Arbeiten in Singapur Sauber, sicher, superschnell

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2. Teil: Ingenieurwissenschaftler aus München: "Ein moderner Schmelztiegel"


 Markus Wächter , 43, ist Direktor von TUM Asia, dem Singapurer Standort der TU München
Marie-Charlotte Maas

Markus Wächter, 43, ist Direktor von TUM Asia, dem Singapurer Standort der TU München

"Ich kam vor vor acht Jahren nach Singapur, nach meiner Promotion in Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München. Geplant waren zunächst nur sechs Monate, mittlerweile bin ich mit einer Singapurerin verheiratet. Ich leite hier eine Firma der TU München: TUM Asia. Gemeinsam mit der National University of Singapore und der Nanyang Technological University bieten wir Masterstudiengänge an und versuchen, eine Brücke zu schlagen zwischen Theorie, Industriekenntnissen und Forschung. Außerdem bringen wir Wissenschaftler aus Deutschland und Singapur zusammen.

Der Anfang hier war für mich leicht, im Umfeld der Uni hatte ich viele andere Ausländer um mich. Singapur bedeutet für mich in erster Linie kulturelle Vielfalt, Dynamik und schnelle Veränderung. Als universitätsähnliche Einrichtung arbeiten wir mit der lokalen Industrie zusammen, primär deutschen Firmen, aber auch mit staatlichen Stellen. Die Schnelligkeit, mit der Behörden hier neue Programme diskutieren, auflegen und umsetzen, ist teilweise atemberaubend.

Hautfarbe, Religion und Herkunft spielen keine Rolle

Typisch für Singapur sind das hohe Maß an Sicherheit, Sauberkeit und Effizienz. Natürlich kann dieser Hang zu Perfektion manchmal auch ernüchternd sein. Was mich an Singapur stört, sind der Stress, die dauernde Hektik und die räumliche Enge - vorher habe ich im ländlichen Raum in Bayern gelebt.

Auch der Hang zum Kommerz ist sehr eigen und die Bedeutung von Statussymbolen sehr ausgeprägt. Ein großer Unterschied ist die Diskussionskultur: Im Vergleich zu Deutschland wird im Freundeskreis eher selten über Politik diskutiert. Es hilft aber wenig, das Leben hier danach zu beurteilen, was in Deutschland anders gemacht wird.

Sehr angenehm: Hautfarbe, Religion und Nationalität spielen keine Rolle im Alltagsleben. Es ist ganz natürlich, dass man sowohl im Privaten wie im Geschäftlichen mit Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft zu tun hat. Singapur ist ein moderner Schmelztiegel."

insgesamt 69 Beiträge
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Trondesson 01.02.2012
1.
Als ich 1983 das erste Mal dort war, hatten sie gerade die Bugis Street abgesperrt. Trotzdem gab es damals noch einige Viertel, in denen man etwas von der Britischen (Natürlich nicht der deutschen, wie in der ersten Bildunterschrift zu lesen. So etwas darf einfach nicht passieren, SPON!) koloniale Vergangenheit noch spüren konnte. Das ist im Laufe der Zeit jedoch immer weniger geworden; ich konnte von Glück sagen, daß ich einen Bekannten in Ang Mo Kio hatte, bei dem ich wohnen konnte und der mir einige der letzten nicht ganz so sterilen Refugien zeigen konnte. Überraschender Weise konnte auch ich ihm Orte zeigen, an denen er noch nicht gewesen war! Heute kommt mir Singapore wie ein einziger großer Arbeitsplatz vor: sauber, sicher, effizient und schnell, wie im Artikel beschrieben. Aber es hat im Laufe der Jahre den Charme verloren, der es für viele zu einem beliebten Reiseziel gemacht hat. Es unterscheidet sich darin nicht mehr sehr von Dubai. Wie gesagt, zum Arbeiten ist Singapore ein idealer Ort, und immer noch wesentlich angenehmer als arabische Städte (zumindest für meinen Geschmack). Aber zur Entspannung oder um Kultur und Geschichte auch außerhalb von Museen zu erleben, würde ich Penang jederzeit vorziehen.
friedel_3 01.02.2012
2. ?
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html
Solch ein Reservat wie Singapur mit anderen Ländern zu vergleichen erscheint mir schlichtweg unverhältnismäßig. Ich weiß nicht was solche Artikel vermitteln sollen. Vier "Papalangi" in einer ihnen unbekannten Welt, die möglicherweise keine Zusammenhänge erkennen, und einfach visuelle Eindrücke und Selbsterlebtes ohne weitere Reflektion von sich geben.
dommanolito 01.02.2012
3. Singapur ist beeindruckend!
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html
Singapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
nixkapital 01.02.2012
4. ...
Zitat von dommanolitoSingapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
na ja...für die einen ist es Sauberland, für die anderen eine Diktatur. Es ist nicht alles Gold was glänzt....
nikaja 01.02.2012
5. Nicht wenige einheimische Haushalte müssen mit einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit b
Bei oberflächlicher Betrachtungsweise ist alles spiegelglatt und wenn man zudem noch bei einem dt. Unternehmen angestellt ist, kann man glauben, die Welt sei für alle so schön. Ob die autochthonen Bürger diese Sichtweise unser 3 Deutschen teilen, man mag es bezweifeln. Solche Beiträge brauchen wir nicht, Hochglanz-Brochüren gibt es zu Hauf, dafür brauche ich den Spiegel nicht.
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