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Arbeitsmarkt Mehr als eine Million Berufstätige sind älter als 67 Jahre

Von wegen Vorruhestand: Immer mehr über 67-Jährige arbeiten noch – die meisten in Jobs, die nicht sonderlich beliebt sind.
Busfahrer auf der A3 (Symbolbild).

Busfahrer auf der A3 (Symbolbild).

Foto: Rolf Vennenbernd / picture alliance / dpa

Immer mehr Ältere in Deutschland arbeiten. Von den rund 38 Millionen Beschäftigten waren im vergangenen Jahr knapp 1,04 Millionen Menschen 67 Jahre oder älter. Fast 600.000 hatten noch im Alter ab 70 einen regelmäßigen Job – und zwar am häufigsten als Fahrzeugführer im Straßenverkehr, als Reinigungskraft oder im Büro oder Sekretariat. 72.000 Berufstätige waren sogar 80 Jahre oder älter.

Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Unter den Menschen mit einer Beschäftigung ab 67 sind 800.000 Minijobber. Bei der Kombination aus Rente und Minijob muss man sich nicht sozialversichern und die zusätzlichen Einnahmen nicht versteuern. Möglich ist auch die Kombination mehrerer Minijobs, wenn der Gesamtverdienst bei 450 Euro bleibt.

Bereits seit Jahren stellen Arbeitsmarktforscher fest, dass die Beschäftigtenquoten der Älteren steigen. Einerseits wird das darauf zurückgeführt, dass sich viele im Rentenalter noch fit fühlen und arbeiten möchten. Vor allem Fachkräfte sind auch im Alter noch begehrt. Andererseits sind viele Menschen aber auch auf einen Zuverdienst zur Rente angewiesen.

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch, der die Anfrage gestellt hatte, sagte der dpa: »Natürlich gibt es Beschäftigte, die freiwillig bis ins hohe Alter arbeiten, aber bei vielen ist es die schiere finanzielle Not, etwas hinzuverdienen zu müssen.« Wenn Menschen, die über 70 oder gar über 85 Jahre alt sind, noch arbeiten müssten, sei das ein »Trauerspiel«.

vet/dpa
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