Artikel • 6.6.2020

Die besten Surfspots Europas: Es muss nicht immer Hawaii sein

Die perfekte Welle zum Greifen nahe

Mann surft bei wunderschönen Abendröte

Wer im Urlaub am liebsten Wellen reitet, muss dafür nicht rund um den Globus fliegen. Es gibt zahllose Surfspots in Europa, die es mit denen in Hawaii, Australien und auf den Malediven aufnehmen können. Frankreich, Großbritannien, Portugal und Deutschland haben einige spannende Destination für Surf-Fans zu bieten. Wir wollen bei der Suche nach dem perfekten Surfurlaub in der Nähe behilflich sein und stellen die schönsten und besten Surf-Hotspots Europas vor.

Darum in Europa surfen!

  • Surfen in Europa bietet Abwechslung. Ob die kraftvollen Wellen der Nordsee, die rauen Gewässer der französischen Atlantikküste oder den warmen Wellen Portugals – an den europäischen Surf-Hotspots wird es nie langweilig.
  • Surfurlaub in Europa ist immer vor der Tür. Selbst die entferntesten Surfspots in Europa sind nur wenige Flugstunden entfernt und viele Destinationen sind mit dem Auto gut zu erreichen. Günstige Unterkünfte in ganz Europa gibt es beispielsweise bei Expedia.
  • In Europa ist ein entspannter Surfurlaub sicher. Urlauber müssen keine Währungsumrechnungen zu teils schlechten Kursen hinnehmen, keine langwierigen Visa-Anträge durchlaufen und können in vielen Fällen Standards erwarten, die auch hierzulande gelten.

Doch welche sind die schönsten Surfspots in Europa und was macht sie aus? Hier einige Ideen für einen Surfurlaub, der für immer in Erinnerung bleibt.

Eine Gruppe von Surfern geht ins Meer
Die diversen Surfspots in Europa laden zum Wellenreiten ein

Norderney als spannender Surfspot für jedermann

Für Surf-Fans stellt die ostfriesische Insel Norderney eine spannende Destination dar. So finden Wasserfans in dieser Region für Nordsee-Verhältnisse gute und konstante Wellen vor, wobei die besten Bedingungen am Januskopf gegeben sind. Am Nordstrand fühlen sich Profi-Surfer wohl, während auf der südlichen Seite der Insel Einsteiger ruhigere Bedingungen vorfinden.

  • Zielgruppe: Auf Norderney sind Surf-Neulinge und Profis gleichermaßen gut aufgehoben. Durch die Aufteilung des Surfbereiches in Buhnenfelder ist für jedes Erfahrungslevel etwas dabei.
  • Surf-Saison und Wellen: Im Frühjahr und im Herbst, wenn ein Tief über die Nordsee in Richtung Ostsee zieht, entstehen besonders hohe Wellen. Grundsätzlich eignen sich zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Hochwasser am besten fürs Wellenreiten. Auf Onlineportalen wie WindGURU lassen sich Wind- und Wasserbedingungen zu vielen Destinationen nachverfolgen.
  • rowd-Faktor: Die Surfszene in Norderney ist vergleichsweise klein, sodass meist niemand um die besten Wellen konkurrieren muss. Im Sommer, während der Haupt-Urlaubssaison, kann es an den Stränden allerdings eng werden.
  • Transportkosten: Aus den meisten Gegenden Deutschlands ist Norderney gut mit der Deutschen Bahn erreichbar. Surfbretter können zwar nicht mit in den Zug, die Deutsche Bahn bietet allerdings einen Gepäckservice an. Surfbretter zählen dabei zum Sondergepäck und kosten 27,90 Euro pro Reiserichtung. 

