Artikel • 18.2.2020

Carbon und Kondition: Diese Fahrradtypen bringen Freude in Fahrt

Von Rennrädern, Gravel Bikes und Cross Bikes

Carbon und Kondition: Diese Fahrradtypen bringen Freude in Fahrt

Für viele ist das Fahrrad ein gewöhnliches und praktisches Verkehrsmittel: Mit diesem lassen sich Strecken wie die Fahrt ins Büro oder der Weg zur Uni bewältigen. Das ist aber nicht alles! Im Sattel des Zweirads können anspruchsvolle Sporteinheiten absolviert und Erkundungstouren unternommen werden. Gerade auf dem Rennrad lässt sich mit Geschwindigkeit auch Spaß am Radeln gewinnen. Je nach Einsatz und Gelände bieten verschiedene Fahrradtypen den größten Genuss. Worauf beim Kauf geachtet werden muss und welches Rad sich für welchen Zweck eignet, haben wir hier zusammengetragen.

Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad: Von unterschiedlichen Fahrradtypen

Die Trennung zwischen Rennrädern und Mountainbikes ist weit verbreitet: Während man Rennradfahrern ausschließlich auf der Straße begegnet, sind Mountainbikes mit ihren breiten Reifen und gefederten Satteln auch im Wald und hügligen Gelände unterwegs. Oder? Diese klare Zuordnung der Fahrradtypen ist nicht mehr zu hundert Prozent aktuell. Rennräder gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Features. Die dynamischen Gefährte sind nicht mehr ausschließlich für den Asphalt geeignet, wie diese drei Beispiele beweisen:

  • klassisches Rennrad
  • Cyclocross
  • Gravel Bike

Doch welches Zweirad kann was?

Rennrad Gruppe

Drei starke Charaktere: Rennrad, Cyclocross und Gravel Bike

Rennradfahren ist nicht nur ein anspruchsvoller Sport, sondern vor allem eine Leidenschaft. Und entgegen der weitverbreiteten Annahme: Diese Fitnessdisziplin eignet sich nicht nur für Profis! Jeder kann sich auf den Fahrradsattel wagen. Natürlich sind die Vorstellungen, was Geschwindigkeit, Straßenbelag, Landschaft und Gelände angeht, individuell verschieden. Aus diesem Grund sollte die Wahl auf das passende Gefährt fallen.

Das klassische Rennrad

Schmale Reifen, kaum Gewicht und ein dynamischer Vorbau: Das sind bereits drei wichtige Merkmale, die ein klassisches Rennrad vorweist. Je nach Marke und Ausführung variieren die weiteren Besonderheiten: Wettkampf-Räder sind meist federleicht und überzeugen mit hochwertigen Schaltungen und besonders energetischer Geometrie. Aber auch Rennräder für Einsteiger beeindrucken mit sportlichen Elementen.

Das Angebot an Fitness-Rennrädern ist vielfältig und hat für jeden Radler-Typen etwas zu bieten. Um ein brauchbares Rad zu finden, ist es ratsam sich gut zu informieren und sich in verschiedenen Läden oder auch online beraten zu lassen. So verfügen beispielsweise die Shops von Lucky Bike und Radonline über ein großes Angebot. Auch direkt beim Hersteller lassen sich echte Schnäppchen entdecken.

Um ein Beispiel für ein klassisches Rennrad zu nennen: Das Fuji Transonic 2.5 gewinnt Speed-Begeisterte mit einer soliden Ausstattung und einem geschmackvollen Design für sich. Perfekt für eine schnelle Runde auf dem Asphalt! Die Hersteller von Rennrädern bieten je nach Einsatzzweck verschiedene Varianten ihrer Räder an. Das Sortiment reicht meist von Einstiegsfahrrädern bis hin zu vollausgestatteten Race Bikes.

Cross und Gravel Bike – Offroad im Speed-Genuss

Im Gegensatz zum klassischen Rennrad kommen Cyclocross und Gravel Bike sprichwörtlich auch mal vom Weg ab: Denn mit dem Cyclo- und dem Gravel Bike werden nicht nur asphaltierte Straßen befahren. Die beiden Rennradtypen zeichnen sich durch breitere Reifen und eine stabile Architektur aus.

So können Bike-Fans auch offroad Gas geben und sich auf Wald- und matschigen Feldwegen austoben. Der Unterschied zwischen Cyclocross und Gravel Bike ist minimal. Während das Cyclo Bike sich auch für Wettkämpfe eignet und beispielsweise einen kleineren Radstand vorweist, kann das Gravel Bike sogar als Touren- und Langstreckenrad dienen. Hier zählt mehr der Komfort!

Fahrradtypen: Welches Fahrrad ist das beste für mich?

Rennräder sind generell keine Schnäppchen. Für das, was man bekommt, lohnt sich eine Investition aber allemal. Bevor es zum Fahrradkauf in einen Laden oder einen Onlineshop geht, sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Wie möchte ich das Rennrad nutzen?
  • Wo möchte ich fahren?
  • Wie oft möchte ich das Rad einsetzen?
  • Möchte ich meine Leistung steigern? Vielleicht sogar an Wettkämpfen teilnehmen?

Diese Fragen helfen, den richtigen Fahrradtyp für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Letztendlich entscheiden das Material und die Ausrüstung des Bikes darüber, für welches Gelände und für welche Zwecke sich das Rad eignet. Gleichzeitig beeinflussen sie auch den Preis.

Fahrradtypen Sonnenuntergang

Fakten für den Fahrradkauf: Worauf muss ich achten?

