Umfrage Fast jeder zweite Deutsche kennt seinen Impfstatus nicht

Tetanus? Glaub schon. Masern? Denke doch. Fast jeder zweite Deutsche weiß nicht, gegen welche Krankheiten er durch eine Impfung geschützt ist. Männer sind dabei noch deutlich ahnungsloser als Frauen, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Impfpass: Es ist sinnvoll, das Dokument regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen
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Impfpass: Es ist sinnvoll, das Dokument regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen


Allensbach - Häufig war es der Kinderarzt, der die letzte Spritze gesetzt hat. Wer dann nicht gerade verreist und sein gelbes Heftchen für Impfungen gegen Tropenkrankheiten herauskramen muss oder aus einem anderen Grund dazu gezwungen wird, kümmert sich oft kaum noch um die Immunisierung seines Körpers. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach.

43 Prozent der Bürger wissen nicht, gegen welche Krankheiten sie geschützt sind, ergab die am Freitag veröffentlichte Untersuchung mit insgesamt 1269 Personen. Frauen sind mit 64 Prozent besser informiert als Männer, von denen nur 49 Prozent wissen, wogegen sie noch wirksam geimpft sind. Schlecht wissen auch die Senioren Bescheid. Bei ihnen kennt nur jeder Zweite seinen Impfschutz.

Eltern nehmen Empfehlungen ernst

Nur gut die Hälfte der Bürger achtet der Umfrage zufolge auf eine regelmäßige Auffrischung. Am häufigsten wird noch auf die Erneuerung von Tetanusimpfungen (47 Prozent) geachtet, mit deutlichem Abstand gefolgt von den Grippeimpfungen (23 Prozent) und den Impfungen gegen Diphtherie (20 Prozent).

Geht es um die Impfungen ihrer Kindern, sind die Deutschen allerdings genauer. Die Mehrheit der Eltern mit Kindern unter 20 Jahren hat laut der Umfrage die Impfempfehlungen für ihren Nachwuchs ernst genommen. 74 Prozent der Betroffenen ließen demnach die Kinder im Babyalter gegen alles impfen, was zu dem Zeitpunkt empfohlen wurde. 16 Prozent ließen einige Impfungen aus, nur 0,4 Prozent haben alle Impfungen ausgelassen. Als Grund für den Impfverzicht nennen drei von vier Eltern die Angst vor zu großen Risiken und Nebenwirkungen.

irb/dpa

insgesamt 48 Beiträge
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peter_gurt 15.11.2013
1. Impfnotwendigkeit fragwürdig
Viele Impfungen sind absolut überflüssig und helfen nur der Pharmaindustrie. Von daher sollte man das Ganze kritisch betrachten.
eschuer 15.11.2013
2. Völlig überflüssig?
Dieser Meinung sind sie, bis ein Kind oder Enkelkind an den Spätfolgen von Masern stirbt. Dank Menschen wie Ihnen, die diese abstruse Meinung noch laut äußern, sterben Unschuldige bei denen eine Immunisierung nicht möglich ist.
TonyBliar 15.11.2013
3. Impfung ist ungleich Immunität
Warum macht man Leute glauben, daß Impfung nachweislich gegen spezifische Krankheiten sicher vorbeugt. Dies ist eine Annahme, die nicht evidenzbasiert ist.
middleearth 15.11.2013
4. Veralterte Impfung? Was soll ich tun?
Ich habe 4 deutliche Impfnarben au dem rechten Oberarm, herstammend aus den dreissiger Jahren des letzten Jahrhundert. Ja, Ja, ich weiss das ist lange her. Jedenfalls habe ich in all den vergangenen Jahren nur einmal den tetanus shot bekommen, - ich bin immer gesund geblieben un hoffe das es so noch bleibt fuer eine Weile.
macleth 15.11.2013
5. man sollte genau abwägen
Man muss sich nicht gegen jeden Schnupfen impfen. und wenn man sich gegen schlimmerer Krankheiten impfen lassen will, sollte man immer den Arzt auf die Inhaltsstoffe (Formaldehyd und Aluminiumverbindungen!) ansprechen. Sollte der nicht antworten wollen oder können: Finger weg! Viel Spaß bei dem Versuch, den Arzt eine schriftliche Erklärung abzuringen, dass er für Impfschäden haftet!
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