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17. November 2011, 09:07 Uhr

Chinas Aktiengöttinnen

"Yang, spring nicht aus dem Fenster"

Von Mark Böschen

Die chinesische Finanzbranche ist überraschend weiblich: Die vier Investmentfonds in Hongkong, deren Gewinne sich in den vergangenen zehn Jahren am besten entwickelt haben, sind fest in Frauenhand. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Super-Kapitalistinnen?

Hinter den Hochhäusern von Kowloon versinkt die Sonne im Meer. Es ist Samstagabend, kurz nach sechs Uhr. Liu Yang, 46, sitzt in einem Sessel, schenkt dem Schauspiel, das sich hinter dem Panoramafenster des "Hongkong Four Seasons"-Hotels abspielt, kaum einen Blick und widmet sich stattdessen ihrem Ingwertee.

Die Frau, die einheimische Medien "Chinas Aktiengöttin" oder "Chinas weiblichen Buffett" nennen, trägt eine weiße, geblümte Bluse und einen Armreif aus grüner Jade. Neben ihrer Teetasse liegt ein schwarzes Vertu-Mobiltelefon, Kaufpreis: ab 4000 Euro.

Während der Pianist am Flügel mit weichem Anschlag Jazz-Standards spielt, erzählt Liu im rauen Pekinger Dialekt ihre Geschichte, die zugleich die des Fondsmanagements in China ist. Denn Liu war Anfang der neunziger Jahre eine der Ersten, die in den neu geschaffenen Aktienmarkt investierten, damals noch für den Staatskonzern Citic. Heute gehört ihr die Fondsboutique Atlantis, die vier Milliarden Dollar verwaltet. Seit dem Start ihres Atlantis China Fund 2003 hat sie das Geld der Anleger verachtfacht.

Der Weg an die Spitze der Finanzbranche war hart. "Für Frauen ist es in China immer noch nicht leicht, erfolgreich zu sein", sagt Liu. "Die Gesellschaft wird von Männern dominiert, seit 3000 Jahren."

"Produkt des Kapitalismus"

Umso erstaunlicher, dass Lius Erfolgsgeschichte kein Einzelfall ist an Hongkongs Börse: Hier entscheiden meist Frauen darüber, welche Aktiengesellschaften die Milliarden der Anleger bekommen. Die vier besten Fonds der vergangenen zehn Jahre wurden Ende 2010 von Frauen geführt. Bei vielen weiteren Greater-China-Fonds haben ebenfalls Managerinnen das Sagen.

Auch internationale Gesellschaften, deren Hauptsitze in London, New York und Frankfurt kaum Managerinnen beherbergen, besetzen ganze Teams mit Frauen. Deren Leistung ist beeindruckend: Nicht wenige haben das Kundengeld binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt, pro Jahr schafften die vier Führenden im Durchschnitt mehr als 10 Prozent Rendite.

Was ist der Grund für die Dominanz der Fondsmanagerinnen in Hongkong? Wie ist es Liu Yang und ihren Kolleginnen gelungen, eine Schaltstelle der Wirtschaft zu besetzen?

"Ich bin ein Produkt des Kapitalismus und der Reformpolitik", sagt Liu und bietet Hors d'Oeuvres vom dreistöckigen versilberten Etagere-Tablett an. "Ohne die Reformen könnten wir hier nicht so entspannt zusammensitzen." Sie hat schon ganz andere Zeiten erlebt: Kurz nachdem Liu 1964 in Peking geboren wird, beginnt die Kulturrevolution. Diese Ära der Massenaufmärsche und Massenmorde endet 1976, früh genug, um Liu eine normale Schulausbildung zu ermöglichen.

Finanzwissenschaften? Kannte kaum jemand

Zu Hause erhält sie ungewöhnlichen Zusatzunterricht in Wirtschaftswissenschaften: Der Vater hat politische Ökonomie studiert und kann "Das Kapital" von Marx absätzeweise auswendig zitieren. Anfang der achtziger Jahre kehrt er jedoch desillusioniert von einer Reise in die Sowjetunion zurück, gibt seine Forschung auf und gründet stattdessen einen Wirtschaftsverlag für die neue westliche Lehre. Liu hilft, Manuskripte per Hand ins Reine zu schreiben.

