Achilles' Ferse Sieben Sportarten für den Sommer

Frisbee, Schwimmen und Radfahren kennt jeder - warum im Urlaub nicht mal was Neues ausprobieren? Sieben Möglichkeiten, sich im Sommer fit zu halten.
Ultimate Frisbee-Spieler Zev Fishman

Ultimate Frisbee-Spieler Zev Fishman

Foto: Hannah Peters/ Getty Images

1. Für Verspielte: Frisbee-Golf

Was ist das?

Sich eine runde Plastikscheibe zuwerfen ist nett, aber etwas abgedroschen. Heute spielt man Frisbee-Golf. Es gilt das Golfprinzip: Das Frisbee muss mit so wenig Würfen wie möglich Objekte (eine leere Mülltonne, die Kühltruhe, ein Baum; der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt) in einem selbstkonzipierten Kurs treffen.

Das Spiel ist übrigens auch mit einem Fußball möglich. Wem das immer noch zu langweilig ist, für den gibts Ultimate Frisbee. Hier stehen sich zwei Teams gegenüber und müssen die Frisbeescheibe in die gegnerische Endzone werfen und tragen .

Was ist daran toll?

Frisbee-Golf geht überall. Zu jeder Zeit. Ob am Strand, im Park oder im Garten: Außer dem Frisbee und der Golfloch-Ersatzgegenstände braucht man nur flinke Finger. Ob zu zweit oder in der Gruppe, entspannter Spaß ist vorprogrammiert. Und Frisbeespielen ist darüber hinaus ein gutes Balance- und Herz-Kreislauf-Training und beansprucht Arme und Beine.

Worauf muss ich achten?

Die Spielfläche sollte frei sein von Personen und Schlaglöchern. Und bekommt man das Frisbee zugeworfen, sollte man mit den Händen zupacken, bevor der Kopf es stoppt.


2. Für Wasserratten: Wasserball

Was ist das?

Schwimmen kann jeder  und es wird auf Dauer langweilig. Wasserball macht Spaß und fordert den Körper so richtig: Zwei Mannschaften versuchen im Pool, einen Ball im Tor des gegnerischen Teams unterzubringen. Man muss sich clever freischwimmen, im richtigen Moment passen - und kraftvoll aus dem Wasser werfen können.

Was ist daran toll?

Nichts kühlt im Sommer so sehr wie ein Sprung in den Pool. Dazu beansprucht man auch noch den kompletten Körper und schont die Gelenke. Wasserball setzt noch eine Schippe drauf und trainiert Arm-, Bein- und Bauchmuskeln, Schnelligkeit und Flexibilität.

Klar, man braucht einen Pool, einen Ball und mindestens vier Personen. Aber dann kann es mit dem spaßigen Ganzkörper-Workout auch schon losgehen. Tore gibt es in vielen Hotelanlagen, ansonsten leisten Badelatschen am Beckenrand Abhilfe.

Worauf muss ich achten?

Gesicht, Ohren und Schultern mit wasserfestem Sonnenschutz eincremen. Nicht untergehen. Badehose festzurren. Und bevor unschuldige Schwimmer aus dem Weg geräumt werden, sollte man sicher gehen, dass der Pool frei benutzbar ist.


3. Für Sonnenanbeter: Sungazing

Was ist das?

Auch als Sonnenyoga oder Sonnenmeditation bekannt. Kurz vor Sonnenaufgang positioniert man sich im Schneidersitz Richtung Osten, schließt die Augen und beginnt mit den Entspannungsübungen: Vom Sonnengruß über Atemübungen bis hin zum "herabschauenden Hund".

Was ist daran toll?

Yoga verbessert die Haltung, fördert Beweglichkeit und Durchblutung und baut Stress ab. Egal wie laut die Kinder quengeln, wie hartnäckig die Wespen das Essen attackieren, oder ob alle Strandliegen mit Handtüchern besetzt sind: Mit viel Energie und innerer Ruhe genießt man dank des Sungazings den Urlaub so richtig stressfrei.

Langschläfer können das Ganze auch beim Sonnenuntergang veranstalten und den Tag befreit abschließen.

Worauf muss ich achten?

Augen zu und atmen nicht vergessen.


