Arbeitszeugnis im Test Nichts als Lyrik und Chichi

Symbolbild: Arbeitszeugnis unter der Lupe
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Symbolbild: Arbeitszeugnis unter der Lupe

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Das Musterzeugnis - so urteilte eine IT-Beratung über Mitarbeiter Gerd Roben


ZEUGNIS

Herr Gerd Roben, IT-Berater, geboren am 10.10.1975 in Aachen, war für uns in der Zeit vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2010 tätig.

Die ABC Consulting GmbH ist ein inhabergeführtes IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen mittlerer Größe und hat in den letzten Jahren einen in dieser Branche überdurchschnittlichen Zuwachs an Neukunden zu verzeichnen. Aufgrund dieser positiven Entwicklung konnte sich unser Unternehmen auf die Geschäftsfelder Anwendungsentwicklung, Systemberatung und Software-Qualitätssicherung für Banken und Versicherungen spezialisieren. Zu den langjährigen Kunden des 1970 gegründeten Unternehmens zählen außerdem namhafte Unternehmen aus anderen angrenzenden Finanzdienstleistungsbereichen. Aufgrund unserer Spezialisierung können wir unseren Kunden einen 24-Stunden-Support garantieren.

Zunächst war Herr Roben im Bereich Systemberatung eingesetzt und wurde dann zum 01.08.2010 mit der Aufgabe eines Seniorberaters betraut. Sein Arbeitsgebiet umfasste in dieser Funktion die Prozessberatung und die Programmierung von Applikationen auf Basis des Remedy Action Request Systems (ARS).

Im Einzelnen war Herr Roben für folgende Aufgaben zuständig:

  • Durchführung und Konzeption von Workshops und Schulungen für Kunden
  • Beratung, Konzeption und Implementierung von Geschäftsprozessen, insbesondere aus dem Bereich des IT Service Managements
  • Betreuung der internen PC Office-Vernetzung
  • Durchführung von Assessments zur Bewertung von IT-Prozessen
  • Programmierung, Customizing und Design von Applikationen auf Basis des Remedy ARS 4.x-6.x in den Bereichen Help-Desk, Incident, Problem und Service Level Management, Asset- und Auftragsmanagement

Weitere Aufgaben übernahm Herr Roben in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und der Bereichsleitung Systemberatung. Er erstellte Angebote und führte sehr gut strukturierte und überzeugende Kundenpräsentationen durch. Dank seiner kommunikativen Fähigkeiten hielt er bei wichtigen Events und Großveranstaltungen vorbildliche und viel beachtete Vorträge.

Herr Roben hat sich in seine Aufgabengebiete sehr schnell und effizient eingearbeitet und führte schon nach kürzester Zeit branchenübergreifende Projekte eigenverantwortlich und selbständig durch.

Aufgrund seiner raschen Auffassungsgabe, seiner strukturierten, analytischen Denkweise und seinem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein nahm er bei größeren Aufträgen häufig die Funktion eines Projekt- oder Teilprojektleiters ein.

Intern hatte er die Funktion eines Teamleiters inne und trug Personalverantwortung für bis zu fünf Mitarbeiter. Er besitzt eine ausgeprägte natürliche Autorität und genoss zu jeder Zeit das Vertrauen seiner Mitarbeiter. Wegen seiner fachlichen Kompetenz sowie seiner freundlichen und verbindlichen Wesensart wurde Herr Roben uneingeschränkt anerkannt und sehr geschätzt.

Herr Roben verfügt über ein fundiertes Urteilsvermögen. Stets wusste er seine Mitarbeiter richtig einzusetzen und motivierte diese jederzeit konstruktiv.

In sämtlichen Arbeitsfeldern kamen Herrn Roben seine exzellenten und stets aktuellen Fachkenntnisse in den Betriebssystemen Microsoft Windows, Unix und Linux, den Datenbanken Oracle und Microsoft SQL Server sowie der Standardsoftware MS Office, MS Visio, Crystal Reports zugute. Alle Fachkenntnisse hat er stets mit außerordentlichem Erfolg und zielgerichtet eingesetzt.

Seine ausgezeichneten Fachkenntnisse erweiterte er fortwährend selbstverantwortlich durch eigene Weiterbildungsmaßnahmen. Er dokumentierte dies unter anderem durch verschiedene Zertifizierungen als IT Service Manager, Oracle Certified Consultant und Microsoft Certified Systems Engineer.

Auch schwierige und sehr komplexe Situationen erfasste Herr Roben sofort zutreffend und fand schnell für jede Situation praktikable Lösungen. Während der gesamten Zeit seiner Mitarbeit zeigte er ein Höchstmaß an Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft.

Herr Roben arbeitete jederzeit zielbewusst, hoch konzentriert und äußerst ergebnisorientiert. Er war uns eine pflichtbewusste und zuverlässige Führungskraft, die immer ihr weit gefächertes Aufgabenspektrum stets zu unserer vollsten Zufriedenheit und mit großem Erfolg erfüllen konnte.

Das Verhalten von Herrn Roben war immer vorbildlich. Bei Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern war er gleichermaßen sehr beliebt und stets hoch geschätzt. Von unseren Geschäftspartnern erhielt er ausschließlich positive Resonanzen.

Das Arbeitsverhältnis endet auf Wunsch von Herrn Roben. Für seine private und berufliche Zukunft wünschen wir Herrn Roben alles Gute und viel Erfolg.

