Artikel • 12.2.2020

Im Arbeitsalltag Gutes tun: 11 Tipps für Nachhaltigkeit im Büro

The Green Office

Im Arbeitsalltag Gutes tun: 11 Tipps für Nachhaltigkeit im Büro

Nachhaltigkeit hält auch in immer mehr Büros Einzug. In Zeiten des Klimawandels und der schier unendlichen Menge an Plastikmüll, die der Mensch tagtäglich verursacht, ist jeder weitere Tag Nichtstun unverzeihlich. Wir wollen nachfolgend einige Anregungen zum Thema nachhaltiger Arbeitsplatz bieten und haben praktische Tipps zusammengestellt, die dabei helfen, den Büroalltag besonders umweltfreundlich zu gestalten.

1. Energie sparen ist das A und O

Es gibt viel, das Arbeitgeber und Arbeitnehmer tun können, um im Büroalltag Strom zu sparen. Dies fängt bereits bei der Beleuchtung an. Im besten Fall ist das ganze Büro so konzipiert, dass genügend natürliches Licht einfällt. Zusätzlich kann ein schlaues Lichtkonzept dafür sorgen, dass weniger Leuchtmittel notwendig sind, um ausgezeichnete Beleuchtung zu gewährleisten. Elektrogeräte wie Computer, Drucker und Kopierer im Standby-Modus verbrauchen unentwegt Energie, selbst wenn sie niemand benutzt. Also am besten die Geräte stets vollständig ausschalten und damit auf Dauer viel Energie einsparen.

Auch beim Heizen bzw. bei der Benutzung der Klimaanlage lässt sich so einiges im Sinne der Nachhaltigkeit umsetzen. Eine automatische Heizungs- und Klimaanlagensteuerung kann im Laufe der Zeit Gold wert sein – und Anbieter wie Conrad bieten dabei genau die richtigen Automatisierungskomponenten. Und Butter bei die Fische: Zuhause heizen die meisten auch nicht bei offenen Fenstern, so wie es in vielen Büros der Fall ist. Hier sollte umgedacht werden, auch wenn es nicht die eigenen Stromkosten sind.

Nachhaltigkeit im Büro bedeutet aber auch, sich für einen Ökostromanbieter zu entscheiden.

2. Beim Kauf von Elektrogeräten auf Nachhaltigkeit achten

Ein Arbeitgeber, der Wert auf Nachhaltigkeit im Büro legt, wird (hoffentlich) bei der Anschaffung neuer Elektrogeräte ganz genau hinschauen. Dabei heißt das Motto in vielen Fällen: weniger ist mehr. Anstelle von Druckern an jedem Arbeitsplatz wird ein Netzwerkdrucker, auf den alle Mitarbeiter zugreifen, die bessere Lösung sein. Das gleiche gilt auch für Geräte wie Kaffeemaschinen und Kühlschränke.

Beim Kauf von Elektrogeräten spielt beim nachhaltigen Arbeitsplatz auch die Energieeffizienzklasse eine wichtige Rolle. Auch wenn mit der Energieklasse in der Regel auch der Anschaffungspreis steigt, wird sich die höhere Investition schnell bei der Energieersparnis bemerkbar machen.

3. Nachhaltigkeit beginnt bereits auf dem Weg zur Arbeit

Muss es auf dem Weg ins Büro immer das Auto sein? Fahrradfahren ist viel günstiger, oftmals praktischer und sogar noch viel besser für die eigene Gesundheit. Liegt das Büro zu weit weg, um mit dem Fahrrad zu fahren, dann bieten sich die öffentlichen Verkehrsmittel an. Eine Monatskarte kostet weniger als Benzin, Autoversicherung und Steuern – und besser für die Umwelt ist es allemal. Für diejenigen, für die Öffis nichts sind, könnte vielleicht ein Sammeltaxi oder Fahrgemeinschaften die umweltfreundlichere Alternative darstellen.

Öffentliche Verkehrsmittel

4. Weniger Müll erzeugen ist nicht schwer

Im Büroalltag fällt Tag für Tag kiloweise Müll an. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können etwas dafür tun, die tägliche Müllerzeugung auf ein Minimum zu reduzieren. Wer als Arbeitgeber den eigenen Angestellten Getränke zur Verfügung stellt, sollte anstelle von Plastik- auf Glasflaschen setzen. Wer die Toiletten mit Papierhandtüchern ausstattet, sollte als Alternative über Baumwolltücher, Lufttrockner oder zumindest über recycelte Papiertücher nachdenken. 

Kaffeemaschinen sind nicht nur hinsichtlich der Anzahl und des Energieverbrauchs wichtig, sondern auch in puncto Müll. Wer Müll sparen möchte, verzichtet auf Kapselmaschinen, die jährlich für viele Tonnen Müll verantwortlich sind. Und lächerlich teuer ist der Kaffeekonsum damit ebenfalls. Ein klassischer Kaffeevollautomat ist die bessere Alternative. Wer alte Elektrogeräte durch neue ersetzen möchte, muss sie nicht unbedingt wegwerfen. Portale wie reBuy kaufen Gebrauchtes auf und sorgen dafür, dass die Geräte länger in Verwendung sind, bevor sie auf dem Müll landen.

5. Ohne Mülltrennung geht es nicht

Trotz aller Bestrebungen wird im Büroalltag trotzdem Müll entstehen. Dies ist nicht weiter schlimm, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam um die sachgemäße Entsorgung der Abfälle kümmern. Der Chef sollte den Mitarbeitern die Mülltrennung durch entsprechende Ausstattung in Büros und Küchen ermöglichen, während die Büromitarbeiter sich bemühen sollten, ihren Müll auch entsprechend zu sortieren.

