Kindergesundheit So wird die KiGGS-Studie durchgeführt

Fast 18.000 Kinder und Jugendliche wurden in der KiGGS-Studie schon vor Jahren untersucht, jetzt liefern weitere Befragungswellen neue Ergebnisse: Lesen Sie hier, wie die Daten der Gesundheitsstudie erhoben werden.

Bewegen sich unsere Kinder genug oder hocken sie zu viel vor dem Tablet? Wie viele Babys werden gestillt, nehmen Allergien bei Kindern zu und haben tatsächlich immer mehr Heranwachsende ADHS? Die aktuellen Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS)  geben Antworten auf diese Fragen. So wurden die Daten gesammelt und kontinuierlich erweitert:

Basiserhebung: KiGGS ist eine Langzeitstudie. Sie liefert wiederholt bundesweit repräsentative Daten zur Gesundheit der unter 18-Jährigen in Deutschland. Dies ermöglicht über die Jahre "Längsschnitt-Analysen", die für die Ursachenanalyse von Erkrankungen wichtig sind. Die erste Analyse fand von 2003 bis 2006 statt. Damals wurden fast 18.000 Teilnehmer zwischen 0 und 17 Jahren von Ärzten an 167 Orten in Deutschland untersucht.

KiGGS-Welle 1: Diese wurde als telefonische Befragung der Eltern und ab elf Jahren auch der Kinder zwischen 2009 und 2012 durchgeführt. Insgesamt haben in 167 Städten und Gemeinden 12.368 Mädchen und Jungen mit ihren Eltern teilgenommen. Erste KiGGS-Daten hatte das RKI Ende 2013 in einer Teilnehmerbroschüre  veröffentlicht. Neben den mehr als 12.000 Mädchen und Jungen wurden auch 4000 junge Frauen und Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren befragt, die aus der ersten KiGGS-Studie "herausgewachsen" sind.

KiGGS-Welle 2: Die Mitglieder der KiGGS-Kohorte - inzwischen Jugendliche und junge Erwachsene - wurden von 2014 bis 2017 erneut befragt. Zusätzlich wurde eine neue Stichprobe von rund 15.000 Teilnehmern im Alter von 0 bis 17 Jahren ausgewählt und gemeinsam mit den Eltern befragt und zum Teil medizinisch untersucht.

KiGGS ist Teil des Gesundheitsmonitorings, mit dem das RKI als nationales Public Health Institut kontinuierlich Daten zur Gesundheit der Bevölkerung erhebt.

Quelle: Robert Koch-Institut
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