Gerade Einsteiger wissen meist noch nicht, wie häufig und in welchem Umfang sie das Fahrrad einsetzen möchten. Deshalb ist es ratsam nicht zwangsläufig zur teuersten Version zu greifen. Einige Qualitäts- bzw. Designkriterien sollte das Zweirad jedoch erfüllen:

  • Schaltung: Die meisten Räder sind bereits mit einer geeigneten Schaltung ausgestattet. Trotzdem sollte die Qualität genauer in den Blick genommen werden. Ist sie gering, mindert das früher oder später den Fahrspaß. Auf die Beratung vor Ort zurückzugreifen kann hier Abhilfe verschaffen. Es lohnt sich jedenfalls vorher zu überlegen welche Art von Schaltung die geeignete für einen sein kann. Denn auf dem Markt tummeln sich viele Anbieter und die Qualität variiert auch innerhalb der einzelnen Marken. So hat der japanische Fahrradkomponenten-Hersteller Shimano Schaltgruppen in verschiedenen Qualitäten im Angebot: von der Einsteiger-Gruppe Claris bis hin zur Referenzklasse schlechthin, der Dura-Ace Di2. Für die Freizeit reicht allerdings eine Einsteiger-Schaltgruppe, egal von welchem Hersteller.
  • Bremsen: Bremse ist nicht gleich Bremse. Allgemein wird bei Rennrädern zwischen Felgen- und Scheibenbremsen unterschieden. Für den alltäglichen Gebrauch ist eine Felgenbremse völlig ausreichend. Bei Nässe kommen die Felgenbremsen aber häufig an ihre Grenzen. Hier sind Scheibenbremsen deutlich im Vorteil, da die Bremsleistung bei diesen Bremsen nicht niedriger wird. Auch bei Abfahrten sind Scheibenbremsen klar im Vorteil: denn während Felgenbremsen bei einer langen Abfahrt sich erhitzen und dadurch sogar der Reifen explodieren kann, sind die Scheiben hitzebeständig und sicherer. Auf der anderen Seite sind Felgenbremsen aber bis zu einem halben Kilogramm leichter als die Scheibenbremsen und sind durch ihre Integration im Fahrradrahmen deutlich aerodynamischer. Beim Verbrauch ist es wiederum komplizierter ein ganzes Felgenbremssystem auszutauschen als eine einzelne Scheibe. Dafür ist die Wartung bei Scheibenbremsen aufwändiger.
  • Rad-Ausstattung: Die Möglichkeiten sind unendlich. Gerade im Profisport sind Rennräder mit Spitzentechnologien und hochwertigem Material versehen. Ein neues Laufrad-Paar und zusätzliche Gadgets sind nicht gleich zu Beginn ein Muss, sondern lassen sich auch im Verlauf der Rad-Karriere noch ergänzen. Dafür muss das Bike aber erweiter- bzw. personalisierbar sein.
  • Optik: Die Qualität des Materials ist ein wichtiger und ausschlaggebender Faktor. Da es sich bei einem Rennrad jedoch um eine Investition handelt, von der der Nutzer noch lange etwas haben soll, muss das Rad auch gefallen. Aus diesem Grund zählt ebenfalls das Design des Gefährts. Rennräder gibt es in den unterschiedlichsten Farben. Auch die Rahmenform kann stark variieren. Sich Zeit für die Entscheidung zu lassen ist also angebracht.

Neben der Optik zählt die Größe des Rahmens. Wichtig ist, dass dieser zur individuellen Körperform passt. Anpassungen durch das Verstellen des Vorbaus oder des Sattels sollten nur zur Optimierung dienen. Das Rad darf auf keinen Fall durch umständliches Werkeln „passend gemacht“ werden.

Gadgets und Ausrüstung für Einsteiger

Nachdem die ersten Fahrten absolviert sind, stellen Rad-Freunde schnell fest: Für wahren Genuss auf dem Fahrrad braucht es mehr als nur ein gutes Zweirad.

Die Nummer Eins auf der Must-have-Liste ist – wenig überraschend – der Fahrradhelm. Gerade auf dem Rennrad werden hohe Geschwindigkeit erreicht, die das Unfallpotenzial erhöhen. Der Schutz für den Kopf ist somit das A und O.

Zubehör für noch mehr Fahrvergnügen

Ein Gadget, mit dem das Rennradfahren erst richtig Freude bereitet, ist die Radhose. Durch die zugeschnittene Polsterung macht das Kleidungsstück die Touren im Sattel deutlich bequemer. Tipp: Eine Hose mit Trägern sichert den Halt und verhindert störendes Verrutschen. Ebenso praktisch sind Rennradschuhe mit den entsprechenden Radpedalen. Mit dem Click-System bleiben die Füße auch bei starkem Antreten da wo sie hingehören.

Neben der passenden Kleidung wünschen sich viele Fahrrad-Fans zudem einen Tracker. Mit ihm können Höchstgeschwindigkeiten, Strecken und Höhenmeter verfolgt werden. Die Aufnahme der Trainingsdaten erhöht die Motivation und bietet einen Überblick über Leistung und Fortschritte. Auch hier sind die Angebote und Möglichkeiten vielfältig.

Rennrad Fahrradtypen

Rasant geht nicht nur auf der Straße

Ob klassisches Rennrad, Cyclocross oder Gravel Bike – überall steht der Speed im Vordergrund. Während sich Rennräder vor allem auf dem Asphalt wohl fühlen, sind mit Cyclocross und Gravel Bike auch Ausflüge in die Natur möglich. Die Hybride aus Mountainbike und Straßenrad eignen sich vor allem für Frischluft-Fans, die auch gerne abseits von Verkehr ihrer Zweirad-Passion nachgehen.