Die Bucht von Biskaya – Surfen bei Traumkulisse an der französischen Atlantikküste

Wasserfans zieht es in Frankreich an die Atlantikküste. Frankreich ist ein Muss für leidenschaftliche Surfer, sodass Jahr für Jahr unzählige von ihnen zu den Küsten des Landes pilgern. Diejenigen, die es besonders anspruchsvoll mögen, müssen die Bucht von Biskaya, auch Golf von Biskaya genannt, besuchen. Diese Region ist ein Traum für Big-Wave-Surfing-Fans und intensive, aufregende Surfsessions sind hier garantiert.

  • Zielgruppe: Die Bucht von Biskaya ist nur für Profis geeignet. Die hohen, starken Wellen und die teils rauen Windverhältnisse sind nichts für Unerfahrene.
  • Surfsaison und Wellen: In den Wintermonaten sind an der Atlantikküste Frankreichs beinahe jeden Tag konstante hohe Wellen sicher. In den Sommermonaten laufen endlose kleinere Wellen über die breiten Sandbänke der Küstenregionen. Im Hochsommer kann von einer Wellengarantie gesprochen werden, wie sonst an wenigen Surfspots in Europa.
  • Crowd-Faktor: Da die Surfspots in Südfrankreich auf der ganzen Welt bekannt sind, kann es zur Hochsaison von Juli bis September an einigen Surf-Hotspots ziemlich voll werden. In der Bucht von Biskaya sollten Ruheliebende die Hochsommermonate meiden – und grundsätzlich die frühen Morgenstunden für Surfsessions wählen.
  • Transportkosten: Wer in den Frankreich-Urlaub fliegt, muss mit zusätzlichen Kosten für den Transport des Surfbretts rechnen. So berechnet zum Beispiel Eurowings eine Gebühr von 50 Euro, während Lufthansa 80 Euro verlangt.
Surfspots in Europa laden zum Wellenreiten ein
In Europas Surfspots muss nicht lange auf die perfekte Welle gewartet werden

Playa de la Mata in Spanien: Einsteiger Willkommen

Eigentlich heißt es, dass das Mittelmeer nicht zum Surfen taugt. Der Playa de la Mata, der beliebte Strand an der Costa Blanca in Südostspanien zeigt, dass jede Regel eine Ausnahme hat. Surfen können Wasserfans ab April und bis in den Oktober hinein bei mehr als 20 Grad Wassertemperatur und im türkisfarbenen Wasser. 

  • Zielgruppe: Die vergleichsweise leichten Wellengänge sowie die angenehmen Wetterbedingungen machen den Playa de la Mata zum perfekten Spot für alle, die die Welt des Surfens kennenlernen möchten.
  • Wellen vor Ort und Surf-Saison: Mit hohen Wellen kann die Costa Blanca wahrlich nicht aufwarten – diese werden kaum höher als 1,5 Meter. Dafür umso mehr mit Beständigkeit. Das ganze Jahr über laden die Wellen zum Surfen ein.
  • Crowd-Faktor: Da die Costa Blanca eine beliebte Urlaubsregion für Familien darstellt, kann es im Sommer ganz schön turbulent zugehen. Wer das Wasser für sich allein haben möchte, kommt im Winter oder steht ganz besonders früh auf.
  • Transportkosten: Nach Spanien kommen Reisende beispielsweise mit SWISS. Auch diese Airline berechnet Gebühren für die Surfboard-Mitnahme – und zwar 110 Euro. Wer mit TUIfly reist, zahlt für den Transport 65 Euro pro Strecke.

Arrifana Strand an der Algarve: Wellenreiten wie im Paradies

Die Atlantikküste Portugals ist im Grunde ein riesengroßer Spielplatz für Surf-Begeisterte. Die südliche Lage des Landes garantiert Surfspaß, beim dem es selbst in Shorts und im Bikini nicht zu kalt ist. Vor allem an der Algarve, der wohl schönsten Region des Landes, sind die Wellen mit Jahresdurchschnittstemperaturen von mehr als 17 Grad besonders angenehm. Zu den schönsten Surfspots an der Algarve gehört der Arrifana Strand.

