Gedächtnis-Coaching Ernährungstipps für geistige Fitness

Blaubeeren, Curry und Mini-Fastenzeiten: In dieser Woche können Sie einen Speiseplan ausprobieren, der ihrem Gehirn bei der Arbeit helfen soll.


SPIEGEL WISSEN hat ein zehnwöchiges Gedächtnis-Coaching entwickelt, mit dem Sie Ihre Merkfähigkeit im Alltag verbessern können. Dies ist der vierte Teil. Die anderen Teile finden Sie in den folgenden Wochen hier.

Olesia Shadrina/ iStockphoto/ Getty Images

Kann man mit dem richtigen Essen sein Gehirn unterstützen? Bis zu einem bestimmten Punkt geht das vermutlich schon. Denn manche Ernährungsgewohnheiten helfen möglicherweise, dass sich im Gehirn neue Nervenzellen bilden können und die vorhandenen Zellen besonders gut arbeiten. Neurowissenschaftler haben mittlerweile einige Nährstoffe gefunden, die dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen, beispielsweise sekundäre Pflanzenstoffe in Blaubeeren und Trauben sowie ungesättigte Fettsäuren in Pflanzenöl.

In dieser Woche geht es deshalb um die Frage, welche Lebensmittel und Gerichte Sie am besten auf Ihren Speiseplan setzen, wenn Sie Ihre Merkfähigkeit verbessern wollen. Sie bekommen wieder zwei Übungen zur Auswahl: Eine richtet sich an ernährungsbewusste Menschen, die nur noch ein paar Kniffe und Tricks für das optimale Gehirnfutter brauchen. Die zweite Übung ist für Schlemmer, denen zu viel Einschränkung beim Essen zuwider ist. Wählen Sie also aus, welche Aufgabe besser zu Ihnen und Ihren Essgewohnheiten passt.

Animation: Wie das Hirn uns täuscht

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Für Ernährungsbewusste: Diese Lebensmittel haben Experten zufolge eine positive Wirkung auf Gehirn und Gedächtnisleistung. Versuchen Sie, in dieser Woche mindestens an drei Tagen einen Speiseplan zusammenzustellen, der möglichst viele dieser Zutaten enthält.

  • Himbeeren, Heidelbeeren, blaue Trauben, Pflaumen, Äpfel
  • Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse
  • Petersilie, Kurkuma, Chili, Curry
  • Hering, Lachs, Makrele
  • Pflanzenöle wie Oliven- oder Traubenkern-Öl

Binden Sie in dieser Woche in Ihre Gerichte und Snacks ein paar dieser Zutaten ein. Sie können diese Art "Nahrungsergänzung" gern über das weitere Coaching und darüber hinaus beibehalten.

Für Schlemmer: Probieren Sie in den nächsten Tagen schlicht aus, ein paar Gerichte in den Speiseplan aufzunehmen, die zwar die Gedächtnisleistung verbessern könnten, aber auch sehr gut schmecken. Am besten Sie ersetzen damit ein paar Leibgerichte, die - in größeren Mengen genossen - der Merk- und Konzentrationsfähigkeit schaden. Einige Vorschläge:

  • Thai-Food mit Curry statt Currywurst im Imbiss
  • Gerichte nicht mit Butter, sondern mit Pflanzenöl anbraten
  • Salate mit Öl anmachen statt mit Mayonnaise
  • eher zum Italiener als ins Brauhaus
  • lieber Käse als Wurst
  • besser gebratenen Fisch essen als gebratenes Fleisch
  • Waldfrüchte zum Nachtisch
  • ein Glas Rotwein statt eines Glases Bier

Probieren Sie, an wenigstens drei Tagen in der Woche mit dieser Austauschliste ein paar Veränderungen vorzunehmen.

Extratipp: Hunger ist gut für die grauen Zellen. Wer es schafft, auf Snacks zwischendurch zu verzichten oder eine Mahlzeit am Tag wegzulassen, tut mit solchen "Mini-Fastenzeiten" vermutlich eine ganze Menge für die Gehirngesundheit. Wenn Ihnen das mehr zusagt oder leichter fällt als die Tipps oben: Probieren Sie es aus!

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