Artikel • 18.3.2020

Mit dem Dienstrad zur Arbeit: Fuß vom Gas und auf die Pedale

Nachhaltige Mobilität

Mit dem Dienstrad zur Arbeit: Fuß vom Gas und auf die Pedale

Für viele ist der Weg zur Arbeit mit vollen Bahnhöfen, verstopften Straßen und langen Wartezeiten verbunden. Eine Besserung liegt jedoch sehr nahe: das Dienstrad bzw. Bike-Leasing. Doch was steckt dahinter? Welche Vorteile sind damit verbunden und für wen eignet sich das Leasen eines Dienstrades besonders?

Weniger ist mehr oder warum das Dienstrad eine Alternative zum Dienstauto ist

Ein Dienstwagen ist in zahlreichen Unternehmen gang und gäbe: Arbeitnehmer fahren über ihre Firma ein Leasing-Fahrzeug, das ihnen zumeist auch für private Zwecke zur Verfügung steht. Am Ende der Leasing-Zeit kann der Wagen vom Unternehmen übernommen werden oder er geht zum Leasing-Geber zurück. Ähnlich funktioniert das Prinzip des Dienstrads.

Arbeitnehmer erhalten die Möglichkeit, sich ihr persönliches Wunschrad auszusuchen und dieses für ihren Weg zur Arbeit und privat zu nutzen. Viele Bike-Leasing-Verträge sehen vor, dass das Fahrrad nach Ablauf der Leasing-Dauer gegen eine geringe Ablöse gekauft werden kann.

Unter Umständen besteht bereits eine Kooperation zwischen dem Unternehmen und einem Fahrrad-Fachhandel. In anderen Fällen muss das Interesse für eine Dienstrad-Partnerschaft bei den zuständigen Fachkräften eines Unternehmens erst geweckt werden. In der Regel ist die Personalabteilung der richtige Ansprechpartner dafür.

Mit Dienstrad durch die Stadt flitzen

Win-win-Situation für alle Beteiligten

Da die Vergütung über ein Dienstfahrrad für Arbeitgeber Vorteile parat hält, sind viele Firmen offen für das Konzept. Hilfreich ist es, sich im Voraus gut über die Bedingungen zu informieren, um mit dem Anliegen auch gleich wichtige Informationen präsentieren zu können.

Entscheidet sich das Unternehmen für das Dienstfahrrad, können Arbeitnehmer sich im Idealfall ihr Wunschrad aussuchen und es über das Leasing günstig finanzieren und gegebenenfalls erwerben. Eine Win-win-Situation! Aber warum lohnt es sich für Arbeitnehmer, ein Fahrrad in Form eines Jobrads zu finanzieren?

Vorteile für Arbeitnehmer: Preiswert und Fitness inklusive

Bike-Leasing ist für die Arbeitnehmer mit zahlreichen Vorteilen verbunden. Mitarbeiter eines Unternehmens erhalten das Fahrrad nicht nur günstiger als bei einem privaten Erwerb. Sie steigen auch auf eine umweltfreundliche und sportliche Transportvariante um.

Mit steuerfreien Ratenzahlungen zum eigenen Fahrrad

Der wohl größte Vorteil des Bike-Leasings gegenüber des Fahrradkaufs sind die Kostenersparnisse. Diese ergeben sich beim Bike-Leasing durch steuerfreie Ratenzahlungen: Arbeitnehmern wird die monatliche Rate zur Finanzierung ihres Fahrrads vor Steuer von ihrem Lohn abgezogen. Diese Gehaltsumwandlung (wenn der Mitarbeiter sich an den Kosten beteiligt, um das Rad auch privat nutzen zu können) ermöglicht es Mitarbeitern, ihr Dienstfahrrad bis zu 40 Prozent günstiger als bei einem Privatkauf zu erhalten

Da das Arbeitsfahrrad auch für private Zwecke verwendet werden kann, fällt im Falle einer Gehaltsumwandlung lediglich ein geringer Steuerbetrag an. Nach aktueller Vorschrift tritt hier die 0,25-Prozent-Regelung in Kraft. Nutzer des Bike-Leasing-Modells müssen demnach ein Viertel des Fahrradpreises (abgerundet auf volle Hundert) im 1-Prozentsatz für die private Nutzung versteuern. Für ein Dienstrad im Wert von 2500 Euro sieht dies folgendermaßen aus: ein Arbeitnehmer muss nur noch ein Viertel von 2500 Euro, also (auf die hundertste Stelle abgerundet) 600 Euro * 1 % = 6 Euro/Monat versteuern. Dies entspricht einer 0,25-Prozent-Versteuerung. Lohnend ist das Bike-Leasing für Arbeitnehmer in der Regel ab einem Wert von circa 1500 Euro.

