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08. August 2014, 09:27 Uhr

Epidemie

WHO erklärt Ebola zum internationalen Gesundheitsnotfall

Mehr als 900 Tote, 1700 Infizierte: Der Ebola-Ausbruch in Westafrika ist noch immer außer Kontrolle. Jetzt schlägt die Weltgesundheitsorganisation Alarm und erklärt die Epidemie zum internationalen Gesundheitsnotfall.

Genf - Seuchenexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die Ebola-Epidemie als internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft. Das teilte die WHO am Freitag in Genf mit. Damit kann die Organisation jetzt weltweit Vorschriften zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs erlassen.

Das Ebola-Virus hat sich seit Anfang des Jahres von Guinea nach Sierra Leone und Liberia ausgebreitet, auch in Nigeria gibt es Infizierte. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben in Westafrika bisher 932 Menschen an dem aggressiven Erreger. Mehr als 1700 Menschen haben sich infiziert.

Der Ausschuss schlägt Maßnahmen vor, die jene Staaten, in denen sich Ebola ausbreitet, umsetzen müssen. Darunter sind unter anderem diese Aktionen:

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan gab bekannt, dass sie die Empfehlungen des Notfall-Komitees vollständig angenommen hat und damit als weltweit völkerrechtlich verbindliche Gesundheitsvorschriften in Kraft setzt.

Derzeit hält das Notfall-Komitee keine weltweiten Verbote im Reiseverkehr für nötig. Reisende müssen aber über die Ebola-Lage sowie Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung informiert werden, heißt es in den WHO-Empfehlungen. Ebola-Patienten sollen demnach nur in Ausnahmefällen reisen dürfen, wenn eine medizinische Behandlung vor Ort nicht hinreichend möglich ist.

Zuletzt hatte die WHO das Wiederkehren der Kinderlähmung (Polio) in mehreren Staaten als internationalen Gesundheitsnotfall (englisch: Public Health Emergency of International Concern, kurz PHEIC) eingestuft.

wbr/dpa

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