USA Ärzte päppeln Frühchen mit 245 Gramm Geburtsgewicht auf

Als Saybie auf die Welt kam, wog sie weniger als ein Päckchen Butter. Jetzt, fast fünf Monate und rund zwei Kilogramm später, konnte das Mädchen aus einem Krankenhaus in San Diego entlassen werden.

Das vom Krankenhaus in San Diego zur Verfügung gestellte Foto zeigt "Saybie"
Uncredited/Sharp HealthCare/ DPA

Das vom Krankenhaus in San Diego zur Verfügung gestellte Foto zeigt "Saybie"


Rekordverdächtige Geburt in den USA: Mit einem Gewicht von gerade einmal 245 Gramm ist dort ein Säugling zur Welt gekommen. Das kleine Mädchen sei bereits im Dezember 2018 im kalifornischen San Diego geboren und diesen Monat als gesundes Baby mit einem Gewicht von gut 2,5 Kilogramm aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das "Sharp Mary Birch"-Hospital am Mittwoch mit.

Dem Krankenhaus zufolge handelt es sich bei Saybie um das leichteste überlebende Frühchen der Welt. Es verweist dabei auf das Tiniest Babies Register der University of Iowa. Das Projekt der US-Universität verfolgt das Ziel, mehr über Gesundheit, Wachstum und die Entwicklung extremer Frühchen zu erfahren.

Dieses Foto von Saybie entstand im Dezember 2018 kurz nach der Geburt
Uncredited/Sharp HealthCare/ DPA

Dieses Foto von Saybie entstand im Dezember 2018 kurz nach der Geburt

Auf Platz eins wird dort derzeit Baby Saybie aus San Diego geführt; gefolgt von einem Mädchen aus dem deutschen Witten, das bei seiner Geburt im Jahr 2015 bloß 252 Gramm gewogen hatte. Auf Platz drei folgt ein Junge aus Japan mit einem Geburtsgewicht von 258 Gramm.

Dieses Foto von Saybie und einer Krankenhausmitarbeiterin entstand im Mai 2019 - an dem Tag, an dem das Baby entlassen wurde
HO/Sharp HealthCare/ AFP

Dieses Foto von Saybie und einer Krankenhausmitarbeiterin entstand im Mai 2019 - an dem Tag, an dem das Baby entlassen wurde

Das Baby in San Diego war wegen Komplikationen während der Schwangerschaft nach nur 23 Wochen und drei Tagen im Mutterleib per Kaiserschnitt auf die Welt geholt worden - eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Mitarbeiter auf der Frühchenstation im "Sharp Mary Birch"-Krankenhaus nannten das Baby während der Behandlungszeit Saybie. Den wahren Namen verriet das Krankenhaus aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Familie nicht.

aar/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
skeptikerin007 30.05.2019
1. Und die Spätfolgen?
Damit die Ärzte wieder als Götter verehrt werden.... Später wird es sich zeigen, wie viel nicht in Ordnung ist.
themasterofdesaster 30.05.2019
2. Ob das eine gute Tat für das Kind war?
Das war gut für die Mutter. Es ist schlimm ein totes Kind auf die Welt zu bringen... oder das Frühchen sterben zu sehen. Aber es ist fraglich, ob es auch im Sinne des Kinds war. Das wird sich erst noch zeigen... wahrscheinlich ist das Kind mehrfach Schwerstbehindert und wird nie ein glückliches Leben führen können. Das Leid hätte man ihm ersparen können...
Wiggins 30.05.2019
3. Sorry - so ein Käse
@themasterofdesaster *Vielleicht* zeigt sich, dass das Mädchen mehrfach schwerstbehindert ist. Ob es deswegen kein glückliches Leben führen wird, ist ebenfalls *offen*. Ob es irgendein Leid gibt, dass man der Kleinen hätte ersparen müssen (seltsamer Gedanke: ich erspare es dir, zu leben...), wird sich auch *erst noch weisen*. Saybie lebt. Ihre Eltern haben sie jetzt zu Hause. Danke dafür. (Unsere Jüngsten, Frühgeburten, haben die ersten Wochen ihres Lebens auf der Neugeborenen-Intensiv-Station verbracht. Sind heute gesund, fröhlich, anstrengend und fressen wie Scheunendrescher. Auch dafür Dank.)
FABRICIUS3591 30.05.2019
4. Wenn sich da in letzter Zeit nix dran geändert hat gehört es immer ..
.. noch zur ärztlichen Ethik menschliches Leben zu retten .. .. und das gilt auf jeden Fall spätestens ab vollendung der Geburt .
hansriedl 30.05.2019
5.
themasterofdesaster heute, 19:47 Uhr 2. Ob das eine gute Tat für das Kind war? Mein Töchterchen, (Adoptiert) ebenfalls ein Frühchen hatte 1750 Gr. Als ich sie beim ersten Besuch in der Klink erschreckte ich mich derart, sah verzweifelt auf ein Poster an der Wand wo ein Wonnepropen abgebildet war. Der Arzt sah es u. sagte, sie wird auch mal so. Das Nervenflattern verging. Und heute, ist sie ein wunderschöne Dame, u. Professorin.
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