Artikel • 26.9.2022

Wasser sparen: Umwelt und Portemonnaie schonen

Tipps für einen bewussten Umgang

Grauer Wasserhahn in einer Küche, aus dem Wasser läuft.

Wasser wird immer kostbarer, ein bewusster Umgang zunehmend wichtiger. Es ist gar nicht so schwer, den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren. Mit unseren Tipps kann jeder Haushalt kurzerhand Wasser und damit auch Geld sparen.

Wieso Wasser sparen so wichtig ist

Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt 120 bis 190 Liter Trinkwasser am Tag. Der Großteil wird fürs Duschen, Kochen, Wäschewaschen oder für die Toilettenspülung verwendet. Doch diese Menge gilt es dringend zu reduzieren. Deutschland war zwar lange ein wasserreiches Land, mittlerweile macht sich allerdings auch bei uns der Klimawandel deutlich bemerkbar. Heiße Sommer gepaart mit wenig Niederschlag sorgen dafür, dass die Grundwasserstände sinken, der Boden vertrocknet und Pflanzen verdorren. Das hat zur Folge, dass der Wasserverbrauch pro Haushalt mancherorts limitiert werden muss - wie im Sommer in Brandenburg beispielsweise. Zusätzlich greifen die im Abwasser enthaltenen Schadstoffe die Umwelt an.
Wen all das noch nicht überzeugt hat, Wasser zu sparen, dem hilft vielleicht Folgendes: Warmwasser ist der zweitgrößte Stromfresser im Haushalt. Wer also achtsamer mit dem Wasser umgeht, kann seine Energiekosten senken und Geld sparen.

Wie kann man Wasser sparen?

Keine Sorge, Wasser sparen muss nicht kompliziert sein. Wer denkt, er müsste sich großflächig in Verzicht üben, liegt falsch. Oft können bereits kleine Veränderungen im Haushalt dabei helfen, den Trinkwasserverbrauch deutlich zu reduzieren. Hilfreiche Gadgets minimieren den Durchfluss und senken damit die Nebenkosten. Nachfolgend präsentieren wir einige Tipps, mit denen Wasser sparen leichter fällt.

Abwasch einer Pfanne unter laufendem Wasser
Wer Wasser sparen möchte, sollte das Geschirr besser nicht unter laufendem Wasser abwaschen.

Wassersparend duschen - so geht's

Zunächst einmal sei gesagt, dass Duschen im Vergleich zum Baden bereits jede Menge Wasser spart. Für ein Vollbad werden in etwa 140 Liter Wasser benötigt, beim Duschen ca. 15 Liter pro Minute. Wer fünf Minuten duscht, verbraucht demnach nur etwa 60 Liter - weniger als die Hälfte!
Doch auch beim Duschen kann weiter Wasser gespart werden, denn um die 14 Prozent der Energiekosten des Haushalts gehen auf die Zubereitung des Warmwassers zurück. Am besten wird die Duschzeit also so gering wie möglich gehalten, beim Einseifen kann das Wasser sowieso problemlos abgestellt werden. Zusätzlich helfen innovative Produkte, den Wasserverbrauch zu senken.

Puregreen Wassersparer

Wer Wasser sparen, dabei jedoch nicht auf einen kräftigen Wasserstrahl verzichten möchte, für den lohnt sich der Puregreen Wassersparer. Er wird zwischen der Duscharmatur und dem Duschschlauch mit nur wenigen Handgriffen angebracht und ist sofort einsatzbereit. Eine seitliche Öffnung am Ventil sorgt dafür, dass Wasser beim Durchströmen von Luft angesaugt und verwirbelt wird. Anschließend wird dieses verwirbelte Wasser durch eine Verengung im Puregreen Wassersparer beschleunigt und weiter zur Duschbrause befördert. Auf diese Weise werden bis zu 50 Prozent Wasser gespart, bei 100 Prozent Duschgefühl.

Unser Tipp: Erhältlich ist der Puregreen Wassersparer unter anderem bei eBay bereits ab 9,97 Euro. Mit einem eBay Gutschein wird es sogar noch günstiger.

