Homöopathie und Krankenkassen Zahlt ihr auch den Kneipenabend?

Sanft! Beliebt! Im Trend! Weil die Homöopathie das alles ist, zahlen viele Krankenkassen die Therapie, obwohl ihre Wirkung nicht belegt ist. Wir hätten da noch mehr Ideen.

Wenn der SPIEGEL über Homöopathie berichtet, hören wir oft von Lesern, wir sollten doch nicht so ein harsches Urteil fällen. Bei der Katze des Nachbarn hätten Globuli wahre Wunder vollbracht. Es stehe doch jedem frei, sich für die Behandlung seiner Wahl zu entscheiden. Und das Konzept der Homöopathie, dass Substanzen umso stärker wirken, je stärker man sie verdünnt (also bis in der Arznei kein einziges Molekül mehr auffindbar ist), sei überhaupt nicht unplausibel - wir seien nur zu engstirnig, es zu begreifen. Zauberwort: Wassergedächtnis!

An dieser Stelle folgt deshalb keine Kritik an der Homöopathie, sondern ein durch und durch konstruktiver Beitrag.

Viele gesetzliche Krankenversicherungen zahlen inzwischen auf freiwilliger Basis für homöopathische Behandlungen. Nicht etwa, weil sie von deren Wirksamkeit überzeugt sind, sondern weil die Methode nach Aussage der Kassen beliebt und verbreitet ist, sanft und im Trend und weil viele damit gute Erfahrungen gemacht haben und sie schätzen. Homöopathie sei für jeden geeignet, aufgrund der geringen Nebenwirkungen werde sie gern bei Kindern angewandt.

Davon ausgehend wünschen wir uns, dass die Krankenkassen künftig auch für Folgendes aufkommen.

(Warnhinweis: Die Bildergalerie kann Spuren von Ironie enthalten. Sollten Sie diese nicht vertragen, ist von der Durchsicht abzuraten.)

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Krankenkassen und Homöopathie: Wünsch dir was

Foto: Boris Roessler/ dpa
jme/wbr
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