Kreuzfahrtschiff Norovirus befällt mehr als 160 Passagiere

Erneut haben Noroviren vielen Menschen eine Kreuzfahrt verdorben. Bei rund 160 Passagieren und elf Crew-Mitgliedern der "Caribbean Princess" sorgte das Virus für Magen-Darm-Probleme. Die Reise wurde abgebrochen - angeblich wegen schlechter Witterung.

La Porte (Texas): Ein Passagier verlässt die "Caribbean Princess"
AP/dpa

La Porte (Texas): Ein Passagier verlässt die "Caribbean Princess"


Houston - Auf dem Kreuzfahrtschiff "Caribbean Princess" haben sich zahlreiche Passagiere mit einem Norovirus angesteckt. Der Luxusdampfer kehrte früher als geplant in den Hafen bei Houston (US-Bundesstaat Texas) zurück. Eine Sprecherin der Reederei sagte dem Fernsehsender CBS, die Reise sei nicht wegen des Virus vorzeitig beendet worden, wie einige US-Medien berichteten, sondern wegen schlechter Wetterverhältnisse.

Nach Angaben der zuständigen Behörde vom Freitag steckten sich 162 der rund 3100 Passagiere mit dem Virus an. Außerdem hätten sich elf der knapp 1150 Crew-Mitglieder krankgemeldet. Die vom Erreger verursachte Magen-Darm-Erkrankung äußert sich vor allem in Brechreiz und Durchfall. Das Kreuzfahrtschiff der Linie Princess Cruise Lines war eine knapp Woche in der Karibik lang unterwegs und sollte erst am Samstag wieder den Hafen ansteuern. Stattdessen kam es bereits am Donnerstag (Ortszeit) an.

Zweiter Ausbruch innerhalb einer Woche

Erst Anfang vergangener Woche hatte ein Schiff der Linie "Royal Caribean" früher als geplant seine Reise beendet, nachdem fast 700 Passagiere und Crew-Mitglieder erkrankt waren. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag bestätigte, handelte es sich auch dabei um Norovirus. Dies hätten Labor-Untersuchungen ergeben. Bei dem Vorfall auf dem Schiff habe es sich um "einen der größten Norovirus-Ausbrüche der vergangenen 20 Jahre" gehandelt.

Die 15-deckige "Explorer of the Seas" war am Dienstag der Vorwoche in Cape Liberty im US-Bundesstaat New Jersey gestartet. Als das Schiff schließlich im Hafen von St. Thomas, einer der amerikanischen Jungferninseln, festmachte, wurden die Passagiere umgehend von CDC-Mitarbeitern untersucht.

Norovirus: "Der perfekte Erreger"

che/dpa



insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
Europa! 01.02.2014
1. Bravo!
Zitat von sysopAP/dpaErneut haben Noroviren vielen Menschen eine Kreuzfahrt verdorben. Bei rund 160 Passagieren und 11 Crew-Mitgliedern der "Caribbean Princess" sorgte das Virus für Magendarm-Probleme. Die Reise wurde abgebrochen - angeblich wegen schlechter Witterung. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kreuzfahrtschiff-norovirus-befaellt-mehr-als-160-passagiere-a-950543.html
Der Norovirus lebe hoch! Er schützt die Umwelt und die Rentenkassen.
justanotherreader 01.02.2014
2. Gerissen,
die Reise wegen "der Witterung" zu beenden. So ist es höhere Gewalt und Regressansprüche aller nicht Betroffenen laufen in's Leere.
mundusvultdecipi 01.02.2014
3. Na,ja..
Zitat von Europa!Der Norovirus lebe hoch! Er schützt die Umwelt und die Rentenkassen.
..in 20 Jahren gibt es eh keine Kreuzfahrten mehr.Mit 690,- EURO Sozialrente gibt es keine Buchungen mehr und wir können die Pötte verschrotten..;-)
note4shape 01.02.2014
4.
Da Kreuzfahrtschiffe zwischen den Reisen immer kurzer im Hafen liegen (das kostet ja nur Geld), muessen die Sklaven (sorry, Crew) das ganze Schiff fuer die naechste Ladung von 4000 Gaesten bereit machen. Ideale Bedingungen dafuer, es mit Hygiene nicht genau nehmen zu duerfen, denn der Umsatz ist fuer die Cruiseline wichtiger sls de Gesundheit der Passagiere. So ist das im Kapitalismus. Noch Fragen?
schlegel2011 01.02.2014
5. Noroviren - es kriegt sie doch nicht jeder
Anstelle der jeweils Betroffenen würde ich kräftig natürliche Mineralien zu mir nehmen, um "die Maschine Körper" in einen guten Zustand zu versetzen. Man wechselt am Auto doch auch das Öl, schmiert die Teile des Motors, nimmt gutes Benzin etc. - Bloss der menschliche Körper soll ewig zufrieden damit sein, was man ihm verabreicht "weils schmeckt". Bei einem guten/hinreichenden Mineralienspiegel bekommt man weder Erkältungen, noch Grippen, Rotznasen, Mittelohrentzündungen, MDGs (Magen-Darm-Grippen). - Die vielen Mitreisenden ohne MDG sind doch der Beweis dafür.
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