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10. Dezember 2017, 08:40 Uhr

Uniklinik Magdeburg

Patienten wachten zu früh aus Vollnarkose auf

An der Uniklinik Magdeburg sind einem Bericht zufolge Erwachsene im OP aufgewacht. Es gab demnach auch Vorfälle mit Kindern.

Die Ursache für die Vorfälle ist trotz monatelanger Untersuchungen noch nicht geklärt: Im Universitätsklinikum Magdeburg gab es in kurzer Zeit mehrere Fälle, bei denen Patienten im OP aus der Vollnarkose erwacht sind, berichtet die "Bild am Sonntag". Wie die Klinik auf Anfrage der Zeitung bestätigte, gab es bei einer "einstelligen Zahl von erwachsenen Patienten" Probleme mit dem Narkotikum Propofol. Auch bei Kindern habe man Bewegungen während einer Vollnarkose festgestellt.

Die Vorfälle liegen bereits mehr als ein Jahr zurück. Der Ärztliche Direktor Jan Hülsemann betont, dass sich damals kein Patient beschwert habe. Zudem seien Korrekturen bei der Dosierung von Propofol normal.

Das Klinikum wandte sich damals dennoch an den Hersteller des Medikaments B. Braun Melsungen. Ein Firmensprecher erklärte auf Anfrage der Zeitung: "B. Braun wurde seinerzeit darüber informiert, dass Patienten bei der Gabe von Propofol aufwachten. Wir haben daraufhin die Chargendokumentation überprüft und keine Auffälligkeiten festgestellt."

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