Wassersparende Duschköpfe

Zusätzlich zu den Verwirbelungsdüsen bietet ein Sparduschkopf die Möglichkeit, den Wasserverbrauch zu reduzieren - etwa um 50 Prozent. Wassersparende Duschköpfe fungieren als Durchflussbegrenzer. Die Wassermenge, die durch die Brause strömt, wird eingeschränkt. Statt etwa 15 Liter pro Minute fließen mit Hilfe eines Sparduschkopfs nur noch sechs bis sieben Liter pro Minute hindurch. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Wasser seicht herauströpfelt. Wassersparende Duschköpfe können das Wasser mit hohem Druck herauspressen, außerdem wird dem Wasserstrahl Luft hinzugefügt, sodass er fülliger wirkt.

Unser Tipp: Als besonders wassersparend gilt der Hansgrohe Croma 100 Duschkopf, der zum Beispiel im Onlineshop von Reuter aktuell für nur 23,95 Euro angeboten wird. Ein Reuter Gutschein gewährt einen zusätzlichen Rabatt.

Duschkopf mit heraussprudelndem Wasser
Beim Duschen wird das meiste Wasser verbraucht. Wassersparende Duschköpfe schaffen Abhilfe.

Wasser sparen im Bad - weitere Möglichkeiten

Das Badezimmer ist der Ort im Haushalt, an dem das meiste Wasser verbraucht wird. Wasser und Energie lassen sich hier nicht nur beim Duschen sparen, auch beim Wäschewaschen, Zähneputzen und bei der Toilettenspülung. Wie? Das zeigen wir hier.

  1. Die Toilettenspülung ist nach der Dusche der größte Wasserverbraucher im Haushalt. Je nach Spülung fließen hier jeweils sieben bis neun Liter hindurch. Ist eine kleine Spültaste vorhanden, kann über diese bereits ein großer Teil gespart werden. Eine Wasser-Stopp-Taste reduziert die Menge zusätzlich, denn dank ihr kann der Spülvorgang vorzeitig abgebrochen werden.
  2. Die Waschmaschine sollte stets nur vollständig befüllt angeschaltet werden. So muss sie seltener genutzt werden, der Wasserverbrauch wird ausgekostet und Strom gespart. Zum anderen kann der Energieverbrauch der Waschmaschine weiter reduziert werden, indem die Kleidungsstücke bei nur 30 statt 40 oder 60 Grad gewaschen werden. Das reicht in der Regel vollkommen aus. Eine Vorwäsche ist nicht nötig.
  3. Beim Zähneputzen ist es hilfreich, einen Zahnputzbecher zu benutzen, um Wasser zu sparen. Statt den Wasserhahn immer wieder aufzudrehen, sei es zum Anfeuchten der Zahnbürste oder zum Ausspülen des Mundes, oder es gar die ganze Zeit über laufen zu lassen, wird der Zahnputzbecher nur einmal mit Wasser gefüllt - das genügt für den gesamten Vorgang.
  4. Beim Händewaschen gilt ähnliches: Der Wasserhahn muss nicht dauerhaft laufen, während des Einseifens kann er getrost abgedreht werden.

Zweithöchster Verbrauch: Wasser sparen in der Küche

Den zweiten Platz hinsichtlich des Wasserverbrauchs im Haushalt belegt die Küche. Schließlich werden hier unter anderem Speisen zubereitet und Geschirr abgewaschen. Die folgenden Tipps verraten, wie jeder in der Küche Wasser sparen kann.

Geschirrspüler nutzen statt abwaschen

Eine moderne Spülmaschine verbraucht weniger Wasser als ein Abwasch mit der Hand. Das gilt jedoch nur, wenn sie vollständig beladen ist. Ist das Geschirr nur leicht verschmutzt, kann es direkt im Geschirrspüler abgelegt werden und benötigt keine zusätzliche Spülung vorab. Es lohnt sich außerdem, beim Kauf des Geschirrspülers einen Blick auf die Energieeffizienzklasse zu werfen. Diese gibt den jeweiligen Energieverbrauch des Geräts an. Die Klasse A, dunkelgrün gekennzeichnet, steht dabei für den niedrigsten Energieverbrauch, die Klasse G kennzeichnet mit der Farbe Rot die Geräte mit dem höchsten. Wer sich also für eine Spülmaschine mit der Energieeffizienzklasse A entscheidet, der kann sowohl Wasser als auch Energie und Geld sparen.

Unser Tipp: MediaMarkt bietet zahlreiche energiesparende Geschirrspüler in seinem Sortiment. Einen zusätzlichen Preisnachlass gibt es mit einem MediaMarkt Gutschein.

Mit Tellern und Besteck gefüllter Geschirrspüler
Ein prall gefüllter Geschirrspüler spart im Vergleich zum Abwasch mit der Hand jede Menge Wasser.

