Arbeiten in Singapur Sauber, sicher, superschnell

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3. Teil: An der Rezeption eines Luxushotels: "Leichtigkeit und unendlicher Sommer"


 Martina Wahl , 25, arbeitet im Raffles-Hotel, hier hat sie Besuch von ihrer Mutter
Marie-Charlotte Maas

Martina Wahl, 25, arbeitet im Raffles-Hotel, hier hat sie Besuch von ihrer Mutter

"Bevor ich nach Singapur gezogen bin, habe ich schon im Raffles-Hotel in Kambodscha gearbeitet. Ich kenne Asien also gut. Das Leben in Singapur ist reizvoll: Die Menschen sind sehr mobil, man lebt im Epizentrum von Südostasien und erreicht schnell viele andere attraktive Ziele. Meine neue Heimat bedeutet für mich vor allem drei Dinge - Leichtigkeit, Multikulturalität und unendlicher Sommer.

An Singapur mag ich vor allem, dass es hier sehr effizient zugeht. Ein Beispiel: Ich habe ein Konto eröffnet und hatte meine Kreditkarte innerhalb von 20 Minuten. Ich liebe das! Man muss hier nicht erst einmal zwei Wochen warten, bis alle Dokumente fertig sind.

WG-Zimmer zum Preis einer Zwei-Zimmer-Wohnung

Langweilig wird es hier nie, weil man so verschiedene Menschen trifft. Es gibt viele Europäer hier und natürlich viele Chinesen, Malaysier und Inder. In Singapur leben 24 Prozent Ausländer, aber trotzdem finde ich, dass Singapur eine sehr asiatische Stadt ist. Ich selber habe einen sehr gemischten Freundeskreis.

Es gibt natürlich auch Aspekte, die ich weniger mag: Singapur ist sehr strikt, es gibt viele Vorschriften, die Mieten sind sehr hoch. Ich teile mir deshalb eine Wohnung mit drei anderen Leuten, habe aber mein eigenes Badezimmer. Für das gleiche Geld könnte ich in Deutschland eine schöne Zwei-Zimmer-Wohnung in einer Großstadt bekommen.

Alles in allem ist das Leben in Singapur deutlich teurer als in Deutschland. Andererseits hat man auch große Vorteile: Es ist sauber, es ist sicher und es gibt ein tolles öffentliches Nahverkehrssystem. Etwas vermisse ich an Deutschland aber trotzdem sehr: die gute alte Butterbrezel."

insgesamt 69 Beiträge
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Trondesson 01.02.2012
1.
Als ich 1983 das erste Mal dort war, hatten sie gerade die Bugis Street abgesperrt. Trotzdem gab es damals noch einige Viertel, in denen man etwas von der Britischen (Natürlich nicht der deutschen, wie in der ersten Bildunterschrift zu lesen. So etwas darf einfach nicht passieren, SPON!) koloniale Vergangenheit noch spüren konnte. Das ist im Laufe der Zeit jedoch immer weniger geworden; ich konnte von Glück sagen, daß ich einen Bekannten in Ang Mo Kio hatte, bei dem ich wohnen konnte und der mir einige der letzten nicht ganz so sterilen Refugien zeigen konnte. Überraschender Weise konnte auch ich ihm Orte zeigen, an denen er noch nicht gewesen war! Heute kommt mir Singapore wie ein einziger großer Arbeitsplatz vor: sauber, sicher, effizient und schnell, wie im Artikel beschrieben. Aber es hat im Laufe der Jahre den Charme verloren, der es für viele zu einem beliebten Reiseziel gemacht hat. Es unterscheidet sich darin nicht mehr sehr von Dubai. Wie gesagt, zum Arbeiten ist Singapore ein idealer Ort, und immer noch wesentlich angenehmer als arabische Städte (zumindest für meinen Geschmack). Aber zur Entspannung oder um Kultur und Geschichte auch außerhalb von Museen zu erleben, würde ich Penang jederzeit vorziehen.
friedel_3 01.02.2012
2. ?
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html
Solch ein Reservat wie Singapur mit anderen Ländern zu vergleichen erscheint mir schlichtweg unverhältnismäßig. Ich weiß nicht was solche Artikel vermitteln sollen. Vier "Papalangi" in einer ihnen unbekannten Welt, die möglicherweise keine Zusammenhänge erkennen, und einfach visuelle Eindrücke und Selbsterlebtes ohne weitere Reflektion von sich geben.
dommanolito 01.02.2012
3. Singapur ist beeindruckend!
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html
Singapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
nixkapital 01.02.2012
4. ...
Zitat von dommanolitoSingapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
na ja...für die einen ist es Sauberland, für die anderen eine Diktatur. Es ist nicht alles Gold was glänzt....
nikaja 01.02.2012
5. Nicht wenige einheimische Haushalte müssen mit einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit b
Bei oberflächlicher Betrachtungsweise ist alles spiegelglatt und wenn man zudem noch bei einem dt. Unternehmen angestellt ist, kann man glauben, die Welt sei für alle so schön. Ob die autochthonen Bürger diese Sichtweise unser 3 Deutschen teilen, man mag es bezweifeln. Solche Beiträge brauchen wir nicht, Hochglanz-Brochüren gibt es zu Hauf, dafür brauche ich den Spiegel nicht.
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