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Lebensmittelampel: So würden verschiedene Lebensmittel abschneiden

Foto: foodwatch

Lebensmittelkennzeichnung Grünes Hähnchen, rotes Schwein

Zucker, Salz, Fett - Foodwatch hat bei 24 Produkten ermittelt, welche Lebensmittelampel sie tragen müssten. Die größten Unterschiede gab es beim Grillfleisch.

Wie gesund ist mein Essen? Die Antwort darauf könnte in Zukunft der Nutri-Score geben. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat bei 24 im Sommer beliebten Lebensmitteln ermittelt, wie sie abschneiden würden. Das Ergebnis zeigt, dass zum Teil innerhalb derselben Produktgruppe große Unterschiede existieren.

Besonders groß war die Spannbreite bei Grillfleisch: Während marinierte Hähnchenmedaillon-Spieße von Aldi eine grüne Bewertung erhielten, schnitten fettig-salzige Schweinefleisch-Grillfackeln mit der schlechtesten Note ab - einem roten E.

Auch bei veganen Burger-Bratlingen unterschied sich die Bewertung. Beyond Meat erhielt unter anderem aufgrund seiner vielen Kalorien nur ein gelbes C. Der Incredible Burger von Nestlé hingegen schnitt mit einem grünen A ab, die veganen Mühlenfilets Typ Hähnchen von Rügenwalder Mühle bekam ein hellgrünes B.

Die detaillierten Ergebnisse - von Soßen über Eis bis Limonaden - finden Sie in der Fotostrecke:

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Lebensmittelampel: So würden verschiedene Lebensmittel abschneiden

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Der Nutri-Score stammt von französischen Forschern, er bewertet Lebensmittel auf einer Skala von A (grün, am gesündesten ) bis E (rot, am ungesündesten). Bei der Bewertung fließt nicht nur der Gehalt an tendenziell ungünstigen Bestandteilen wie gesättigten Fettsäuren, Zucker oder Salz mit ein. Es wird auch berücksichtigt, wie viele gesunde Zutaten und Inhaltstoffe in dem Lebensmittel stecken, darunter fallen etwa Ballaststoffe, Proteine, Obst oder Gemüse.

Frankreich und Belgien nutzen den Nutri-Score bereits, Spanien und die Schweiz wollen ihn ebenfalls einführen. In Deutschland hingegen verschleppt das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung unter Julia Klöckner (CDU) bislang die Einführung einer Lebensmittelampel. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag eigentlich dazu verpflichtet, bis zum Sommer eine Nährwertkennzeichnung auf den Weg zu bringen.

Aktuell schreibt eine EU-Verordnung lediglich vor, auf der Verpackung den Lebensmitteln den Gehalt an Kalorien, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz anzugeben. Foodwatch setzt sich schon seit Langem für die Einführungen einer zusätzlichen Lebensmittelampel ein. Ziel ist, Verbraucher besser über den Nährwert verschiedener Lebensmittel zu informieren.

irb/hle
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