Artikel • 23.6.2020

Erfolg durch Führungskompetenz: Wichtige Fähigkeiten für Führungskräfte

Motivation, Erfolg & Co.

Frau führt ein Meeting mit Mitarbeitern durch

Mitarbeiter motivieren, komplexe Probleme lösen und den Erfolg des Unternehmens sicherstellen – all das sind Aufgaben, die eine Führungskraft meistern muss. Dabei ist nicht nur das fachliche Know-how entscheidend. Im Besonderen kommt es auf die Führungskompetenz an. Diese ist nicht jedem in die Wiege gelegt, lässt sich aber gezielt trainieren und schulen.

Führungskompetenz: Das macht eine gute Führungskraft aus

Ist von Führungskompetenz die Rede, so ist damit die Fähigkeit eines Vorgesetzten gemeint, Ziele zu formulieren. Doch es reicht nicht, nur auszusprechen, was das gesamte Team erreichen soll. Eine gute Führungskraft kann die Mitarbeiter entsprechend motivieren, genau diese Meilensteine zu erreichen.

Dabei nimmt die Chefin oder der Chef eine Vorbildrolle ein. Wer über eine gute Führungsfähigkeit verfügt, schafft es, produktive Arbeitsbedingungen herzustellen. Führungskompetenz ist also nicht eine einzige spezielle Fähigkeit, sondern ein Konglomerat an vielen verschiedenen Skills.

Motivation und Zusammenhalt sind wichtige Führungskompetenzen
Motivation und Zusammenhalt sind wichtige Führungskompetenzen einer Führungskraft

Sechs zentrale Führungskompetenzen

Einer kompetenten Führungsperson gelingt es, dem Team durch das eigene Handeln Sicherheit und Orientierung zu vermitteln. Eine faire Kommunikation steht ebenso im Fokus wie klar festgelegte Ziele. Dabei liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf sechs zentralen Führungsfähigkeiten.

1. Vorbildfunktion und Vertrauen

Mitarbeiter, die das Gefühl haben, sich auf ihre Vorgesetzten verlassen zu können, fühlen sich am Arbeitsplatz wohler und sind deshalb produktiver. Ein vertrauensvolles Verhältnis unter allen Beschäftigten ist daher eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Eine Führungskraft sollte daher verlässlich sein und zu ihrem Wort stehen. Wer authentisch auftritt, erfüllt seine Vorbildrolle und damit auch eine erste wichtige Führungskompetenz.

2. Klare Ziele und Perspektiven definieren

Die Motivation eines Teams ist stark davon abhängig, wie viele Erfolgserlebnisse zu verzeichnen sind. Eine Chefin oder ein Chef mit einer guten Führungsfähigkeit legt daher klare und realistische Ziele fest. Dabei ist es sinnvoll, auf kleinere Teilergebnisse zu fokussieren. So ist der Erfolg leichter zu erreichen. Schritt für Schritt führen diese Zwischenziele schließlich zum gewünschten Endresultat.

Die Führungsebene sollte dabei transparent vorgehen und den Mitarbeitern den Sinn der verteilten Aufgaben mitteilen. Auf diese Weise wird Frust vermieden und ein effizientes Arbeitsumfeld geschaffen.

3. Lernfähigkeit fördern und Potenziale ausschöpfen

Eine entscheidende Führungskompetenz ist es zudem, die Fähigkeit der Mitarbeiter richtig einzuschätzen und entsprechend passende Aufgaben zuzuweisen. Die effektive Delegation von Aufträgen hilft, den Arbeitsablauf zu optimieren.

Zeitgleich ist es wichtig, die Eigeninitiative und Selbstständigkeit jedes Teammitglieds aufrechtzuhalten. Hat ein Mitarbeiter ein spezifisches Interessensgebiet? Dann lässt sich dies bei der Aufgabenverteilung berücksichtigen, um die Stärken vollständig auszuschöpfen.

4. Faire Kommunikation

Ein verbindendes Glied zwischen den verschiedenen Kompetenzen ist die richtige Kommunikation. Ein faires und wertschätzendes Miteinander ist Voraussetzung für ein gutes Betriebsklima. Transparenz und regelmäßige Besprechungen sollten daher fester Bestandteil des Unternehmensalltags sein. Konstantes Feedback hilft dem Team, die eigenen Leistungen stetig zu optimieren. Auch Einfühlungsvermögen sowie Konfliktlösemöglichkeiten fallen unter diese Führungskompetenz.

5. Ergebnisorientierung

Die Ergebnisorientierung beschreibt eine bestimmte Art, Ziele zu kommunizieren. Dabei geht es vor allem um das „Warum“. Die Führungskraft legt dabei nicht den konkreten Weg zur Zielerreichung fest. Vielmehr liefert sie eine Begründung, welches Resultat zu welchem Zeitpunkt abzuliefern ist. Die Mitarbeiter wissen dadurch genau, in welchem Verantwortungsbereich sie sich bewegen.