Der Vater rät seiner Tochter, Finanzwissenschaften zu studieren. "Damals wusste in China kaum jemand, was das ist", sagt Liu. Obwohl sie an Finanzen keinerlei Interesse hatte und westliche Literatur studieren wollte, schreibt sie sich 1984 für das neue Studienfach ein.

Wie rar die an der Finanzakademie gelehrten Kenntnisse damals sind, erlebt Liu 1988, als die Hochschulabsolventin in ein Zentrum der Reformpolitik kommt: in die Zentrale des Finanzkonzerns China International Trust and Investment Corporation (Citic). "Das Unternehmen hatte noch nie jemanden mit Abschluss in Finanzwissenschaften eingestellt. Ich war die Einzige in meiner Abteilung, die Englisch konnte", sagt Liu.

Rasch steigt die Mittzwanzigerin in die obersten Etagen des Citic-Hochhauses in Pekings Diplomatenviertel auf und berichtet schließlich direkt an Vize-Chef Wang Jun, den Sohn von Vize-Staatspräsident Wang Zhen.

Liu Yang kauft fast alle B-Aktien - und hat keine Ahnung, welche gut sind

Der Konzern ist aufs Engste mit dem Politbüro verknüpft, auch durch seinen Gründer und Vize-Staatspräsidenten Rong Yiren, den ersten Milliardär der Volksrepublik. Der Spross einer Unternehmerdynastie war auch nach der Revolution 1949 in China geblieben, hatte schwere Jahre durchlitten und sollte nun für seinen Freund und Reformer Deng Xiaoping mit Citic im In- und Ausland investieren.

Liu Yang rechnet viele dieser Projekte durch. Denn außer ihr hatte im Citic-Turm noch niemand von Bewertungsmodellen wie diskontierten Cashflows oder der Internen Zinsfußmethode gehört. "Das war aus heutiger Sicht sehr einfach, aber damals fanden mich alle großartig, weil ich so etwas konnte", sagt Liu. Von den Kontakten zur Partei- und Wirtschaftselite, die sie bei dem Staatskonzern knüpfte, zehrt sie noch heute.

Wohl wegen dieser Kontakte will sie 1992 eine Investmentbank als China-Chefin anheuern. Um sie zu halten, befördert ihr Vorgesetzter Wang Jun sie an die Spitze einer ausländischen Tochterfirma in Australien. So beginnt Lius Karriere als Fondsmanagerin: Sie geht für Citic nach Sydney. Dort gründet sie im Februar 1993 einen der ersten China-Fonds.

"Vor mir hat das hier keine gemacht"

Es sind Pionierzeiten: Erst 1990 hat die Börse in Shanghai aufgemacht, allmählich bringen Staatsunternehmen Papiere an den Markt: A-Aktien für heimische, B-Aktien für ausländische Investoren.

"Ich gehöre zur ersten Generation chinesischer Fondsmanager. Vor mir hat das hier keiner gemacht", sagt Liu. Sie habe überhaupt nicht gewusst, was Investieren bedeute: "Ich habe fast alle B-Aktien gekauft. Ich wusste nicht, welche gut sind und welche schlecht."

Zum Glück für Liu steigt bald die erste Rallye von Schwellenländer-Aktien. Liu nutzt die guten Zeiten, um ihr Metier gründlich zu lernen, und macht nach Feierabend einen Uni-Abschluss in angewandter Investmentkunde. Außerdem begreift sie schnell, wie wichtig es ist, Zentralbanker und Politiker in Peking regelmäßig zu sprechen - um zu erfahren, welche Branchen von staatlichen Investitionen und Steuervergünstigungen profitieren.

Dann trifft sie 1997 der erste Schock, die Asien-Krise. In ihrem Büro, von dem aus sie auf Sydneys Opernhaus herabblicken kann, rufen die Kunden an: "Sie sagten: 'Yang, du darfst nicht aus dem Fenster springen!' Die haben mich getröstet."

