Umgang mit Körpergerüchen »Frauen riechen nach Zwiebel, der Käsefuß ist männlich«

Müffelnde Achseln, schlechter Atem – alles ganz normal. Warum wir uns weniger waschen sollten und wie wir trotzdem mit unseren Gerüchen ins Reine kommen, erklärt Ärztin Yael Adler im Podcast.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Jeder Mensch hat seinen eigenen Körpergeruch, das ist etwas ganz Normales – und dennoch wollen wir ihn oft loswerden.

Dabei lässt sich auch darüber streiten, was Duft ist und was Gestank. Wer für uns anziehend riecht, könnte auf andere Menschen abstoßend wirken, denn Körpergerüche nehmen wir oft unterbewusst wahr und ganz verschieden.

»Jeder hat seinen individuellen Geruchsfingerabdruck«, erklärt Ärztin Yael Adler im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«. »Wir erkennen daran auch, ob ein Mensch genetisch besonders gut zu uns passt.«

Viele Faktoren können unseren Geruch beeinflussen: was wir essen, wie und womit wir uns waschen, welche Kleidung wir tragen, welche Bakterien unseren Körper besiedeln oder wie alt wir sind – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch unser Geschlecht ist entscheidend.

»Die Forschung sagt: Männer riechen nach Sandelholz, Moschus, nach Käse und nach Urin. Frauen riechen eher nach Zwiebel, Hering, Sauerrahm und nach Blumen. Und man sagt auch: Der Käsefuß ist männlich.« Natürlich können auch Frauenfüße stinken, aber Männer scheiden in der Regel mehr von der Aminosäure Leucin aus, die den unangenehmen Geruch verursacht.

Yael Adler, Hautärztin und Autorin von »Darüber spricht man nicht. Weg mit den Körpertabus«

Yael Adler, Hautärztin und Autorin von »Darüber spricht man nicht. Weg mit den Körpertabus«

Foto: Thomas Duffé

Da auch der Hormonhaushalt unseren Körpergeruch beeinflusst, kann bei Frauen zudem die Antibabypille eine Rolle spielen. »Wenn wir uns unter der Pille verlieben, und dann setzen wir sie ab, weil wir Kinder bekommen wollen, kann es sein, dass wir den Partner nicht mehr gut riechen können. Und dass der Partner unseren Körpergeruch auch nicht mehr so anziehend findet. Es kommen oft Pärchen zu mir, die mir das erzählen«, berichtet Adler aus ihrer Sprechstunde.

Aus Angst zu stinken, neigen viele Menschen leider zu übertriebener Körperhygiene. Oft lassen sich die Ursachen aber nicht mit Seife beseitigen. »Viele Menschen schämen sich dafür, dass sie in echt oder vermeintlich riechen. Und darüber müssen wir reden, wie man das wegbekommt, ob es wirklich so ist und ob es vielleicht auch eine gesundheitliche Bedeutung haben kann«, sagt Adler.

Wie entstehen unsere eigenen Körpergerüche? Wie finden wir einen entspannteren Umgang damit? Und was hilft wirklich bei Schweißgeruch, schlechtem Atem und Blähungen? Darüber spricht Yael Adler im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«.

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