

Stichwort: Ebola

Evangelische Kreditgenossenschaft

BAN: DE91 5206 0410 0004 0007 81

BIC: GENODEF1EK1

Internet: www.worldvision.de

vet/dpa/AFP/AP

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eunegin 22.10.2014
1. Vertrauen? Können? Wollen?
Anders als die USA und Spanien hat Deutschland auch nicht die Fähigkeit, einen Helfer auszufliegen, falls es vor Ort schiefgeht. Deutschlands Markenzeichen ist ja leider oft die große Klappe und wenn es dann darauf ankommt, wird bemerkt, dass es am Können fehlt. Totgespart. In allen Bereich über viele Jahre. Anspruch und Wirklichkeit gehen auseinander. Schade.
dschungelmann 22.10.2014
2. Ich lese immer hundert oder so.....
Werden da nicht mindestens 3000 Betten eher 5000 gebraucht bis November?
von_scheifer 22.10.2014
3. Geschürte Hysterie
In Deutschand sterben jedes Jahr durchschnittlich 2.700 Menschen an viraler Wintergrippe. In ganz Westafrika sind in diesem Sommer 4.500 Menschen an dem Ebola-Fieber gestorben, dass dort fast jedes zweiten Sommer grassiert. Im Westen nichts Neues. Jetzt ist Herbst und diese Viruserkrankung hat offenbar nicht mehr die Bedingungen, um virulent zu werden. Die Seuche erstirbt in den Ländern. Wie nach den Sommern davor. Warum diese n i c h t hochansteckende Erkrankung so hochgekocht wird, konnte man gestern einem ZDF-Feature entnehmen, das der WHO Korruption und Mauscheleien mit der amerikanischen Pharmaindustrie vorwarf und belegte. Hinzu kommt die medizinische Hilfeindustrie, die ständig Krankheiten und Epidemien braucht, um publikumswirksam Spenden abkassieren zu können. Der Heilgenschein der Helfer ist längst den Geldscheinen der Spender gewichen.
tangoman 22.10.2014
4. im Regen stehen lassen
Mal ganz ehrlich, das einzige Fluggerät welches unsere BundesPRMinisterin zur Zeit zum Fliegen bringt, sid die Luftblasen, welche Sie permanent steigen läßt. Wenn ich, quasi von offizieller Stelle, bestätigt bekomme, dass die Bundeswehr, also der deutsche Staat, sich nicht in der Lage sieht, Helfer, welche sich beim Einsatz gegen Ebola infiziert haben, nach Hause zu bringen, dann müßte ich doch auf Drogen sein um mich zu diesem Himmelfahrtskommando zu melden. Erst großspurig um Mithilfe bitten und dann im Ernstfall die eigenen Leute in der Schei.... liegen lassen -> !!Nein Danke, Frau Ministerin!!
Lagenorhynchus 22.10.2014
5. Schutz?
Wenn weder Rücktransport infizierter Helfer noch ggf bewaffneter Schutz gegen mögliche Lynchmobs vor Ort gewährleistet sind, muss man sehr, sehr idealistisch sein, um sich für solche Himmelfahrtskommandos zu melden. Oder sehr naiv. Es gibt genug Menschen, die in den betroffenen Ländern das Gerücht verbreiten, Ebola werde durch westliche Mediziner gezielt verbreitet. Das kann - unabhängig von dem Virus selbst - schnell mal das Leben von ein paar Helfern kosten, wenn die sich nur mit Worten verteidigen können.
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