"Chinesen finden mich aggressiv"

Beim Durchhalten hilft ihr Mann, ein Chinese, dessen Familie seit drei Generationen auf Jamaika lebt. Der ungewöhnliche Hintergrund passe zu ihr, sagt Liu: "Mit einem typischen Chinesen könnte ich nicht zusammenleben, die finden mich ziemlich tough und aggressiv."

Ihr robustes Gemüt hilft Liu immer wieder, Rückschläge zu verkraften. In der Finanzkrise 2008 hat ihr Fonds zeitweise 85 Prozent eingebüßt. Wer den Fonds vor fünf Jahren gekauft hat, kann sich heute dennoch über 17 Prozent Rendite pro Jahr freuen. "Ich bin nach jeder Krise größer und stärker gewesen", sagt Liu.

Zu der britischen Investmentboutique Atlantis kommt sie 2002, inzwischen ist sie sogar Mehrheitseignerin. Die meisten ihrer 20 Mitarbeiter hier sind weiblich. "Bei uns macht eine Frau die Arbeit von drei Männern. Viele junge Männer sind heute Träumer", findet Liu.

Ihr Vater in Peking, heute 78 Jahre alt, sei stolz auf ihren Erfolg, sagt sie. Dann nimmt sie das Vertu-Handy und ruft ihren Chauffeur an, der sie nach Hause zu ihrem Mann, den beiden Kindern, den Dienst- und Kindermädchen fährt.

Ein Lehrer, der als Bauer arbeiten muss

Wer mit Liu und anderen chinesischen Managerinnen spricht, stellt fest: Hinter den Fonds stecken einige der klügsten Köpfe ihrer mehr als 100 Millionen Menschen umfassenden Generation. Um aus dieser Masse hervorzustechen, mussten sie um Bildung und Karriere kämpfen.

So wie Victoria Mio, 41, die in einem gläsernen Büroturm in Hongkongs Geschäftsviertel Central sitzt und den China-Fonds des niederländischen Anbieters Robeco leitet. Dabei waren die prosperierenden Ex-Kolonien Hongkong und Macao lange Zeit ein unerreichbarer Traum für Mio und ihre Familie, die aus der gegenüberliegenden Festlandsprovinz Kanton stammt.

Mios Vater ist Lehrer, doch er wird gezwungen, als Bauer zu arbeiten. Ende der siebziger Jahre wandert er mit der Familie nach Macao aus, da ist Victoria Mio acht Jahre alt.

Der Vater schlägt sich als Straßenhändler durch. Dann arbeitet er sich nach oben, gründet eine Fabrik, wird wohlhabend. So wohlhabend, dass er seiner Tochter den Besuch einer englischsprachigen katholischen Mädchenschule ermöglichen kann, dann ein Wirtschaftsstudium in Macao und später sogar das MBA-Studium an der Wharton School. "Meine Eltern haben sich das Geld für Wharton geliehen, das war eine harte Zeit. Das hat mich noch mehr motiviert."

Analysten in China: Knapp ein Drittel sind Frauen

Die Chancengleichheit in der Sonderverwaltungszone lockt Talente wie Mio an, die nach dem Studium zunächst eine Zeit lang bei der Investmentbank J. P. Morgan in New York gearbeitet hat und bei einem Hedgefonds in Boston. "In Hongkong geht es nicht darum, ob du ein Mann oder eine Frau bist", sagt Mark O'Reilly vom Headhunter Astbury Marsden. "Unsere Kunden suchen denjenigen mit der besten Ausbildung und Erfahrung für den Job."

Weil Fachwissen honoriert wird, bemühen sich hier viel mehr Frauen als in Deutschland um die zeitraubenden und schwierigen Zusatzqualifikationen, die als Karriereturbo wirken. Ein Beispiel: In China ist fast jeder dritte Certified Financial Analyst eine Frau, in Deutschland dagegen nur jeder siebte. Das Prüfungsmaterial umfasst 20 Ordner; durch die drei Regalmeter quält sich niemand, der danach keine Karrierechancen sieht.

