Medienbericht Spahn will Jugendliche vor Werbung für Schönheits-OPs schützen

Eine Botschaft an junge Menschen sollte laut dem Gesundheitsminister lauten: "Du bist ok, genauso wie du bist." Werbung für Schönheitsoperationen vermittle oft das Gegenteil - deshalb möchte Spahn sie offenbar verbieten.
Gesundheitsminister Spahn: Ein Verbot als "praktizierter Jugendschutz"

Gesundheitsminister Spahn: Ein Verbot als "praktizierter Jugendschutz"

Foto: Harald Tittel/ DPA

Werbung für Schönheitsoperationen, die sich "ausschließlich oder überwiegend" an Jugendliche richtet, sollte nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verboten werden. Ein solches Verbot wäre "praktizierter Jugendschutz", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel" .

"Das Signal unserer Gesellschaft an junge Menschen muss sein: Du bist ok, genauso wie du bist." Werbung für Schönheitsoperationen vermittle "zu oft eine andere, falsche Botschaft". Dadurch würden Jugendliche "unter Druck gesetzt, ihr Aussehen durch operative Eingriffe zu verändern".

Dem Bericht zufolge soll die Regelung als Änderungsantrag dem geplanten Masernschutzgesetz beigefügt und am Freitag vom Bundestag in erster Lesung mitbehandelt werden.

Jeder operative Eingriff berge Gefahren für die Gesundheit, heißt es laut dem "Tagesspiegel"-Bericht in Spahns Änderungsantrag. "Gerade die Altersgruppe der Jugendlichen, die sehr empfänglich für Themen wie Schönheitsideal und Aussehen sind", solle daher vor entsprechender Werbung geschützt werden. Das Verbot solle auch für Werbung in sozialen Netzwerken gelten.

aar/dpa
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