Zutaten wassersparend waschen

Salate, Obst, Gemüse und weitere Lebensmittel sollten nicht unter fließendem Wasser abgewaschen werden. Besser ist es, eine mit Wasser gefüllte Schüssel dafür zu nutzen. Auf diese Weise wird weniger Wasser verbraucht und es kann außerdem danach noch weiterverwendet werden, zum Beispiel zum Gießen von Pflanzen.

Wasser sparen beim Teekochen

Bei der Zubereitung von Tee oder anderen Heißgetränken empfiehlt es sich, lediglich die tatsächlich benötigte Menge in den Wasserkocher zu füllen. Das reduziert auch die Energie, die der Wasserkocher zum Erhitzen aufwenden muss. Sollte doch etwas Wasser übrigbleiben, bitte nicht wegschütten. Es kann zu einem späteren Zeitpunkt erneut erhitzt werden.

Wassersparer für den Wasserhahn

Nicht nur wassersparende Duschköpfe sind hilfreich im Haushalt, auch Wasserhähne können mit Hilfe von Durchflussbegrenzern, auch Luftsprudler genannt, so präpariert werden, dass weniger Wasser bei nahezu gleichbleibendem Druck durchgeleitet wird. Dank der kleinen Helfer, die kurzerhand an den Wasserhahn montiert werden, können bis zu 60 Prozent Wasser gespart werden. Sie ersetzen einen Teil des Wassers mit Luft, so wirkt es fülliger.

Unser Tipp: In Baumärkten, wie beispielsweise Globus, sind Durchflussbegrenzer für den Wasserhahn bereits zum kleinen Preis zu finden. Mit einem Globus Gutschein wird der Kauf zusätzlich günstiger.

Wasser sparen im Garten - so geht's

Im Alltag wird nicht nur für die Küche und das Bad Wasser benötigt, Haushalte mit einem Garten haben dort zusätzlich einen hohen Wasserverbrauch. Nachfolgend gibt es ein paar Tipps, wie dieser reduziert werden kann.

Regenwasser für die Bewässerung nutzen

Es ist nicht nötig, die Pflanzen und den Rasen mit wertvollem Trinkwasser zu bewässern. Umweltfreundlicher und zudem deutlich kostengünstiger ist die Nutzung von Regenwasser. Dafür muss lediglich eine Regentonne im Garten aufgestellt werden, die bereits zum kleinen Preis in unterschiedlichen Baumärkten zu erwerben ist. Optimalerweise sollte die Regentonne über einen Deckel verfügen, anderenfalls geht durch Verdunstung eine große Menge Wasser wieder verloren.

Seltener Rasen mähen

Der Rasen im Garten sollte nicht zu oft gemäht werden, sonst trocknet er schneller aus. Langes Gras bietet mehr Schatten, trocknet demzufolge weniger aus und benötigt auf diese Weise weniger Wasser. Wasser sparen kann so einfach sein!

Rasenmäher auf vertrocknetem Sommerrasen
Kurzer Rasen benötigt deutlich mehr Wasser. Weniger Rasen mähen ist daher empfehlenswert.

Wasser sparen im Haushalt: Allgemeine Tipps

Wir haben bisher gezeigt, wie Privatpersonen im Bad, in der Küche und im Garten Wasser sparen können. Abschließend wollen wir noch ein paar allgemeine Tipps dazu geben, wie der Wasserverbrauch im Haushalt reduziert werden kann.

Tropfende Wasserhähne zum Beispiel sollten unbedingt schnellstmöglich repariert werden. Auch wenn es zunächst nur ein paar Tropfen sind, so kommt doch über den Tag verteilt eine große Menge verschwendetes Trinkwasser zusammen. Dabei ist das Problem oftmals mit nur wenigen Handgriffen erledigt.

Da speziell für Warmwasser eine erhebliche Menge Energie benötigt wird, lohnt es sich, darauf zu achten, in welchen Situationen tatsächlich welches benötigt wird. Oft reicht bereits kaltes Wasser aus. Wer Warmwasser nur dann aufdreht, wenn er es tatsächlich benötigt, spart Energie und damit auch Geld.

Und zu guter Letzt ist ein allgemein bewusster Umgang mit Wasser entscheidend, wenn etwas eingespart werden soll. Wasser sollte nicht verschwendet werden. Betrachten wir es als kostbare Ressource und richten wir unser Handeln danach, können wir schon jede Menge Wasser sparen.

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