Körperliche Fitness und Reparaturen inklusive

Da das Leasing in den meisten Fällen über das Unternehmen läuft, gehören Reparaturen und Instandhaltung des Fahrrads oft zum Service des Vertragspartners dazu. Arbeitnehmer ersparen sich so weiterführenden Aufwand und zusätzliche Kosten.

Bei der Entscheidung für ein Dienstrad steht für viele Angestellte auch die körperliche Aktivität im Vordergrund. Der Berufsalltag bindet Arbeitnehmer an feste Arbeitszeiten, die nicht für Sport und Bewegung genutzt werden können. Der Arbeitsweg bietet eine gute Gelegenheit, um Sport in den Alltag zu integrieren.

Dienstrad im Park

Vorteile für Arbeitgeber: Weniger Abgaben, glücklichere Mitarbeiter

Nicht immer stimmen die Interessen der Beschäftigten mit den Wünschen der Arbeitgeber überein. In Sachen Bike-Leasing finden jedoch auch Unternehmer gute Gründe, das Modell in ihrer Firma einzuführen. Die Vorteile für Arbeitgeber sind im Grunde ident mit jenen der Arbeitnehmer.

Zunächst entfallen durch die Finanzierung des Dienstfahrrads für den Arbeitgeber Steuerabgaben. Bike-Leasing kann als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Erhalten Arbeitnehmer ein Dienstfahrrad anstelle einer Gehaltserhöhung, spart sich das Unternehmen außerdem Sozialabgaben.

Nicht nur finanzielle Vorteile gehen mit einem Dienstrad für Firmen einher. Mitarbeiter, die jeden Tag in den Sattel steigen und in die Pedale treten, bewegen sich mehr als diejenigen, die mit dem Auto zur Arbeit kommen. Ein Anstieg der körperlichen Aktivität wirkt sich positiv auf die Gesundheit und die Zufriedenheit der Arbeitnehmer aus. Das hat auch Einfluss auf das Betriebsklima und die Arbeitgebermarke. Zufriedene Mitarbeiter kommen gerne zur Arbeit und tragen dies auch nach außen.

Hauptsache zweirädig: Diese Räder taugen zum Dienstrad

Die individuellen Wünsche und Vorstellungen davon, wie das Dienstrad genutzt werden soll, unterscheiden sich stark. Während die einen das Dienstfahrrad lediglich für den Arbeitsweg einsetzen wollen, möchten die anderen auch in ihrer Freizeit aufsitzen.

Jedes Fahrrad kann als Dienstrad verwendet werden. Vor allem die zunehmende Beliebtheit von E-Bikes und Pedelecs macht das Dienstrad-Leasing attraktiv. Gerade die Geschwindigkeit, mit der Arbeitswege auf einem Elektrorad bestritten werden, spricht für den Kauf eines elektrisch betriebenen Fahrrads. Arbeitnehmer erreichen im Nu ihre Arbeitsstelle – ganz ohne ins Schwitzen zu kommen. Während Beschäftigte früher noch argumentieren konnten, dass der Weg in die Arbeit lang und körperlich anstrengend ist, spricht heute nichts mehr gegen eine kilometerreiche Fahrt zum Arbeitsplatz.

Wer hingegen gleichzeitig seine Fitness stärken möchte, der kann auf ein Rennrad zurückgreifen. Mit diesen ist der Weg zur Arbeit nicht nur schnell bewältigt sondern es kann in der Freizeit wunderbar eingesetzt werden.

Dienstrad Elektromobilität

Dienstrad-Leasing leicht gemacht

Das Leasing eines Dienstfahrrads hält für alle Beteiligten zahlreiche Vorteile parat. Prinzipiell sind es vor allem (Steuer-)Ersparnisse, die das Leasing-Modell für beide Seiten attraktiv machen. Arbeitnehmer können sich über das Dienstrad-Konzept ihr Traumfahrrad günstig finanzieren. Unternehmen profitieren von gesunden und motivierten Arbeitskräften.

Neben finanziellen Vorteilen bringt die Einführung von Jobrädern einen bedeutenden Wandel mit sich: Arbeitnehmer lassen ihr Auto häufiger in der Garage stehen und treten dafür in die Pedale, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Das trägt nicht nur zur individuellen Fitness bei, sondern auch zu einer klimafreundlicheren Fortbewegung. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der sich voll und ganz am Puls der Zeit bewegt.

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