Coronapandemie Infektionslage ist laut RKI stabil

Das Robert Koch-Institut meldet eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 678,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – kaum mehr als in der Vorwoche. Die Zahl dürfte allerdings ungenau sein.
Häufig werden Infektionen nicht mehr durch PCR-Tests überprüft - und gehen so nicht in die Statistik ein

Häufig werden Infektionen nicht mehr durch PCR-Tests überprüft - und gehen so nicht in die Statistik ein

Foto: Dado Ruvic / REUTERS

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 678,8 angegeben. Am Vortag hatte der Wert mit 687,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern auf einem ähnlichen Niveau gelegen und war auch im Vergleich zur vergangenen Woche nur leicht gestiegen (Vorwoche: 646,3; Vormonat: 253,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Wissenschaftler gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 130.728 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 133.950) und 122 Todesfälle (Vorwoche: 175) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, der Nachmeldungen und wegen Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 28.673.212 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

lmd/dpa
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