Impfstatus prüfen USA und Irland melden Mumps-Ausbrüche

Wer Reisen oder längere Aufenthalte in den USA oder Irland plant, sollte seinen Impfschutz gegen Mumps prüfen, warnen Ärzte. Gerade junge Menschen seien gefährdet.

Die MMR-Schutzimpfung umfasst eine Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln
Lukas Schulze/dpa

Die MMR-Schutzimpfung umfasst eine Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln


In den USA melden derzeit mehrere Universitäten Mumps-Ausbrüche. Betroffen sind Hochschulen in den Bundesstaaten Florida, Pennsylvania, Indiana und Texas. Landesweit gibt es zurzeit rund 1300 Fälle. Ähnlich groß ist die Zahl der Mumps-Erkrankungen in Irland, bereits jetzt zählt das Land damit doppelt so viele Fälle wie im gesamten vergangenen Jahr.

Vor Reisen nach Irland und in die USA lohnt sich daher ein Blick in den Impfpass, empfiehlt das Centrum für Reisemedizin (CRM). Das gelte insbesondere für Austauschschüler und -studenten.

Der Grund für die Ausbrüche ist unklar. Mumps-Viren werden vor allem durch Tröpfcheninfektionen und direkten Speichelkontakt beispielsweise beim Küssen weitergegeben. Auch Gegenstände, die mit Speichel in Berührung kommen, können die Krankheit übertragen. Als mögliche Infektionsherde an den US-Unis gelten deshalb auch gemeinsam genutzte Wasserflaschen und anderes Geschirr.

MMR-Schutzimpfung

Der Schutz vor Mumps gehört zur MMR-Schutzimpfung. Sie ist Teil des von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Standard-Impfprogramms. Kinder bekommen die MMR-Impfung in der Regel mit zehn Monaten und dann noch einmal vier bis zwölf Monate später. Jugendliche oder Erwachsene, die die Impfung verpasst haben, können diese nachholen. In knapp neun von zehn Fällen schützt eine Mumps-Impfung vor einer Infektion. Bricht die Krankheit trotz Immunisierung aus, verläuft diese meist leichter als bei Nicht-Geimpften.

Typisch für Mumps ist eine meist doppelseitige entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse, meist in Kombination mit weiteren Symptomen wie Fieber. Je älter Patienten bei der Ansteckung sind, desto höher ist das Risiko für Komplikationen. Dazu gehören Entzündungen der Hirnhaut sowie von Hoden oder Eierstöcken. In seltenen Fällen können Männer durch die Erkrankung unfruchtbar werden.

koe/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.