Nasenspülung Süchtigmachende Salzwasserspülung

Dank Nasendusche soll man besser riechen können, Allergiker werden dank der Spülung weniger von Pollen geplagt. Lesen Sie, wie man richtig nasenduscht - und warum nur Salzwasser geeignet ist.

Wer darf Nasenduschen?

Jeder. Experten empfehlen sie vorbehaltlos als sinnvolle Maßnahme, um zähflüssigen Schleim, Dreck, Pollen und Krankheitserreger wegzuspülen. Allerdings ist die Akzeptanz von Nasenduschen bei Patienten sehr unterschiedlich. Nicht wenige finden sie abstoßend. Andere werden regelrecht süchtig danach.

Wann hilft eine Nasendusche?

Pollenallergiker können in den Hauptbelastungszeiten mit regelmäßigen Nasenduschen die Allergenbelastung senken und sich so Linderung verschaffen. Ebenso wurde in großen Studien erwiesen, dass regelmäßiges Nasenduschen bei chronischer Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen eine gewisse Linderung bringt.  

Bei Erkältung mit verstopften Nebenhöhlen kann Nasenduschen Symptome mindern. Bei stark verschleimten Nebenhöhlen kann es allerdings passieren, dass die Spülflüssigkeit nicht richtig abfließen kann. Das ist nicht schlimm, kann aber unangenehm sein. Hier hilft es übrigens nichts, vorher ein schleimhautabschwellendes Nasenspray zu verwenden, weil es die Nebenhöhlen nicht öffnet.

Beugt eine Nasendusche Infektionen vor?

Ob sich gesunde Menschen mit einer täglichen Nasendusche vor Infektionen schützen können, ist nicht untersucht. 2009 machte der US-Allergologe Talal Nsouli an Patienten mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung zwei Studien, die sogar einen nachteiligen Effekt täglichen Nasenduschens zeigten. Allerdings wurden die Studien nicht in einem Fachmagazin publiziert und die Zahl der Probanden war klein - ihre Aussagekraft ist somit gering.

In der ersten Studie spülten 68 Personen mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung zunächst zwölf Monate lang täglich zweimal die Nase. In den darauffolgenden zwölf Monaten verzichteten sie auf Nasenduschen. Im zweiten Jahr sank die Entzündungsrate gegenüber dem ersten Jahr um 63 Prozent. In einer weiteren Studie, in der 24 Personen zwölf Monate lang täglich die Nase mit Salzlösung spülten, waren Infektionen der Nasennebenhöhle ebenfalls häufiger als in einer Kontrollgruppe, und zwar um 50 Prozent.

Deutsche Lungenärzte raten daher von täglichen Nasenduschen ab und empfehlen sie nur bei akuten Infekten für maximal eine Woche .

Mit welcher Lösung soll man spülen?

Man sollte immer lauwarmes Wasser zum Nasenduschen nehmen, in dem man Salz aus einem für diesen Zweck abgepackten Salztütchen aufgelöst hat. Es ist wichtig, dass die Salzlösung leicht hyperton ist. Kaltes Wasser ohne Salz reizt die Schleimhäute und führt auf Dauer zu Veränderungen der Schleimhäute.

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