Aqua Jumping Trampolin unter Wasser

Mehr Sport zu treiben, ist einer der häufigsten Vorsätze fürs neue Jahr. Es muss ja nicht immer Joggen sein. SPIEGEL ONLINE stellt zum Jahreswechsel ein paar exotische Sportarten vor. Diesmal: Aqua Jumping.

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Worum geht es?

Es mutet ein bisschen kurios an: Fürs Aqua Jumping versenken Turner Trampoline im Schwimmbecken. Die Geräte gehen unter und bleiben durch Saugnäpfe am Boden. Die Sportler springen hinterher und beginnen mit dem Hüpfen. Kopf und Schulterpartie bleiben dabei über Wasser.

Ein Trainer am Beckenrand macht Sprünge vor, meist zu Popmusik. Die Teilnehmer versuchen, unter Wasser nachzuspringen. Das ist gar nicht so einfach, denn das Wasser hält dagegen. Aqua Jumping ist nicht der einzige Sporttrend, Schwimmbäder bieten unter anderem Fahrradfahren oder Gymnastik im Wasser an.

Für wen soll das gut sein?

Trampolinspringen und Fitnessübungen unter Wasser sind eigentlich für jeden geeignet. "Die Übungen trainieren sowohl die Muskeln als auch die Ausdauer", erklärt der Hamburger Aquafitnesstrainer Rob Nelson. Das Wasser federt die Bewegungen ab, dadurch werden die Gelenke geschont, ideal für Menschen mit Übergewicht. Durch die Bewegung im Wasser werden ordentlich Kalorien verbrannt, das hilft beim Abnehmen. Auch wer nach einer Verletzung wieder fit werden will, ist im Wasser gut aufgehoben.

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Aqua Jumping: Trampolin versenken

Was kostet das?

Noch steht Aqua Jumping nicht in allen Schwimmbädern auf dem Kursplan, aber Fitnesskurse im Wasser gibt es fast überall. Für einen 45-Minuten-Kurs werden meist um die zehn Euro fällig. Wer mitmachen will, sollte sich vorher anmelden. Meist geht ein Kurs über mehrere Wochen. In bestimmten Fällen übernehmen Krankenkassen die Kosten.

Aqua-Jumping-Kurse sind die günstigste Variante. Die teure Alternative: ein eigenes Trampolin, das wassertauglich ist. Doch so ein Profigerät kostet schnell um die tausend Euro. Es muss besonders schwer sein, Saugnäpfe zum Festhalten haben und resistent gegen Chlor sein. Zudem verbieten die meisten Schwimmbäder ihren Besuchern, ihr eigenes Trampolin ins Schwimmbecken zu werfen und zu springen, während andere schwimmen.

Was macht daran Spaß?

Auch unter Wasser setzt das kribbelnde Schwebegefühl beim Springen ein. Die Geschwindigkeit ist durch den Widerstand des Wassers gedrosselt - dadurch kann man auch nicht so schnell runterfallen. Die Bewegung zur Musik verleiht dem Aqua Jumping etwas Tänzerisches.

Wer die Schritte noch nicht perfekt beherrscht, muss keine mitleidigen Blicke fürchten: Weil das Wasser bis zur Schulter reicht, fällt ein Bein, das sich nicht im Rhythmus bewegt, kaum auf.

Außerdem trainieren die Turner in der Gruppe. "Das macht vielen besonders Spaß und wenn es mal richtig anstrengend wird, kann man sich gemeinsam durchkämpfen", sagt Trainer Nelson. Nach dem Trampolinspringen unter Wasser fühlt man sich zudem angenehm erschöpft.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Wasserdruck verhindert in den meisten Fällen den Muskelkater. Was aber nicht heißen soll, dass das Training nicht effektiv ist, betont Nelson. Und wer nach kurzer Zeit schon aufgeben will, dem rät er: "Durchhalten! Die größten Erfolge spürt man erst nach drei Monaten."

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
ra_lf 30.12.2016
1. Oh bitte!
Plastik, Plastik und noch mehr Plastik! Es geht doch bei diesen ganzen Fitness Trends ausschließlich darum, irgendwelchen sinnlosen Krempel zu verkaufen, den Müll von morgen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich zu bewegen, ohne dafür extra Equipment einzusetzen. Außerdem: Wie wäre es, die ganze Energie vielleicht sinnvoller zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen? Es gibt genug Menschen, die Hilfe benötigen. Da kann sich der unausgelastete Schreibtischhocker richtig auspowern.
noalk 30.12.2016
2. Ich bevorzuge Luftschwimmen
Das beansprucht den ganzen Körper. Und geht in allen 4 Stilarten.
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