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Sportart-Check: Schwitzen an der Platte

Foto: Tibor Illyes/ AP

Sportart Tischtennis So viel mehr als nur Pingpong

Um ordentlich zu schwitzen, muss man joggen? Falsch. Auch Tischtennis fordert den Körper. Wer es nicht glaubt, sollte es dringend ausprobieren.
Von Raphael Raue

Worum geht es?

Als Forrest Gump in Vietnam verwundet wird, kommt er ins Militärkrankenhaus und das erste Mal mit Tischtennis in Berührung. "Lass niemals den Ball aus den Augen!", wird ihm geraten und das tut er dann auch. Genau darum geht es. Ein Ball, zwei Schläger, eine Platte und ein Netz braucht man zum Tischtennisspielen. Dann lässt man einfach den Ball nicht mehr aus den Augen und hat viel Spaß und Bewegung beim fast schon meditativen Fokussieren. Der Fokus stellt sich ein, wenn man ein wenig Übung bekommen hat und nicht nach jedem Aufschlag ins Gebüsch kriechen muss, um den Ball zu suchen.

Für wen soll das gut sein?

Man steht beim Tischtennis immer ein wenig gebückt in der Hocke und bewegt sich in nachziehenden Trippleschritten. Das sieht leicht aus, ist aber etwas, was man üben muss, wenn es die Gelenke nicht zu sehr belasten soll und vor allem beim Spielen dann schnell gehen muss. Ein bisschen wie beim Standardtanz, nur ohne Partner und bei oberflächlicher Betrachtung auch mit einigen Abzügen in der Haltungsnote.

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Sportart-Check: Schwitzen an der Platte

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Aber man bewegt sich beim Tischtennis sehr viel mehr, als es den ersten Anschein hat und durch die Fokussierung ist es tatsächlich ein Sport für Körper und Geist. Und somit ein Sport für jeden, ob jung ob alt.

Was kostet es?

Ein Top-Schläger kann in der Spitze bis zu 300 Euro kosten, nutzt sich aber auch recht schnell ab - Profis kleben ständig neue Beläge auf ihre Hölzer. Für Wettkämpfe zugelassene Platten bekommt man auch kaum unter 800 Euro. Aber das braucht man natürlich nicht, um anzufangen und Spaß zu haben. Da reicht auch einfach die Steinplatte auf dem Spielplatz um die Ecke und ein Set günstiger Schläger mit Ball. Je nachdem wie regelmäßig man spielt, kommt die Lust auf etwas mehr Spin und Geschwindigkeit ganz von alleine und man probiert einige Schläger aus, bis man seine ideale Materialkombination gefunden hat. Es ist aber dennoch ein ziemlich günstiges Hobby.

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Was bringt daran Spaß?

Alles. Alles macht Spaß. Die Bewegung, das Gefühl, nicht nachdenken zu müssen, die fließenden Automatismen, die man sich aneignet, die Millimeter und Millisekunden, auf die es ankommt, ob ein Schlag erfolgreich ist oder ins Netz geht. Es ist ein kompletter Sport, allerdings mit etwas einseitigem und deshalb vielleicht auf Dauer auch nicht mit dem gesündesten Bewegungsablauf, aber ein Sport, der einen ganz einnimmt. Und auch, wenn es eine Einzelsportart ist, kann man sie nicht allein betreiben, man spielt im Team, man muss sich im Doppel ganz auf seinen Partner verlassen und zu ihm synchronisieren. Es ist das fließende, was spielerisch aussieht, was diesen Sport so befriedigend macht.