Enzephalitis-Ausbruch in Indien Mindestens 146 Kinder sterben an Gehirnentzündung

Im Nordosten Indiens häufen sich Fälle von Gehirnentzündungen. Mindestens 146 Kinder starben, die meisten von ihnen waren jünger als sieben Jahre.

Krankenhaus in Muzaffarpur
REUTERS

Krankenhaus in Muzaffarpur


Mindestens 146 Todesfälle in wenigen Wochen: Indien erlebt derzeit einen Ausbruch von Enzephalitis. Die meisten der Opfer im Bundesstaat Bihar im Nordosten des Landes waren jünger als sieben Jahre, teilte das zuständige Gesundheitsministerium mit. Demnach starben allein 129 Kinder in einem einzigen Krankenhaus im Bezirk Muzaffarpur.

Die Entzündung des Gehirns wird meist durch Viren verursacht, seltener durch Bakterien und Pilze.

Während der von Juni bis Oktober dauernden Regenzeit ist das Risiko einer Enzephalitis besonders hoch, weil es häufiger zu Infektionen kommt. Die Region in Indien war zuletzt 2013 von einem ähnlichen Ausbruch der Krankheit betroffen. Damals starben 350 Menschen, die meisten von ihnen Kinder.

Welche Faktoren den Ausbruch auslösen und wie sich die Kinder infiziert haben, ist noch unklar. Einige Ärzte sehen die Unterzuckerung mangelernährter Kinder als hauptsächliche Todesursache.

Die indische Regierung entsandte von Neu Delhi aus Spezialisten und zusätzliches medizinisches Personal nach Muzaffarpur und in Bihars Hauptstadt Patna, um den Ausbruch in den Griff zu bekommen. Von mehr als 600 Kindern mit Symptomen der Krankheit hätten nach einer Behandlung etwa die Hälfte das Krankenhaus wieder verlassen können, sagte Sanjay Kumar vom Gesundheitsministerium von Bihar.

koe/dpa

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