4. Für Fußballfans: Bubble-Football

Was ist das?

Manch einer mag auch im Sommer nicht auf seine Dosis Fußball verzichten. Aber in der Bundesliga ruht der Ball und die Teamkameraden sonnen sich auf Mallorca. Dann hilft Bubble-Football: Dabei zwängt man den Oberkörper in eine riesige Luftkugel, nur die Beine gucken unten raus.

Dann versucht im man 4-gegen-4 Tore zu schießen, wobei einen das unvermeidbare Aufeinanderprallen der Körperkugeln kräftig aus der Bahn schmeißt . Lacher sind vorprogrammiert.

Was ist daran toll?

Ein klassischer Funsport. Fußballerisches Können ist nur bedingt nötig, ein gesunder Bodykugelcheck wirkt hier Wunder, Hechtsprünge sind willkommen. Das viele Lachen stärkt sogar noch die Bauchmuskulatur.

Worauf muss ich achten?

Nach dem Spiel nicht vergessen, dass die Luftkugel nicht mehr schützend um den Körper liegt!


5. Für Faule: Segway-Polo

Was ist das?

Polo wird heutzutage nicht nur zu Pferd gespielt. Für den Durchschnittstypen des 21. Jahrhunderts gibt es den Segway als Ersatz. Auf dem Rasen mit dem Segway unterwegs, versucht man einen Ball mit dem Schläger ins Tor der Gegner zu bugsieren .

Was ist daran toll?

Segway-Polo - klingt idiotisch? Ist es vielleicht auch. Aber Spaß macht es trotzdem, über den Rasen zu heizen. Und für Urlaubsfaulenzer ist es genau das Richtige, um trotz wenig Anstrengung am Abendbrottisch vom selbst erzielten Traumtor berichten zu können.

Worauf muss ich achten?

Nicht vom Segway fallen und von anderen überrollt werden. Immerhin: Jeglichen Versuch, cool auszusehen, darf man getrost von Beginn an unterlassen. Lieber darauf achten, dass der Urlaubsschwarm nicht zusieht.


6. Für Schattenfans: Fingersport

Was ist das?

Wir Deutschen lieben unsere Kartenspiele. Wer sich nicht bewegen mag oder mit dem Sport bis zum lauen Sommerabend wartet, geht in den Schatten und lässt Finger, Kopf und Karten die Arbeit machen.

Was ist toll daran?

Sich beim Skat über einen gewonnenen Grand Hand freuen, beim Doppelkopf mit dem Fuchs den letzten Stich holen, oder sich eine Patience legen, wenn gerade kein Spielpartner zugegen ist: Kartenspielen bereitet Vergnügen in den verschiedensten Varianten.

Darf es etwas neumodischer zugehen, kann man den Kindern das Taschengeld beim Pokern aus der Tasche ziehen.

Kniffel und Backgammon lassen sich nicht nur in der Eckkneipe, sondern auch super am Strand unter dem Sonnenschirm spielen. Eine Partie Schach schärft sogar die Sinne. Ins Schwitzen gerät man höchstens, wenn man beim Mogeln erwischt wird.

Worauf muss ich achten?

Entpuppt sich das eigene Kind als Mathe-Genie und zählt bei Poker oder Blackjack auf einmal Karten, ist das Spiel sofort einzustellen. Sonst ist die Urlaubskasse ganz schnell leer.


7. Für Kinder: Wasserstrahl-Limbo und Co.

Was ist das?

Hauptsache draußen. Hauptsache Wasser. Hauptsache, es gibt eine große Sauerei. Von Rasensprenger-Springen über Wasserstrahl-Limbo, Wellenhüpfen bis hin zu Fangen spielen mit Wasserpistole und Wasserbomben: Im Garten oder im Park können sich Kinder im Sommer mit den einfachsten Mitteln austoben.

Was ist toll daran?

Die Kleinen sind happy und fallen abends völlig geschafft ins Bett. Das reicht.

Worauf muss ich achten?

Auch große Kinder (Erwachsene) können Spaß am Herumalbern mit Wasser haben. Bloß nicht wundern, wenn am nächsten Tag der Muskelkater kommt: Der Körper ist nicht immer so jugendlich wie der Mitmach-Wille.

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