  • Zielgruppe: Alles in allem ist der Praia da Arrifana für alle Surfer geeignet. Vielseitige Surfbedingungen bieten die drei Buchten, in die diese Strandregion aufgeteilt ist. Es gibt aber sogenannte große Tage, an denen die Wellen zu schnell und zu steil für unerfahrene Surfer sind.
  • Surf-Saison und Wellen: Der Surfspot bietet sowohl hohe Peaks als auch linke und rechte Wellen. Surfsaison ist an der Algarve ganzjährig, wobei es in den Wintermonaten deutlich kühler und stürmischer werden kann als im Sommer. Einsteiger finden in den Sommermonaten die besten Rahmenbedingungen vor. Surf-Ausrüstung für jedes Wetter gibt es zum Beispiel bei Blue Tomato.
  • Crowd-Faktor: Im Gegensatz zu vielen anderen Surf-Spots der Region ist der Strand nicht überlaufen, da er sich am Rande des regionalen Surfzentrums befindet. Außerdem ist die Region touristisch weniger entwickelt als Surfregionen in der Nähe Lissabons.
  • Transportkosten: Günstig nach Portugal geht es mit Ryanair. Die Mitnahme eines Surfbretts kostet 40 Euro. Auch easyJet bringt Reisende preiswert zum Surfen nach Portugal. Hier kostet der Transport 42 Euro.

Wellenreiten in Cornwall: Großbritanniens Surfer-Oase

Zugegeben, Großbritannien kommt nicht unbedingt sofort in den Sinn, wenn es um Gebiete zum Wellenreiten geht. Doch bietet das Land ausgezeichnete Bedingungen zum Surfen und kann einige renommierte Surf-Gebiete vorweisen. Zu den beliebtesten unter ihnen gehören die Küsten der Stadt Newquay in Cornwall, im Südwesten Englands. Auf den ersten Blick mag die Stadt wenig zu bieten haben, glänzt auf den zweiten Blick aber mit eigentümlichem Charme und einer ausgezeichneten Infrastruktur für Surfer. 

  • Zielgruppe: Je nach Jahreszeit ist die Region für Surf-Schüler und Profis gleichermaßen geeignet.
  • Wellen vor Ort und Surf-Saison: Einsteiger sollten in den Sommermonaten nach Cornwall reisen, wenn das Wetter mild und die Wellen nicht hoch sind. Profis werden im Winter die besten Wellen bekommen und sollten sich auf niedrige Wassertemperaturen und unwirtliches Wetter einstellen.
  • Crowd-Faktor: Im Herbst und Winter sind die Küstengebote bei Newquad sehr spärlich besucht und die Wellen gehören einem fast allein. Wenn es wärmer wird, kommen auch die Touristen. So richtig überlaufen ist die Region aber zu keiner Zeit des Jahres.
  • Transportkosten: Das eigene Surfbrett mitzunehmen ist bei British Airways kostenlos, solange die Maximalmaße von 190 x 75 x 65 cm nicht überschritten wird. Andernfalls kostet die Mitnahme 75 Euro. Wer mit der Air France fliegt, zahlt für Sportausrüstung unter 3 Meter Länge nichts, denn diese zählt als Standardgepäck.
Eine Surferin geht bei einem Surfspot in Europa ins Wasser
Ob in Deutschland, Großbritannien oder Portugal: Europa hat so einige tolle Surfspots zu bieten

In Europa wartet Surfspaß ohne Ende

Welcher Surfspot soll es sein? Oder am besten einfach alle ausprobieren? Der Sommer hat gerade erst angefangen und an vielen Surfspots in Europa ist ganzjährig Saison. Es bleibt also viel Zeit, all die aufregenden Gebiete kennenzulernen und verschiedenste Erfahrungen zu sammeln. Also ab ins nächste Flugzeug und rein geht es in die Wellen Europas – zu Hause sitzen war nun lang genug.

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