Faszinierendes Foto Baby greift aus dem Mutterleib nach Arztfinger

Es ist ein Bild, das weltweit für Entzücken sorgt: Ein Säugling greift nach dem Finger des Arztes - noch aus dem Mutterleib heraus. Dem Vater, der bei dem Kaiserschnitt seiner Frau dabei war, gelang dieser spektakuläre Schnappschuss. Jetzt fragen sich manche: Ist er wirklich echt?

Die kleine Nevaeh Atkins ist noch nicht einmal ganz auf der Welt, da greift sie schon nach ihr. Es ist ein Foto, das in diesen Tagen im Netz verbreitet wird und bei vielen Menschen für Entzücken sorgt. Nevaehs Vater steht am Bett seiner Frau, die gerade per Kaiserschnitt entbindet, die Ärzte holen das Kind aus dem Mutterleib. Was man sieht, ist eine winzige Hand, die daraus hervorlugt und nach dem Finger des Arztes greift. Diesen faszinierenden Moment hält Randy Atkins für immer mit seiner Kamera fest.

Zehn Wochen später, Ende Dezember, postet Nevaehs Mutter, die im US-Bundesstaat Arizona ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht hat, dieses Bild auf Facebook . Es dauert nicht lange, bis das Foto dort 1000 Likes gesammelt hat. Inzwischen ist Nevaeh eine kleine Berühmtheit. Die Eltern haben in den USA bereits zahlreiche Interviews gegeben, auch Medien anderer Länder sind darauf aufmerksam geworden und berichten.

Ein gewöhnlicher Schnappschuss mit einer 08/15-Kamera ist das Bild jedoch nicht. Alicia Atkins, die Mutter der kleinen Nevaeh, ist eine professionelle Fotografin mit entsprechendem Equipment. Als der Arzt fühlte, wie das Baby nach seinem Finger griff, rief er Randy Atkins zu sich, der sogleich auf den Auslöser drücken konnte.

Manche Medien in den USA werfen inzwischen die Frage auf, ob das Bild wirklich echt ist. Hintergrund ist ein Foto, das bereits vor einigen Jahren unter dem Titel "Hand of Hope" für ähnliche Furore sorgte. Es handelte sich dabei um eine Aufnahme bei einer Geburt aus dem Jahr 1999. Doch das Kind litt an einer sogenannten Spina bifida, einer Fehlbildung der Wirbelsäule. Es musste im Mutterleib operiert werden. Der Chirurg gab später an , dass dabei sowohl die Mutter als auch das Baby unter Vollnarkose waren. Demnach habe der Säugling gar nicht aktiv nach dem Finger greifen können. Vielmehr habe er selbst nach dem Finger des Ungeborenen gegriffen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die kleine Nevaeh tatsächlich nach ihrem Arzt gegriffen hat, ist jedoch hoch. Heutzutage wird eine Vollnarkose beim Kaiserschnitt nur dann eingesetzt, wenn es sich um eine Not-OP handelt oder wenn bei den Müttern aus anderen Gründen eine Regionalanästhesie (entweder als sogenannte Periduralanästhesie PDA oder Spinalanästhesie) nicht in Frage kommt. In jedem Fall wird das Kind von einer Regionalanästhesie nicht beeinflusst, ist wach und kann somit auch direkt nach der Geburt schreien - und das Ärmchen ausstrecken.

Die kleine Nevaeh jedenfalls konnte es wohl kaum abwarten, quasi nach den Sternen zu greifen. Vielleicht liegt das ja auch an ihrem Namen. Rückwärts geschrieben heißt er "Heaven".

cib
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