Artikel • 8.4.2020

Die 10 besten Programme für die private Datensicherung

Cloud-Dienste im Überblick

Datensicherung

Festplatte oder Smartphone defekt? Ohne eine externe Datensicherung sind Fotos und viele weitere, teilweise sensible und wichtige, Daten dann unwiederbringlich zerstört. Ein guter Grund, auch privat immer wieder auf Backups zu setzen. Hierfür eignen sich zahlreiche Programme. Doch welche Datensicherungsoptionen sind die besten? Wir haben zehn Cloud-Dienste unter die Lupe genommen und dahingehend geprüft, wie diese funktionieren und mit welchen Kosten die einzelnen Programme verbunden sind.

Private Datenspeicherung: Vor- und Nachteile

Auf dem Handy oder PC haben die meisten Nutzer unzählige Dokumente und Fotos gespeichert. Um diese vor dem Verlust oder einer Beschädigung zu sichern, bieten sich Cloudlösungen zur privaten Datensicherung an. Das Gute: Bei vielen Herstellern, wie zum Beispiel bei Apple, ist ohnehin ein Cloud-Dienst durch die Software installiert, der ein Backup durchführt. Wenn dies nicht der Fall ist, gibt es zahlreiche Programme und Apps zur privaten Datensicherung online zum Herunterladen.

Die Vorteile der Cloud-Dienste

Die Stärken der privaten Datensicherung durch verschiedene Cloud-Dienste liegen vor allem in ihrem praktischen Nutzen. Es können ganz einfach Dokumente und Fotos von unterschiedlichen Geräten aus auf die Cloud gespeichert und wieder abgerufen werden. Durch den Offline-Modus ist dies sogar auch von unterwegs möglich, wenn keine Internetverbindung besteht. Weitere Vorteile sind unter anderem:

  • Verschlüsselung der Daten für mehr Datensicherheit
  • erweiterbarer Speicherplatz
  • Teilen von Dokumenten und Fotos unter Kollegen und Freunden
  • gemeinsames Bearbeiten von Dateien durch Link-Zugriff

Diese Funktionen sind insbesondere für die Team-Arbeit und die Betreuung gemeinsamer Projekte praktisch. Doch auch in der Familie können so schneller Fotos miteinander geteilt und ein gemeinsamer Kalender erstellt werden. Cloud-Dienste sparen demnach nicht nur Zeit, sondern auch Papier und Nerven.

Die Nachteile der Cloud-Dienste

Das Manko: Nicht jedes Programm bietet alle diese Vorteile und das meistens auch nicht kostenlos. Die Basic-Pakete und die bei Smartphones integrierten Clouds haben meistens nur einen Speicherplatz von bis zu 15 GB, sind aber gegen Gebühren erweiterbar.

Zudem kann kein Cloud-Dienst eine vollkommene Datensicherheit bieten. Da sich der Nutzer meistens einen Account anlegen muss oder sich durch andere Dienste mit dem Programm verbindet, können sensible Daten von Hackern ausgelesen werden. Sicherheit bietet ausschließlich die verschlüsselte Datenspeicherung an. Dies hat aber meistens seinen Preis.

Datensicherung Cloud

10 Cloud-Speicher im Vergleich

Die verschiedensten Anbieter buhlen um die Gunst der Internetnutzer. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Wir haben zehn Anbieter für die private Datensicherung auf Herz und Niere geprüft: was können sie und wie funktionieren sie? Hier unser Ergebnis.

1. OneDrive

Mit dem Microsoft-Dienst OneDrive lassen sich Dateien und Fotos bequem von jedem Gerät abrufen und bearbeiten – auch von unterwegs und sogar offline. Die Anmeldung über das Office-365-Konto ist mit einem 5 GB Speicher kostenlos. Für mehr Sicherheit ist die Cloud SSL verschlüsselt. Zudem lassen sich die Links zu den Dateien mit einem Ablaufdatum versehen.

  • Speicherplatz: 5 GB (gratis) bis 6 TB
  • Kosten: 2 bis 10 Euro im Monat
  • Besonderheit: in Echtzeit zusammenarbeiten
  • Mobil/Desktop: beides

2. Google Drive

Google Drive lässt sich optimal privat wie auch geschäftlich nutzen. Dies liegt vor allem am hohen Speichervolumen der Cloud, für die nur ein Google-Konto notwendig ist. Die ersten 15 GB Speicher sind gratis. Das Tolle: Der Dienst ist gemeinsam mit fünf weiteren Personen nutzbar, sodass Fotos und Dateien noch leichter in der Familie oder im Team geteilt werden können.

  • Speicherplatz: 15 GB (gratis) bis 30 TB
  • Kosten: 1,99 bis 299,99 Euro im Monat
  • Besonderheit: in Echtzeit zusammenarbeiten
  • Mobil/Desktop: beides

3. Dropbox

Bei Dropbox haben die Nutzer die Option, von einem beliebigen Gerät aus Textdokumente, Tabellen und Präsentation zu erstellen, zu speichern und für andere freizugeben. Zudem ermöglicht die Cloud-Lösung die Dateiwiederherstellung, sodass auch gelöschte Dokumente innerhalb von 30 Tagen wiederhergestellt werden können.

  • Speicherplatz: 2 GB (gratis) bis 3 TB
  • Kosten: 9,99 bis 15 Euro im Monat
  • Besonderheit: praktische Datei-Synchronisierung und Versionsverlauf
  • Mobil/Desktop: beides

4. iCloud

Die iCloud ist in jedem Apple-Gerät integriert und funktioniert ganz einfach über die Anmeldung mit der Apple-ID. Automatische private Backups garantieren eine Datensicherheit, die durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung als zusätzliche Sicherheitsstufe verstärkt wird. Ein kostenfreier Speicherplatz von 5 GB ist mitinbegriffen.

