Quiz zum Arbeitsrecht Was im Büro erlaubt ist - und was nicht

Einen Wasserkocher in die Büroküche stellen, die Lieblingspflanze mitbringen: Darf man das? Testen Sie Ihr Wissen im Arbeitsrecht.

Im Büro: Dürfen Sie das - oder handeln Sie gerade rechtswidrig?
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Im Büro: Dürfen Sie das - oder handeln Sie gerade rechtswidrig?


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Diese wunderschöne Amaryllis-Pflanze, vor der Sie da im Blumenladen stehen, die würde sich wirklich hübsch im Büro machen, finden Sie nicht auch? Und der Geburtstagskuchen mit den vielen Kerzen, den Sie einem Kollege neulich mitgebracht haben, der kam sehr gut an, nicht?

Ob Blume oder Kuchen: Eine kleine Unachtsamkeit am Arbeitsplatz kann Sie vor Gericht bringen - wenn es ganz schlecht läuft. Das Arbeitsrecht regelt, was Sie im Büro dürfen und was nicht. Doch nur wenige kennen sich damit aus, sagt Felix Prochnow, Arbeitsrechtler von der Hamburger Kanzlei Hecht & Kollegen.

Hier können Sie Ihre Rechtskenntnisse testen - und wenn Sie mal nicht weiterwissen, hilft Experte Prochnow.

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Ein_denkender_Querulant 30.07.2019
1. Feuer im Büro
Ich kenne keinen einzigen Arbeitgeber, bei dem Kerzen im Büro erlaubt sind. Es mag sein, dass das Arbeitsrecht die Option lässt, wenn der Betrieboder besser die Betriebsfeuerwehr explizit offenes Feuer verbieten, dann ist das rechtsgültig.
Senf-o-Mat 30.07.2019
2. Kranke Welt
"Ob Blume oder Kuchen: Eine kleine Unachtsamkeit am Arbeitsplatz kann Sie vor Gericht bringen"... Vor Gericht wegen einer Pflanze oder eines mitgebrachten Kuchens?! Da wüsste ich gar nicht, wen ich mehr bemitleiden soll - Arbeitnehmer oder Arbeitgeber.
lumberjack-xxl 30.07.2019
3. Arbeit =Büro?!
Es ist wie immer zum Kopfschütteln. Das Synonym für Arbeit lautet bei Spon: Büro. In welcher ignoranten Parallelgesellschaft leben eigentlich eure Angestellten?
upalatus 30.07.2019
4.
Zu den Fragen am Ende mit '...gebens Sie's zu, sie sind Anwalt...' bedacht zu werden, ist ja schön. Solcherlei fast schon lustig-nettige Fragestellungen sind aber nicht jene, die am Arbeitsplatz von handfesterer und oftmals übler Bedeutung für MA sind. Müssen Sie ihrem Vorgesetzten Folge leisten, wenn er Sie zur unbedingten Teilnahme am täglich-morgendlichen ausgedehnten Tagesbeginnkaffeekranz (nicht: Tagesbesprechung) der Abteilung anweist, und Sie wissen, dass damit die nachgeschaltete Prozesskette, die direkt von Ihrer Arbeitsleistung abhängt, massiv drunter leidet? Darf ein Vorgesetzter MA zum Kaffeetrinken und Plauschen zwingen? Darf ein Vorgesetzter Sie maßgeblich sanktionieren, wenn Sie seiner Kaffanweisung nicht umfänglich nachkommen? Sticht Kaffeetrinken und Dauerratsch als etablierte Abteilungskultur Arbeitsrecht?
Hamberliner 30.07.2019
5. Mittel gegen sabotierenden Chef
Zitat von upalatusZu den Fragen am Ende mit '...gebens Sie's zu, sie sind Anwalt...' bedacht zu werden, ist ja schön. Solcherlei fast schon lustig-nettige Fragestellungen sind aber nicht jene, die am Arbeitsplatz von handfesterer und oftmals übler Bedeutung für MA sind. Müssen Sie ihrem Vorgesetzten Folge leisten, wenn er Sie zur unbedingten Teilnahme am täglich-morgendlichen ausgedehnten Tagesbeginnkaffeekranz (nicht: Tagesbesprechung) der Abteilung anweist, und Sie wissen, dass damit die nachgeschaltete Prozesskette, die direkt von Ihrer Arbeitsleistung abhängt, massiv drunter leidet? Darf ein Vorgesetzter MA zum Kaffeetrinken und Plauschen zwingen? Darf ein Vorgesetzter Sie maßgeblich sanktionieren, wenn Sie seiner Kaffanweisung nicht umfänglich nachkommen? Sticht Kaffeetrinken und Dauerratsch als etablierte Abteilungskultur Arbeitsrecht?
Wenn Dir dieses äußerst alltägliche Problem noch so viele Zeilen wert ist bist Du wohl noch neu im Beruf? IANAL, aber das lässt sich AFAIK alles mit nein beantworten. Wenn es keinen Betriebsrat gibt, der Dir weiterhilft, ist es Deine Sache, das durchzusetzen. Dass eine Prozesskette direkt von Deiner Arbeitsleistung abhängt liest sich so, als ob Du zu diesem Zweck etwas anderes als Deinen Schreibtisch aufsuchen müsstest. Ja, dann tu es doch einfach, und wenn Dein Chef Dich in der Zeit erfolglos sucht um Dich zum Kaffeestreik zu zwingen, und hinterher pampig wird, erklärst Du ihm eben dass und warum Du verhindert warst. Dein Arbeitsvertrag wird beweisen, dass Du nur Deine vertragliche Pflicht getan hast. Oder Du bringst zum Kaffee Dein Notebook mit und arbeitest da weiter. Und genießt seinen Wutanfall. Es ist alles eine Frage von Ausdauer und Sitzfleisch - er wird früher oder später selber kündigen, weil die Geschäftsleitung ihm nicht erlaubt, Dir zu kündigen. Dann ist er weg, dann kannst Du Deine Karriere genießen. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: man muss nur lange genug am Fluss sitzen, früher oder später sieht man die Leiche seines Erzfeindes vorbeischwimmen.
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