Frankfurt a.M., 28.01.2011

[Unterschrift]

Sandra Müller

Personalleiterin



insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
Dunedin, 04.04.2011
1. Arbeitszeugnisse sind ein Relikt aus grauer Vorzeit
Es wird Zeit das dieser Schwachsinn mit den Zeugnissen endlich abgeschafft wird. Wie im Artikel richtig zu lesen war, können falschgeschriebene, bzw. anschließend falsch interpretierte Zeugnisse ganze Karrieren zerstören, bzw. gute Mitarbeiter diskreditieren. Wer sich als Mitarbeiter damit vertraut macht, wird immer darauf achten, das sein zeugnis ziwischen mittelprächtig und gut, aber niemals sehr pendelt. Alles andere ist zu auffällig und entweder schreibt man sich die Zeugnisse selber, oder aber man klagt sich das richtige Zeugnuis zurecht. In keinem Falle steht die tatsächlich erbrachte Leistung im Vordergrund, statt dessen werden evtl. Rachebewertungen, oder auch die Unfähigkeit von Vorgsetzten die Zeugnisse schreiben müssen, am Ende kompensiert.
flower power 04.04.2011
2. Nicht nur das Arbeitszeugnis...
Der ganze HR - Bereich hat sich in die Luft gewagt und kommt nicht mehr herunter. Unfähige Sachbearbeiter - sog. Personalreferenten - und mit Weisheit und Pseudo-Menschenkenntnis ausgestattete sog. HR - Psychologen wollen besser sein als die vergleichbare med. Grundkenntnis. Ich staune. Was da ein Quatsch verzapft wird, unglaublich. Wie kann eine 26 jährige oder ein 27 jähriger HR´ler die gewonnene Erfahrung einsetzen? Wenn er keine besitzt, geht das halt nicht. Der HR - Bereich ist zum Spielplatz für Möchte-Gern-Napoleon´s geworden. Tools helfen ihnen dabei. Gesucht wird immer der, oder die Anpassungsfähigen mit 20 Jahre Erfahrung, davon 10 Jahre bei einem ausländischem Weltkonzern ( warum sollte man denn vom dem wegwollen ? ) und 4 Fremdsprachen vertragssicher, dazu ein naturwissenschaftl. und ein wirtschaftswissenschaftl ( bekommt ja geschenkt! ) Studium, natürlich nur an den besten Unis, 100 % Flexibilität, top-Model-Aussehen ( egal ob weibl. oder auch männl. ) und die Bereitschaft auch Sa und So zu arbeiten. Dazu sollten die Bewerber stromlinienfähig in das Life-style passen, und funktionierende Netzwerke vorweisen können. Nochmal : Ein schwarzes Pferd ist kein Schimmel.
flower power 04.04.2011
3. Nicht nur das Arbeitszeugnis...
Der ganze HR - Bereich hat sich in die Luft gewagt und kommt nicht mehr herunter. Unfähige Sachbearbeiter - sog. Personalreferenten - und mit Weisheit und Pseudo-Menschenkenntnis ausgestattete sog. HR - Psychologen wollen besser sein als die vergleichbare med. Grundkenntnis. Ich staune. Was da ein Quatsch verzapft wird, unglaublich. Wie kann eine 26 jährige oder ein 27 jähriger HR´ler die gewonnene Erfahrung einsetzen? Wenn er keine besitzt, geht das halt nicht. Der HR - Bereich ist zum Spielplatz für Möchte-Gern-Napoleon´s geworden. Tools helfen ihnen dabei. Gesucht wird immer der, oder die Anpassungsfähigen mit 20 Jahre Erfahrung, davon 10 Jahre bei einem ausländischem Weltkonzern ( warum sollte man denn vom dem wegwollen ? ) und 4 Fremdsprachen vertragssicher, dazu ein naturwissenschaftl. und ein wirtschaftswissenschaftl ( bekommt ja geschenkt! ) Studium, natürlich nur an den besten Unis, 100 % Flexibilität, top-Model-Aussehen ( egal ob weibl. oder auch männl. ) und die Bereitschaft auch Sa und So zu arbeiten. Dazu sollten die Bewerber stromlinienfähig in das Life-style passen, und funktionierende Netzwerke vorweisen können. Nochmal : Ein schwarzes Pferd ist kein Schimmel.
Lt.Gen.Patton 04.04.2011
4. Und mit dem "Anti-Diskriminierungsgesetzt"...
hat dieser Irrsinn seinen vorläufigen Höhepunkt im Berwebungszirkus erreicht! Dem Instrument der Probezeit, welches für beide Parteien absolut Sinnvoll und deshalb auch mit Sonderkündigungsrechten behaftet ist, sollte wieder die notwendige Aufmerksamkeit geschuldet werden.Maximal sechs Monate, um einen "Probanten" auf "Herz und Nieren" on the Job zu testen sind allemal besser, als diese verlogene und falsche Geheimsprache der Arbeitszeugnisse die, wie ja in dem Test deutlich wurde, auch noch unterschiedlich bewertet wurde!
watermark71 04.04.2011
5. Das leidige Übel - der Coach
Viel spannender ist doch die aus dem Rahmen fallende Einschätzung des Karriere Coach. Das ist eine völlig überflüssige Klientel, die schon mal per se gegen alles sein muss. Nur so rekrutiert man Kunden. Mag sein, dass Arbeitszeugnisse inzwischen überflüssig sind. Aber Coaches im allgemeinen und besonderen sind es garantiert. Wenn man meint einen zu benötigen hat man schon verloren.
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