Ein Friseur in Paris zeigt seine neue Arbeitskleidung
Ein Friseur in Paris zeigt seine neue Arbeitskleidung
Foto: FRANCK FIFE/ AFP

Maskenpflicht So beschlägt die Brille nicht

Wenn beim Einkaufen der Durchblick fehlt, weil auf den Brillengläsern ein dichter Dunst liegt, wird die Maskenpflicht zum Ärgernis. Was helfen kann, damit die Brille nicht beschlägt.

Die Maskenpflicht bringt ein paar Herausforderungen mit sich. Besonders Brillenträger bringt das neue Accessoire manchmal zum Verzweifeln, weil die Gläser ständig beschlagen. Die Erklärung dafür ist einfach: Feuchtigkeit aus der Atemluft kondensiert an den Gläsern. Um das Beschlagen zu verhindern, muss man also dafür sorgen, dass die Atemluft beim Ausatmen nicht den Weg unter den Brillengläsern hindurch nimmt - oder die Gläser behandeln, damit sie nicht so schnell beschlagen.

Die erste Empfehlung ist deshalb: Die Maske sollte am oberen Rand möglichst eng anliegen. Dies gelingt am besten, wenn der Mund-Nasen-Schutz einen Metallbügel in der oberen Naht hat, mit dem man die Maske an die Nasenform anpassen kann. Die Brille selbst kann zudem helfen, wenn sie über der Maske aufsitzt und diese zusätzlich ans Gesicht drückt. Bei einer selbst hergestellten Maske kann zum Beispiel eine aufgebogene Büroklammer eingenäht werden.

Möglich ist auch, die Maske mit etwas Tape festzukleben. Dabei bitte nur Klebestreifen verwenden, die auf Haut benutzt werden dürfen - der Mund-Nasen-Schutz soll ja auch wieder abgenommen werden!

Optiker haben aktuell einen weiteren Tipp : ein der Länge nach gefaltetes Taschentuch, das horizontal auf den Nasenrücken gelegt und dann von der Maske verdeckt wird.

Das Problem mit den beschlagenen Gläsern existiert natürlich schon viel länger als die Maskenpflicht, schließlich finden sich unter dem medizinischen Personal auch Brillenträger. In verschiedenen Fachblättern haben Ärzte bereits folgende Methoden vorgestellt, die helfen sollen, mit Brille und Maske den Durchblick zu behalten.

  • 2011 empfahlen  zwei britische Mediziner, direkt vorm Aufsetzen der Maske die Brillengläser mit Seifenwasser zu waschen, an der Luft zu trocknen und mit einem weichen Tuch abzuwischen. Das soll das Beschlagen verhindern. Allerdings sollten Sie im Zweifel beim Optiker nachfragen, ob Ihre Brillengläser das Seifenbad vertragen. Eine Alternative zum Seifenwasser kann ein Anti-Beschlag-Spray sein - auch hier ist es wichtig, ein Produkt zu nehmen, das der Brille nicht schadet.

  • 2014 stellten Ärzte eine andere Tragetechnik für OP-Masken vor, die mit langen Bändern am Hinterkopf befestigt werden. Sie banden einfach das untere Band der Maske weit oben am Kopf fest, das obere dagegen unten (siehe Fotos ). Das Ergebnis: Die Maske liegt an der Nase und unter den Augen eng an, dafür entsteht an der Seite eine kleine Öffnung. Mit dem Mund-Nasen-Schutz, der lediglich hinter den Ohren befestigt wird, lässt sich diese Technik allerdings nicht kopieren.

Und zuletzt eine Idee, die die meisten Brillenträger vermutlich schon hatten: Falls das alles nicht funktioniert, kann man - falls keine anderen Gründe dagegensprechen - auf Kontaktlinsen ausweichen.

wbr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.