Das fördert die Eigenverantwortlichkeit aller Teammitglieder und hat auch einen positiven Effekt auf die Motivation jedes einzelnen. Denn wer eigenverantwortlich handeln darf, genießt Wertschätzung vom Arbeitgeber – ein nicht zu unterschätzender Motivator!

6. Unternehmerisches Denken und Handeln

Selbstverständlich sind auch das unternehmerische Denken und Handeln unverzichtbare Führungsfähigkeiten. Den eigenen Wissensstand zu reflektieren und wenn nötig auf den neusten Stand zu bringen, ist Aufgabe eines Vorgesetzten. Nur wer kompetent und sicher im eigenen Fachbereich ist, wird vom Team als Führungsperson akzeptiert.

Auch Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung, die Umsetzung kreativer Ideen sowie ein wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen fallen unter diese Führungskompetenz. Schlussendlich sollte ein Unternehmen unter guter Führung überleben können und zukunftsfähig bleiben.

Führungskompetenz heißt den Mitarbeitern zu vertrauen
Eine Führungskompetenz ist seinen Mitarbeitern zu vertrauen und ihnen etwas zuzumuten

Führungskompetenz ausbauen und trainieren

Eine Beförderung in eine führende Position geht häufig auf die fachliche Kompetenz zurück. Wie genau eine effektive Führung auszusehen hat, ist dabei am Anfang oft nicht klar. Selbst erfahrene Führungskräfte haben hin und wieder mit festgefahrenen Führungsmustern zu kämpfen. Doch das Gute ist: Führungskompetenz ist trainierbar. Mit etwas Geduld kann jeder diese Fähigkeiten erlernen und damit die Produktivität der Mitarbeiter sicherstellen.

Seminare für Führungsfähigkeit

Es gibt zahlreiche Anbieter für ein Leadership Coaching. Ziel ist neben der Optimierung von Arbeitsabläufen auch, wie sich die einzelnen Kompetenzen in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Doch ein einzelnes Seminar reicht häufig nicht aus, um alle Führungsfähigkeiten zu erwerben. Vielmehr ist es ein langwieriger Prozess, der durch ein solches Coaching ins Rollen kommt.

Führungskompetenz in der Praxis

Das theoretische Wissen ist zwar eine wichtige Voraussetzung für die Führungskompetenz. In der Praxis ist aber einiges an Erfahrung nötig, um einen idealen Führungsstil zu entwickeln. Vorgesetzte tun gut daran, auf Dauer lernbereit und wissbegierig zu sein. Zudem ist es sinnvoll, eigene Entscheidungen zu hinterfragen und für Veränderungen offen zu sein. Selbstreflexion ist ein wichtiges Stichwort. Erst wenn das Wissen erfolgreich zur Anwendung kommt, ist die Rede von einer Kompetenz.

Daher ist es sinnvoll, genügend Zeit für die Organisation und Führung der Mitarbeiter einzuplanen. Denn nur wer sich ausgiebig mit der eigenen Führungskompetenz auseinandersetzt und diese übt, kann am Ende dazulernen. Ein realistischer Blick sollte dabei nicht aus den Augen geraten. Das Erwerben der Führungskompetenz erfordert Zeit und Arbeitserfahrung. Zu optimistische Zielsetzungen wirken schnell demotivierend. Die Führungsperson sollte daher ehrlich zu sich selbst sein und dem gesamten Prozess genügend Zeit geben.

Wichtig: Führungskompetenz ist nicht erst im Top-Management relevant. Bereits in früheren Verantwortungsebenen können die vorgestellten Fähigkeiten entscheidend sein. Auch wer nur ein kleines Team unter sich hat, kann die Kompetenzen nutzen, um für ein harmonisches und produktives Umfeld zu sorgen. Je früher sich eine Führungskraft mit dem nötigen Know-how auseinandersetzt, desto leichter fällt es ihr, das Gelernte später auch im großen Stil umzusetzen.

Die Wege zum Erfolg: Lernen und Training
Eine Führungskompetenz muss erworben werden, um ein guter Vorgesetzter zu werden

Führungskompetenz: Grundstein eines erfolgreichen Führungsstils

Führungskompetenzen ermöglichen es Vorgesetzten, Arbeitsabläufe effektiv und zielgerichtet zu gestalten. Dabei kommt der Führungskraft, die sich das Vertrauen der Mitarbeiter erarbeitet, eine Vorbildrolle zu. Ein vertrauensvolles Miteinander ist Voraussetzung für das erfolgreiche Bewältigen von Zielen. Kleinschrittig definierte Zwischenziele helfen, die Motivation des gesamten Teams aufrechtzuhalten.

Zentral ist, die Fähigkeiten und Lernbereitschaften des Einzelnen zu fördern, um das Potenzial eines jeden Mitarbeiters auszuschöpfen. Faire Kommunikation, Ergebnisorientierung sowie unternehmerisches Denken und Handeln stellen weitere wichtige Führungskompetenzen dar, die nicht zuletzt auch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern.