Warum unsere Kindheit daran Schuld ist, dass wir zu schlechtem Sex nicht "Nein" sagen können

"Gibst du dem Onkelchen ein Küsschen?"
Von Thembi Wolf
Es gibt für viele Frauen meiner Generation kein weibliches Wollen. Die Anziehung liegt darin, von Männern gewollt zu werden. Aber das nur zu gewissen Stunden, im bestimmten Kontext, der stündlich wechseln kann – im Bett, im Supermarkt, in einem Büro oder Gerichtssaal, beim Finanzamt, zum Elternabend, in der Sauna, im Spa oder einer Bar.

"Sexuell verfügbar"

Als 17-jähriges Mädchen machten mich die Spice Girls und Britney Spears unbesiegbar. Sie brachten mich durch den Schulalltag, auf jede Frage meines Lebens hatten Britneys Songs eine Antwort. (...). Dann machte ich Abitur und mit meinem ersten Freund Schluss, der neue betrog mich und passenderweise hatte diese Frau einen viel größeren Impact auf mich und meine Freundinnen.

Auszug aus "Sexuell verfügbar"

So fühlte es sich also an, wenn Dinge gegen deinen Willen passieren, dachte ich noch. Es gab keine Alternative mehr. "Warte, hör auf", sagte ich noch. "Das geht ein bisschen schnell." Doch der Chef reagierte kaum, ich nahm ein kurzes Lachen wahr, dann grub sich sein Kopf weiter zwischen meine Beine. Es war nicht missbräuchlich, solange ich es nicht dachte, nichts Falsches, solange ich es nicht so nannte.

Auszug aus "Sexuell verfügbar"