Arbeiten in Singapur Sauber, sicher, superschnell

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5. Teil: Braumeister im deutschen Brauhaus: "Einkaufen rund um die Uhr"


 Alex Buchner , 42, leitet in Singapur das Paulaner Brauhaus
Marie-Charlotte Maas

Alex Buchner, 42, leitet in Singapur das Paulaner Brauhaus

"Ich lebe und arbeite schon seit mehr als elf Jahren in Singapur und war auch die vier Jahre davor in Asien, unter anderem in China und auf den Philippinen. Ich habe eine Brauerlehre bei Paulaner München gemacht und danach das Braumeister-Diplom in Weihenstephan. Dann kam das Angebot, nach Asien zu gehen. Eigentlich wollte ich ja immer nach Nord- oder Südamerika, zugesagt habe ich trotzdem.

Ich hatte keine Vorstellung vom Land und habe auch vor meinem Umzug keinerlei Recherchen angestellt. Der Aufbruch nach Asien fand innerhalb von drei Wochen statt, so dass keine Zeit für Überlegungen und Vorbereitungen blieb.

Westlich oder asiatisch - das bestimmt jeder selbst

Singapur lag ursprünglich nicht auf meinem Reiseplan. Hier schätze ich vor allem die kulturelle Vielfalt, die sich an einem Ort konzentriert. Auch mit der Sprache hat man es einfach: Man kommt besser mit Englisch aus als beispielsweise in China. Toll ist auch die geografische Lage. Man kommt schnell in der Region umher, es gibt gute öffentliche Verkehrsmittel. Behördliche Strukturen sind sehr modern, das meiste lässt sich übers Internet abwickeln. Die Stadt verändert sich schnell, ist aber trotzdem überschaubar.

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Leben in Singapur: Schöne Aussichten
Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten: Wie in allen asiatischen Ländern ist es oft nicht einfach, den Mitarbeitern zu vermitteln, was wir gewohnt sind oder für richtig erachten. An Singapur selbst gefällt mir der Bauboom weniger, alles wird zugebaut und ständig modernisiert. Es gibt immer weniger ruhige Flecken. Ich vermisse ab und zu die deutsche Landschaft und die Berge zum Wandern.

Dafür bietet das Leben in Singapur mehr Freiheiten als in Deutschland: Die Geschäfte sind sieben Tage geöffnet, viele kleine Lokale sogar rund um die Uhr. Ich habe viel mit Einheimischen zu tun, bekomme ihre Bräuche mit und lebe diese auch. Ich empfinde Singapur deshalb als ein sehr asiatisches Land. Auswanderer mit Fahrer und Kindermädchen, die ihre Kinder in die Internationale Schule schicken und sich in ausländischen Clubs aufhalten, werden das Leben hier dagegen als sehr westlich sehen."

Kulturschock

insgesamt 69 Beiträge
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Trondesson 01.02.2012
1.
Als ich 1983 das erste Mal dort war, hatten sie gerade die Bugis Street abgesperrt. Trotzdem gab es damals noch einige Viertel, in denen man etwas von der Britischen (Natürlich nicht der deutschen, wie in der ersten Bildunterschrift zu lesen. So etwas darf einfach nicht passieren, SPON!) koloniale Vergangenheit noch spüren konnte. Das ist im Laufe der Zeit jedoch immer weniger geworden; ich konnte von Glück sagen, daß ich einen Bekannten in Ang Mo Kio hatte, bei dem ich wohnen konnte und der mir einige der letzten nicht ganz so sterilen Refugien zeigen konnte. Überraschender Weise konnte auch ich ihm Orte zeigen, an denen er noch nicht gewesen war! Heute kommt mir Singapore wie ein einziger großer Arbeitsplatz vor: sauber, sicher, effizient und schnell, wie im Artikel beschrieben. Aber es hat im Laufe der Jahre den Charme verloren, der es für viele zu einem beliebten Reiseziel gemacht hat. Es unterscheidet sich darin nicht mehr sehr von Dubai. Wie gesagt, zum Arbeiten ist Singapore ein idealer Ort, und immer noch wesentlich angenehmer als arabische Städte (zumindest für meinen Geschmack). Aber zur Entspannung oder um Kultur und Geschichte auch außerhalb von Museen zu erleben, würde ich Penang jederzeit vorziehen.
friedel_3 01.02.2012
2. ?
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html
Solch ein Reservat wie Singapur mit anderen Ländern zu vergleichen erscheint mir schlichtweg unverhältnismäßig. Ich weiß nicht was solche Artikel vermitteln sollen. Vier "Papalangi" in einer ihnen unbekannten Welt, die möglicherweise keine Zusammenhänge erkennen, und einfach visuelle Eindrücke und Selbsterlebtes ohne weitere Reflektion von sich geben.
dommanolito 01.02.2012
3. Singapur ist beeindruckend!
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html
Singapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
nixkapital 01.02.2012
4. ...
Zitat von dommanolitoSingapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
na ja...für die einen ist es Sauberland, für die anderen eine Diktatur. Es ist nicht alles Gold was glänzt....
nikaja 01.02.2012
5. Nicht wenige einheimische Haushalte müssen mit einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit b
Bei oberflächlicher Betrachtungsweise ist alles spiegelglatt und wenn man zudem noch bei einem dt. Unternehmen angestellt ist, kann man glauben, die Welt sei für alle so schön. Ob die autochthonen Bürger diese Sichtweise unser 3 Deutschen teilen, man mag es bezweifeln. Solche Beiträge brauchen wir nicht, Hochglanz-Brochüren gibt es zu Hauf, dafür brauche ich den Spiegel nicht.
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