Die gibt es in Hongkong zuhauf. Längst nicht alle Stars der dortigen Finanzbranche sind aus der Volksrepublik zugewandert: Die Hälfte der Fondsmanagerinnen ist in Hongkong aufgewachsen. Diese Hongkongerinnen verfügen über die beiden Vorzüge, die im rasant wachsenden China-Finanzgeschäft Ende der achtziger Jahre gebraucht werden: perfektes Englisch und Finanzexpertise. Samantha Ho, 43, zum Beispiel verwaltet den China-Fonds von Invesco verwaltet, sie ist schon als 15-Jährige zur Ausbildung in die USA gegangen und besitzt den MBA-Abschluss der Universität von Los Angeles.

Chungs halbe Familie wandert aus - aus Angst vor den Chinesen

Ein Wirtschaftsstudium mit Finanzschwerpunkt sei Ende der achtziger Jahre eine naheliegende Wahl gewesen, sagt Christina Chung, 48, die bei der Allianz-Tochter RCM den China-Fonds führt: Die Fabriken verließen damals Hongkong und siedelten sich auf der anderen Seite der Grenze, in China, an. In der Kronkolonie erblühten Dienstleistungen, besonders die Finanzbranche.

Ihr Bruder, der bei einer Bank tätig war, stellte sie einem Freund vor, der beim Finanzhaus Watley arbeitete. "Er beschrieb Watley als das Shaolin-Kloster des Fondsmanagements", sagt Chung in Anspielung auf die Wiege der Kampfkünste, wo die wahren Meister ausgebildet werden. Chung lernte, auf Shaolin-Art zu investieren. Noch heute ist es ihr Ziel, unterbewertete Aktien schneller zu finden als andere.

Kurz nach dem Start bei Watley wollen viele Kollegen einschließlich ihres Bruders dann aber nur eines: weg aus Hongkong. Die Ermordung von weit mehr als tausend Protestierenden in Peking am 4. Juni 1989 und die gewaltsame Niederschlagung der Demonstrationen im ganzen Land haben die Menschen schockiert.

Der Tag, nachdem die Demonstrationen niedergeschlagen wurden

"Als ich am Tag danach zur Arbeit ging, sah ich lange Schlangen vor den Botschaften Singapurs und Kanadas", erinnert sich Chung. Ihre halbe Familie zieht nach Kanada - aus Angst vor der geplanten Übergabe der Kronkolonie an die Volksrepublik 1997.

Für Chung eröffnet die Emigration der gestandenen Manager ungeahnte Chancen. "Ich hätte niemals so früh so viel Verantwortung übernehmen können, wenn nicht viele erfahrenere Kollegen Hongkong verlassen hätten", sagt sie. Als Chung zu Allianz Global Investors wechselte, waren Fondsmanagerinnen klar in der Minderheit - und sind es geblieben. Damals wie heute sitzen in Frankfurt vor allem männliche Manager.

Ganz anders in China, dort mehrt Chung das Geld der Kunden - genau wie viele erfolgreiche Kolleginnen bei der Konkurrenz. "Ich denke, Frauen haben einige Vorteile: Wir sind geduldiger, hartnäckiger und achten stärker auf Details", sagt die Hongkongerin.

Außerdem würden Männer dazu neigen, sehr selbstbewusst zu sein - mitunter zu selbstgewiss: "Am Markt können die Dinge gegen dich laufen, dann musst du deine Fehler eingestehen." Das Phänomen, dass Männer Gefahr laufen, dem eigenen Urteil zu sehr zu trauen und ein zu hohes Risiko einzugehen, ist von der Finanzwissenschaft gut dokumentiert.

"Empfänglicher für neue Ideen als andere"

Lilian Co, 42, hat die Risiken bisher gut im Griff. Mit ihrem Hedgefonds LBN China + Opportunity Fund verdreifachte sie seit dem Start 2007 das Anlegergeld - während der Aktienindex MSCI China mehr als 40 Prozent seines Werts verlor.

