Berlin Erste Anzeichen für Abklingen des Masernausbruchs

Mehr als 1100 Menschen in Berlin sind in den vergangenen Monaten an Masern erkrankt. Nun scheint der Ausbruch langsam abzuebben.

Impfpass: Eigentlich sollten die Masern 2010 in Europa ausgerottet sein - das Ziel wurde verfehlt
DPA

Impfpass: Eigentlich sollten die Masern 2010 in Europa ausgerottet sein - das Ziel wurde verfehlt


Die Zahl registrierter Masernfälle in Berlin ist seit Mitte April langsamer angestiegen. In der 16. Meldewoche sei mit 36 Fällen die geringste Zahl an Neuerkrankungen in diesem Jahr übermittelt worden, heißt es im Wochenbericht des Landesamts für Gesundheit und Soziales. Die Werte schwankten allerdings, ob sich die Epidemie tatsächlich abschwäche, müssten die nächsten Wochen zeigen. Bis Dienstag wurden dem Landesamt 1157 Fälle seit Beginn des Ausbruchs Ende 2014 gemeldet.

Betroffen sind vor allem Erwachsene. Zusätzlich trafen die Masern vor allem Kinder im ersten Lebensjahr, bei denen größtenteils noch kein Impfschutz vorliegen kann.

Bei einem Großteil der Erkrankten sei der Impfstatus bekannt, heißt es in dem Bericht. 86 Prozent der Betroffenen waren demnach nicht gegen die Masern geimpft.

Rund ein Viertel der Masernkranken mussten laut dem Bericht im Krankenhaus behandelt werden. In zehn Fällen gab es laut Behörde Komplikationen in Form einer Mittelohr- oder Lungenentzündung. Ein Kleinkind war im Februar infolge einer Masernerkrankung verstorben.

wbr/dpa

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