6. Für ein Meeting nicht durch Deutschland jetten

Immer noch wird zu häufig für ein zweistündiges Meeting kreuz und quer durch Deutschland geflogen. Und das, obwohl Video-Calls oder Telefonate dasselbe Ergebnis liefern. Es dürfte inzwischen bekannt sein, dass global gesehen das Fliegen zu den größten CO2-Sündern im Verkehrswesen zählt. Wer seinen ökologischen Rucksack also reduzieren will, sollte auf den Gang zum Gate verzichten und lieber von Hamburg nach München telefonieren oder mit der Bahn fahren.

7. Den Bürobedarf mit Bedacht auswählen

Es lohnt sich immer, Einwegprodukten den Kampf anzusagen. Dies gilt auch bei der Ausstattung eines Arbeitsplatzes. Anstelle von Einwegstiften sollten es Nachfüllstifte sein, die ins nachhaltige Büro gehören. Doch auch bei Arbeitsmaterialien wie Druckerpapier, Arbeitsmappen und Co. sollte es im besten Fall Recyceltes sein. Weiterhin ist es ratsam, nach Händlern Ausschau zu halten, die auf möglichst wenig Verpackung setzen bzw. ein Mehrweg-Versandsystem anbieten. Ein solcher Anbieter ist memolife, der mit seiner memo Box eine solche Versandart anbietet, um seine nachhaltigen und fairen Produkte, wie Möbel oder Büromaterialien, zu versenden.

Apropos Möbel: auch diese können nachhaltig oder recycelt sein, ohne optische Einbußen hinnehmen zu müssen. Shops wie memo setzen dabei voll und ganz auf nachhaltige Möbel und Büroeinrichtung. Egal ob Bürostuhl, Schreibtisch oder Regalsysteme - für jedes Möbelstück gibt es auch eine nachhaltige Alternative.

Nachhaltigkeit Büro Kaffee

8. Drucken mit Blick auf Nachhaltigkeit

Auch die kleinen Dinge können auf Dauer einiges ausmachen. Dies gilt zum Beispiel für das Druckverhalten der Mitarbeiter auf dem Arbeitsplatz. So werden Jahr für Jahr Millionen von Tonnen grafisches Papier abgesetzt. Allein im Jahr 2017 waren es mehr als vier Millionen Tonnen. Als grafisches Papier wird solches bezeichnet, das zum Drucken, Kopieren und für Notizblöcke verwendet wird. In Hinblick auf diesen immensen Verbrauch sollte es in jedem Büro eine Richtlinie rund ums Drucken geben.

Um Druckerpapier, Tinte und Energie zu sparen, sollten Drucker auf doppelseitiges Drucken und Kopieren eingestellt sein. Ein anderer Hack ist es, einfach mehrere Seiten auf einer zu drucken. Zudem wird der Verbrauch drastisch gesenkt, wenn Mitarbeiter Dokumente digital speichern und teilen. Selbstverständlich sollten alle Geräte eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse vorweisen. Auch Verträge und Rechnungen können digital gespeichert und teilweise mit dem Trackpads der Notebooks unterzeichnet werden.

9. Bei der Verpflegung nachhaltig vorgehen

Bei der Auswahl der täglichen Mahlzeiten gibt es ebenfalls einiges, das Arbeitnehmer im Sinne der Nachhaltigkeit im Büro unternehmen können. Wer umweltbewusst leben möchte, bringt eigenes Essen in der Tupperdose ins Büro, anstatt im Restaurant um die Ecke Essen to go zu bestellen, bei dem regelmäßig Abfälle entstehen. Sogenannte Meal Prep, also Gerichte, die zu Hause vorbereitet werden, sind auch sehr beliebt. Darüber hinaus schmeckt es einfach besser, da garantiert ist, dass nur Lebensmittel verwendet werden, die einem auch tatsächlich schmecken. Wer sich um die Natur sorgt, kocht sein Essen aus regionalen Zutaten und verzichtet öfter auf Fleisch. Bio-Lebensmittel sind dabei ebenso eine Selbstverständlichkeit wie Fairtrade-Kaffee.

10. Umweltfreundliche Reinigungsmittel verwenden

Natürlich müssen Büros regelmäßig gereinigt werden. Der Arbeitgeber hat allerdings selbst in der Hand, wie umweltfreundlich die Reinigung vonstatten geht. Im Handel gibt es viele verschiedene nachhaltige Reinigungsmittel, die ganz oder weitestgehend auf umweltschädigende Chemikalien verzichten und trotzdem ganze Arbeit leisten. Außerdem wird durch solche Reinigungsmittel verhindert, dass unnötig Mikroplastik in unsere Abwässer und Meere sickert und dadurch die Umwelt belastet.

11. Extratipp: Nachhaltige Bürokleidung kaufen

Selbstverständlich kann jeder auch mit dem eigenen Kleidungsstil zeigen, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit ist. Schöne Bürokleidung gibt es auch mit gutem Gewissen – und zwar zum Beispiel im Avocado Store. Und wer mit gutem Beispiel vorangeht, wird schnell auch die eigenen Kollegen von den Vorzügen der nachhaltigen Mode überzeugen.

Nachhaltigkeit Büro Essen

Nachhaltigkeit kann so einfach sein

Es gehört gar nicht so viel dazu, den eigenen Arbeitsalltag im Sinne der Nachhaltigkeit zu gestalten. Meist sind es nur kleine Veränderungen in der eigenen Vorgehensweise, die mit der Zeit große Wirkung zeigen. So kann jeder seinen Beitrag leisten und dafür sorgen, dass sich auch die zukünftigen Generationen an der unvergleichlichen Schönheit dieses Planeten erfreuen können.