  • Speicherplatz: 5 GB (gratis) bis 2 TB
  • Kosten: 0,99 bis 9,99 Euro im Monat
  • Besonderheit: Familienfreigabe
  • Mobil/Desktop: beides

5. Nextcloud

Bei Nextcloud findet der Nutzer verschiedene Anbieter, wie z.B. OwnCube (5 GB Speicherplatz kostenlos), Cloud Files (3 GB kostenlos) oder Hostiso (3 GB kostenlos) zu unterschiedlichen Konditionen auf die individuellen Ansprüche zugeschnitten. So können Dateien mit anderen Nutzern ganz einfach geteilt und mit dem integrierten Collabora Programm zusammen bearbeitet werden. Der Cloud-Dienst legt großen Wert auf Datensicherheit. So sind die Dateien gegen Brutforce-Attacken geschützt und werden verschlüsselt gespeichert.

  • Speicherplatz: abhängig vom Anbieter
  • Kosten: 3 bis 5 GB kostenfrei, dann bis zu 3.000 Euro im Jahr
  • Besonderheit: Video-Telefonate
  • Mobil/Desktop: beides
Datensicherung Netzwerk

6. Mega

Die Cloud von Mega kann direkt im Browser genutzt werden und arbeitet automatisch im Hintergrund. Nach einer schnellen Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse bekommt der Nutzer 50 GB Gratis-Speicher und kann seine Dateien verschlüsselt in der Cloud ablegen.

  • Speicherplatz: 50 GB (kostenlos) bis 16 TB
  • Kosten: 4,99 bis 29,99 Euro im Monat
  • Besonderheit: verschlüsselter MEGAchat
  • Mobil/Desktop: beides

7. MagentaCloud

Die MagentaCloud funktioniert ganz einfach über den Telekom-Login. Dank des Zugriffschutzes und der gesicherten Datenübertragung werden sensible Dokumente und Fotos sicher übertragen. Das Besondere: Telekom-Kunden erhalten anstatt des kostenlosen 10 GB Online-Speichers sogar 25 GB.

  • Speicherplatz: 10 GB (kostenlos) bis 1 TB
  • Kosten: 1,95 bis 9,95 Euro im Monat
  • Besonderheit: Zugriff via Magenta TV und Magenta SmartHome
  • Mobil/Desktop: beides

8. Yandex Disk

Yandex Disk ist ein russischer Cloud-Dienst, bei dem die Benutzer verschiedene Geräte miteinander synchronisieren und anschließend Dateien abspeichern können. So werden Dateianhänge, je nach Wunsch, ganz automatisch oder auch manuell gespeichert und für andere Nutzer mit einem Link freigegeben.

  • Speicherplatz: 10 GB (kostenlos) bis 1 TB
  • Kosten: 2 bis 10 Dollar im Monat
  • Besonderheit: automatische oder manuelle Speicherung
  • Mobil/Desktop: beides

9. ownCloud

Bei ownCloud haben die Benutzer über ein zentrales Frontend den Zugriff auf sämtliche Speichersysteme. Zudem bietet das Programm eine Outlook-Integration und verschiedene Sicherheitsfunktionen, wie eine Angriffserkennung oder eine Verschlüsselung im Ruhezustand.

  • Speicherplatz: 10 GB (kostenlos) bis 1 TB
  • Kosten: ab 300 Euro im Jahr für 50 Nutzer
  • Besonderheit: Open Source File Sync and Share Lösung
  • Mobil/Desktop: beides

10. MultCloud

MultCloud fügt zur einfacheren Verwaltung der privaten Datensicherung mehrere Cloud-Speicher zusammen, wie zum Beispiel Dropbox, OneDrive und Co. Das Programm ist eine webbasierte Anwendung mit eigenem Account zur Datenspeicherung. Der SSL-verschlüsselte Dienst funktioniert über den Browser, der während der Übertragung sogar geschlossen sein kann.

  • Speicherplatz: 30 GB (kostenfrei) bis 150 GB
  • Kosten: 9,90 Dollar im Monat
  • Besonderheit: Verwaltung von mehreren Cloud-Diensten
  • Mobil/Desktop: nur Desktop    
Private Datensicherung

Datensicherheit mit einem privaten Backup

Auf dem Markt gibt es zahlreiche unterschiedliche Programme zur privaten Datensicherung, die alle ihren Dienst erfüllen: das praktische und schnelle Speichern von Dokumenten und Fotos. Dennoch gibt es qualitative Unterschiede, die sich auch beim Preis bemerkbar machen. Je mehr Funktionen und insbesondere Speicher der Cloud-Dienst dem Nutzer liefern soll, desto tiefer muss dieser auch für das Paket in die Tasche greifen.

Viele Programme bieten dann aber auch eine verstärkte Sicherheit durch verschiedene Verschlüsselungen der Daten. Ein besonderer Pluspunkt der meisten Cloud-Dienste ist der gemeinsame Zugriff auf die Dokumente. So können mehrere Personen an einer Präsentation oder einem Projekt arbeiten und müssen hierfür nicht einmal in einem Raum sitzen. Die private Datenspeicherung schützt demnach nicht nur vor dem Verlust von sensiblen Dateien und speichert diese sicher verschlüsselt ab, sondern erleichtert auch die Arbeit im Team und an Projekten.

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