Um trotz der Börsenflaute zu gewinnen, kauft Co nicht nur aussichtsreiche Aktien, sondern wettet auch auf fallende Kurse bei schlechten Titeln. Vor allem Letzteres brachte in der Krise Ertrag. Ihre Fondsgesellschaft LBN Advisers residiert in einer bescheidenen, engen Bürosuite. Um Technik und Organisation kümmert sich Ehemann Benjamin Chang.

Cos Leistung in der Finanzkrise ist atemberaubend - ebenso wie ihre Ergebnisse als Managerin des Baring China Fonds bis 2007. Für Eckhard Sauren, den Gründer des Dachfondsanbieters Sauren, ist sie schlicht die beste Fondsmanagerin der Welt. Aber was macht Hongkongs Fondsmanagerinnen und besonders Lilian Co so erfolgreich?

"Jeder analysiert dieselben Zahlen", sagt Co, die sehr schnell redet und dabei gern die Arme vor ihrem zierlichen Körper verschränkt. "Entscheidend ist, worauf man sich fokussiert." Sie suche stets nach unterschätzten Werten. Allerdings tun das viele Rivalen auch - ohne so regelmäßig fündig zu werden.

Co zuckt mit den Schultern: "Ich bin empfänglicher für neue Ideen als andere." Nur die Hälfte des Erfolgs eines Fondsmanagers sei durch rationale Faktoren wie den Investmentansatz erklärbar, glaubt Co: "Der Rest ist Persönlichkeit."

"Ich habe als Frau großes Glück, in Hongkong zu leben"

Für ihre Karriere sieht sie allerdings einen weiteren nachvollziehbaren Grund: "Ich habe einfach das Glück, in Hongkong zu leben - das ist wahrscheinlich der Ort mit dem höchsten Anteil arbeitender Frauen weltweit."

Das zeigt sich nirgends deutlicher als im örtlichen Büro der britischen Fondsgesellschaft Schroders. Die meisten China-Experten im Team von Louisa Lo sind Frauen. In der Zentrale in London sitzen dagegen weit mehr männliche als weibliche Kollegen. Lo ist die Diskrepanz bewusst. "Wir versuchen verzweifelt, mehr Männer einzustellen, wir müssen ja ausgewogen sein", scherzt sie. Die Frage ist allerdings, ob Lo wirklich mehr Männer braucht: Auch der China-Fonds von Schroders, geführt von Laura Luo, gehört zu den besten seiner Klasse.

Um die weibliche Dominanz in der Investmentbranche zu beenden, müsste Hongkongs Regierung wohl eine Männerquote einführen.

Frauen aber trauen sich sogar weniger zu, als sie können, sagt Susan Levermann. Das sei gut für die Rendite, aber schlecht für die Karriere, so die ehemalige DWS-Fondsmanagerin. "In diesem Job muss man seine Erfolge auch verkaufen können", weiß Levermann, die für die Deutsche-Bank-Tochter zwei Milliarden Euro verwaltete. Doch 2008 hatte sie genug von der Branche, schrieb den Bestseller "Der entspannte Weg zum Reichtum" und arbeitet heute bei der Umweltorganisation Carbon Disclosure Project.

Als Hindernis für Frauen sieht sie, dass viele Kolleginnen sich mehr um die Kinder kümmern als die Männer. "Das ist vermutlich auch eine kulturelle Frage: Viele Frauen wollen hierzulande die Erziehung selbst in die Hand nehmen und sie nicht einem Kindermädchen überlassen", sagt Levermann.

Solche Bedenken sind der China-Fondsmanagerin Lilian Co fremd. "Wir Hongkongerinnen beschäftigen alle Kindermädchen aus den Philippinen, Malaysia oder Indonesien", sagt sie. "Wenn ich kein Dienstmädchen anstellen könnte, wäre ich Hausfrau."


Autor Mark Böschen ist Redakteur beim manager magazin. Dort erschien sein Beitrag zuerst.

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